
David Joseph McGuinty (* 25. Februar 1960 in Ottawa, Ontario) ist ein kanadischer Politiker. Seit Mai 2025 ist er Verteidigungsminister im 30. kanadischen Kabinett unter Premierminister Mark Carney. Zuvor, von Dezember 2024 bis März 2025, war er Minister für Staatssicherheit im 29. kanadischen Kabinett unter Premierminister Justin Trudeau. Seit 2004 ist er als Mitglied der Liberalen Partei Kanadas Abgeordneter des Unterhauses für den Bundeswahlkreis Ottawa South.
McGuinty wurde am 25. Februar 1960 in Ottawa, Ontario, geboren. Sein Vater war Dalton McGuinty Sr., der als Professor an der Universität Ottawa tätig war und von 1987 bis 1990 Abgeordneter der Legislativversammlung von Ontario für den Landeswahlkreis Ottawa South war. Im Jahr 1990 verstarb Dalton McGuinty Sr. an einem Herzinfarkt; sein Sohn Dalton McGuinty (der Bruder von David McGuinty) wurde daraufhin in einer Nachwahl als sein Nachfolger in die Legislativversammlung von Ontario gewählt. Dalton McGuinty war später, von 2003 bis 2013, Premierminister von Ontario.
David McGuinty erwarb einen Bachelorabschluss in Anglistik an der Universität Ottawa, einen Bachelor of Laws an der Universität Ottawa, einen Abschluss in Wirtschaftsprivatrecht an der Université de Sherbrooke sowie einen Master of Laws an der London School of Economics and Political Science. Nach seinem Studienabschluss arbeitete er als Anwalt mit Schwerpunkt Umweltrecht und war Präsident einer Denkfabrik, die sich auf nachhaltige Entwicklung spezialisiert hatte.
Bei der Kanadischen Unterhauswahl 2004 wurde McGuinty als Kandidat der Liberalen Partei Kanadas im Bundeswahlkreis Ottawa South benannt. Bei der Wahl erhielt er 25.956 Stimmen (43,8 %) und wurde ins Unterhaus gewählt. Er wurde bei den Wahlen in den Jahren 2006, 2008, 2011, 2015, 2019, 2021 und 2025 wiedergewählt. Nach der Niederlage der Liberalen Partei bei der Unterhauswahl 2006 trat Paul Martin als Parteivorsitzender zurück. McGuinty unterstützte Michael Ignatieff, der beim Parteitag im November 2006 hinter Stéphane Dion den zweiten Platz belegte. Nach Dions Rücktritt im Jahr 2009 übernahm Ignatieff schließlich selbst den Parteivorsitz.
Von September 2010 bis Juni 2011 war McGuinty parlamentarischer Geschäftsführer der Liberalen Partei in Unterhaus. Nach dem schlechtesten Ergebnis, das die Liberale Partei jemals bei der Unterhauswahl 2011 erzielt hatte, trat Michael Ignatieff als Parteivorsitzender zurück. McGuinty galt als potenzieller Kandidat für den Parteivorsitz, lehnte jedoch ab. Im Juni 2011 wurde McGuinty vom Interimsparteivorsitzenden Bob Rae zum Experten der Liberalen Partei für natürliche Ressourcen ernannt. Er bekleidete diese Funktion bis November 2012; dann trat er nach einem Wutausbruch während einer Sitzung eines Ausschusses des Unterhauses zurück, bei dem er Abgeordneten der Konservativen Partei vorwarf, von der Ölindustrie korrumpiert worden zu sein. Ebenfalls im Jahr 2012 war McGuinty als Wahlbeobachter für das National Democratic Institute for International Affairs bei den Parlamentswahlen in der Ukraine tätig.
Von 2017 bis 2024 war McGuinty Vorsitzender des Ausschusses, der die kanadischen Behörden für nationale Sicherheit und Nachrichtendienste beaufsichtigt. Von Dezember 2024 bis Mai 2025 war McGuinty Minister für Staatssicherheit im 29. kanadischen Kabinett unter Premierminister Justin Trudeau. Im Mai 2025 wurde er zum Verteidigungsminister im 30. kanadischen Kabinett unter Premierminister Mark Carney ernannt.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | McGuinty, David |
| ALTERNATIVNAMEN | McGuinty, David Joseph (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | kanadischer Politiker |
| GEBURTSDATUM | 25. Februar 1960 |
| GEBURTSORT | Ottawa, Ontario |