David A. McCormick

David Alan McCormick (* 8. März 1958 in Indiana) ist ein US-amerikanischer Neuropsychologe und emeritierter Professor an der University of Oregon.

Leben

Er wurde als Sohn eines Elektroingenieurs und einer Mathematiklehrerin geboren und wuchs in Indiana auf. Als Jugendlicher erlebte er, wie seine Mutter von ihrem Pferd am Kiefer getreten wurde, was zu Epilepsie und kognitiven Beeinträchtigungen führte. Da er sah, wie sehr der Geist seiner Mutter von ihrem Gehirn abhing, entschied er sich, Psychologie und Neurowissenschaften an der Purdue University zu studieren. Er schloss 1979 sein Doppelstudium mit einem Bachelor of Arts und Bachelor of Science in Mathematik und Physiologischer Psychologie ab. Danach wechselte er an die Stanford University und promovierte 1983 zum Ph.D. in Neurowissenschaften.

Danach arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Postdoktorand an der Stanford University, bevor er eine Assistenzprofessur am Institut für Neurobiologie der Yale University annahm. 1994 wurde er zum ordentlichen Professor an der University School of Medicine der Yale University ernannt und leitete von 1994 bis 1999 die Graduiertenprogramme in Neurobiologie. 2008 wurde er zum Dorys McConnell Duberg Professor für Neurobiologie an der Yale University ernannt. 2017 verlegte er sein Forschungslabor an die University of Oregon, wo er Direktor des Instituts für Neurowissenschaften und Professor für Biologie wurde.

Werk

In seinen frühen Arbeiten entdeckte er mit seinem Doktorvater Richard F. Thompson, dass das Kleinhirn eine entscheidende Rolle bei der klassischen Konditionierung spielt. Seine späteren Forschungsgebiete betrafen die Mechanismen der Hirnrinde, sowohl im Normalzustand als auch bei pathologischen Veränderungen, unter Anwendung verschiedener elektrophysiologischer und moderner Bildgebungsverfahren; dabei arbeitet er an der Schnittstelle zwischen molekularer/zellulärer Ebene und Systemneurowissenschaft. Forschungsziel ist die Beschreibung spontaner und aufgabenbezogener Aktivität in neuronalen Netzwerken des Säugetiergehirns auf zellulärer und Schaltkreisebene, insbesondere im Zusammenhang mit Schlaf-Wach-Zyklen und schnellen Veränderungen im Wachzustand und deren Auswirkungen auf Aufmerksamkeit und Leistungsfähigkeit. Er hat die Grenzen der Bildgebungs- und Aufzeichnungstechniken erweitert, um die elektrischen Verbindungen und Funktionsprinzipien von Gehirnnetzwerken bei Mäusen während der Ausführung verschiedener Aufgaben zu untersuchen. Er nutzte für seine Untersuchungen verschiedene Bildgebungsverfahren (z. B. Weitfeldmikroskopie, Zwei-Photonen-Mesoskop) und elektrophysiologische Techniken (z. B. Ganzzell- und Neuropixel-Ableitung).

Ehrungen/Positionen

Privates

Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Publikationen (Auswahl)

Monografien
Herausgeberschaften
Zeitschriftenartikel/Buchbeiträge

Einzelnachweise

  1. ↑ David McCormick auf University of Oregon, abgerufen am 22. April 2026.
  2. ↑ David McCormick auf Phi Beta Kappa Society, abgerufen am 23. April 2026.
  3. ↑ Dr. David A. McCormick auf American Academy of Arts and Sciences, abgerufen am 23. April 2026.
Personendaten
NAME McCormick, David A.
ALTERNATIVNAMEN McCormick, David Alan (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG US-amerikanischer Neuropsychologe und Professor
GEBURTSDATUM 8. März 1958
GEBURTSORT Indiana