Ein Datenblock (lehnübersetzt aus dem englischen data block) ist eine begrenzte, fallweise festgelegte Anzahl von Bits oder Bytes, die eine Transport- oder Verarbeitungseinheit bildet. Historisch bedingt wurde und wird dafür, auf hardwarenaher Ebene der Festplatten und Disketten, auch oft der Begriff Sektor verwendet. Der Blockaufbau und die Blockelemente entsprechen den betreffenden Kommunikationsprotokollen.
Bei der Blockung muss zwischen physikalischer und logischer Blockgröße unterschieden werden. So werden von der Hardware bestimmte Blockgrößen vorgegeben, wobei auf der Ebene der Software ein Vielfaches davon als logische Blockgröße genutzt werden kann, wie beispielsweise vom Dateisystem in einem Betriebssystem. Bei Datenbanken ist die Blockung von Datensätzen ein elementarer Begriff bei der Speicherung von Daten auf Datenträgern, und bezeichnet das Zusammenfassen von mehreren Datensätzen, die dann als eine Einheit – als logischer Block oder Kontrollintervall – verwaltet (z. B. gespeichert) werden.
Aufgrund des Fortschritts der technologischen Entwicklung werden die von der Hardware zur Verfügung gestellten physikalischen Datenblöcke (bei Festplatten die Sektoren, bei SSDs Seiten bzw. pages) inzwischen auch auf Hardwareebene logisch verwaltet, sodass moderne Blockgeräte den Zugriff auf Datenblöcke logisch abstrahieren.
Datenblöcke kommen bei Festplatten und Disketten auf verschiedenen Abstraktionsebenen vor:
Ein Datenblock (kurz Block oder Sektor genannt) ist die kleinste in einem Zugriff les- oder schreibbare Einheit einer Festplatte oder Diskette. Traditionell sind Datenblöcke 29 = 512 Byte groß, was der Clustergröße des Ur-Unix-Dateisystems entspricht; seit ca. 2010 gibt es zunehmend Festplatten mit 212 = 4096-Byte-Datenblöcken, was der Mindestclustergröße moderner Betriebssysteme entspricht. (Für Details dazu und Probleme bei der Umstellung siehe Abschnitt Advanced Format im Artikel Festplattenlaufwerk.)
Jeder Datenblock auf einem Datenträger kann eindeutig adressiert werden, wozu es verschiedene Verfahren gibt:
2352 Byte, entsprechend 1/75 s Audiodaten, ist die Blockgröße bei Audio-CDs. Auch bei der Datenspeicherung z. B. auf CD-ROM (Mode 1) wird diese Blockgröße verwendet. Darin sind außer 2048 Byte = 2 KiB Nutzdaten als praktikabler Datenmenge zusätzliche Fehlerkorrektur- und Synchronisationsdaten enthalten. Sie verringern die Bitfehlerhäufigkeit um etwa das Zehntausendfache gegenüber dem Wert bei Audio-CDs.
In Computernetzen werden Datenblöcke eher als Datenpakete bezeichnet. In den meisten Netzwerkprotokollen ist die Paketlänge variabel, es gibt allerdings häufig Mindest- oder Maximallängen für die Pakete. So muss etwa ein Ethernet-Paket mindestens 72 Byte groß sein. Sind weniger Daten zu senden, so wird das Paket künstlich durch Fülldaten (z. B. Nullen) vergrößert, die vom Empfänger ignoriert werden.
Das SCSI-Protokoll verwendet Datenblöcke, um Befehle zu senden. Es tritt im Computer außer bei SCSI-Laufwerken u. a. auch bei Laufwerken mit wechselbaren Medien auf (CD- und DVD-Laufwerke). Dort werden Datenpakete als Pakete referenziert, die befehlsweise 10, 12 oder 16 Bytes groß sind.