Daniel Sivan (geb. 21. August 1949 in Casablanca, Marokko; gest. 6. August 2026 in Levahim) war ein marokkanisch-israelischer Semitist und Hochschullehrer in der hebräischen Sprachabteilung der Ben-Gurion-Universität im Negev.
Daniel Sivan (Siboni) wurde in Casablanca, Marokko, geboren. Er wanderte 1955 mit seinen Eltern und seinen beiden Brüdern über Marseille nach Israel aus. Die Familie lebte anfangs in Safed. Dort wurde sein jüngster Bruder geboren.
Im August 1967 trat Sivan seinen Militärdienst in den Israelischen Verteidigungskräften (IDF) an. Nach Abschluss seines Militärdienstes zog er nach Ramat Gan.
1970 begann er an der Universität Tel Aviv ein Studium und schloss dieses mit einem Bachelor of Arts in Bibelwissenschaften und Hebräisch ab. Sivan setzte sein Studium fort und erwarb einen Master of Arts in Hebräisch und Semitischen Sprachen. Sivans Doktorarbeit „Grammatik nordwestlicher semitischer Vokabeln in akkadischen Texten aus dem Land Israel und Syrien in der mittleren Bronzezeit“ wurde unter der Leitung von Gideon Goldenberg und Anson Frank Rainey verfasst und 1978 eingereicht.
Sivan wurde während seines Studiums mit der Mifal-HaPayis-Auszeichnung, der Nissim-Gaon-Auszeichnung als auch mit einer Auszeichnung der Recanati-Foundation ausgezeichnet.
Im Oktober 1979 wurde er zum Dozenten am Institut für Hebräische Sprache der Ben-Gurion-Universität im Negev und 1997 zum ordentlichen Professor ernannt.
Von 1986 bis 1990 war Sivan Gastprofessor an der Harvard University und der Brandeis University.
Von 2000 bis 2004 war er Leiter der Abteilung für Hebräische Sprache und während der Amtszeit von Dekan Jimmy Weinblatt Vizedekan der Fakultät für Geistes- und Sozialwissenschaften. Von 1998 bis 2013 war Sivan Vorsitzender des Korim-Verlags der Ben-Gurion-Universität. Während seiner Amtszeit wurden mehr als 150 Titel veröffentlicht. Von 2006 bis 2010 war Sivan Mitglied des Top-Nominierungsausschusses der Ben-Gurion-Universität.
In Zusammenarbeit mit Maya Fruchtman gab Sivan das „Ariel-Wörterbuch“ heraus und verfasste zusammen mit Haim Dihi das aramäisch-hebräische Ariel-Wörterbuch. Beide Wörterbücher wurden vom Korim-Verlag veröffentlicht.
Daniel Sivan war zum zweiten Mal verheiratet und hatte drei Kinder aus einer früheren Ehe.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Sivan, Daniel |
| KURZBESCHREIBUNG | marokkanisch-israelischer Semitist und Hochschullehrer |
| GEBURTSDATUM | 21. August 1949 |
| GEBURTSORT | Casablanca, Marokko |
| STERBEDATUM | 6. August 2026 |
| STERBEORT | Levahim |