Dawn Shaughnessy

Dawn Shaughnessy, 2013

Dawn Angela Shaughnessy (* 20. Jahrhundert in den USA) ist eine US-amerikanische Chemikerin. Sie war an der Entdeckung von fünf superschweren Elementen mit den Ordnungszahlen 114 bis 118 beteiligt.

Leben und Werk

Shaughnessy ist die Tochter eines Ingenieurs und erhielt 1993 einen Bachelor of Science und promovierte 2000 in Nuklearchemie bei Darleane C. Hoffmann von der University of California, Berkeley. Nach ihrer Promotion forschte sie drei Jahre als Postdoktorandin am Glenn T. Seaborg Institute am Lawrence Berkeley National Laboratory, wo sie das Umweltverhalten von Plutonium und Neptunium untersuchte. 2002 kam sie als Mitglied der Stockpile Radiochemistry Group zum Lawrence Livermore National Laboratory (LLNL). Von dort aus war sie leitende Forscherin des Heavy Element Program, verantwortliche Wissenschaftlerin für radiochemische Diagnostik an der National Ignition Facility und Gruppenleiterin sowohl der Gruppe Nuklear- und Radiochemie in der Abteilung Nuklear- und Chemiewissenschaften als auch der Gruppe Nuklear- und Radiochemie in der Joint High Energy Density Science Organisation.

Sie hat als leitende Forscherin an einer Vielzahl von Projekten in den Bereichen Plasma-Nuklearwissenschaft, Spaltdatenmessungen, Nuklearforensik und Chemie schwerer Elemente mitgewirkt. Von 2018 bis 2019 war sie technische Redakteurin der Laborpublikation Science and Technology Review.

Im Dezember 2015 fügte die International Union of Pure and Applied Chemistry drei neue Einträge zum Periodensystem der Elemente hinzu, die von einem Forscherteam unter der Leitung von Shaughnessy synthetisiert worden waren. In Zusammenarbeit mit dem Joint Institute for Nuclear Research in Russland hat die Gruppe seit 2004 fünf neue „superschwere“ Elemente entdeckt, die die Ordnungszahlen 114 bis 118 tragen, wobei Element 116 nach dem Labor als Livermorium benannt wurde.

Das Team von Shaughnessy sowie die Arbeit des russischen Teams haben bei der Entdeckung von sechs Elementen geholfen, von denen vier offizielle Namen erhielten: Nihonium, benannt nach Japan, das auch Gastgeber eines nuklearchemischen Programms ist; Moscovium, benannt nach Moskau; Tenness, benannt nach Tennessee, dem Standort des Oak Ridge National Laboratory; und Oganesson, benannt nach dem russischen Nuklearchemiker Yuri Oganessian, der das russische Team leitete. Shaughnessys Team half auch bei der Entdeckung von Flerovium, benannt nach Georgi Nikolajewitsch Fljorow.

Ehrungen

Veröffentlichungen

Literatur

Commons: Dawn Shaughnessy – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ shaughnessy2. Abgerufen am 21. Februar 2023 (englisch).
  2. ↑ Meet Dawn Shaughnessy, the Real-Life Alchemist Who Expanded the Periodic Table. 23. November 2018, abgerufen am 21. Februar 2023 (englisch).
  3. ↑ shaughnessy2. Abgerufen am 21. Februar 2023 (englisch).
  4. ↑ DOE recognizes Lab's outstanding mentors | Lawrence Livermore National Laboratory. Abgerufen am 21. Februar 2023 (englisch).
  5. ↑ Dawn Shaughnessy - 2012 - Women's Hall Of Fame - Alameda County. Abgerufen am 21. Februar 2023.
  6. ↑ Researcher cracks top 10 in 'most creative' list | Lawrence Livermore National Laboratory. Abgerufen am 21. Februar 2023 (englisch).
Personendaten
NAME Shaughnessy, Dawn
ALTERNATIVNAMEN Shaughnessy, Dawn Angela
KURZBESCHREIBUNG US-amerikanische Chemikerin
GEBURTSDATUM 20. Jahrhundert