Depenbrock Gruppe

Depenbrock Holding SE & Co. KG
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Rechtsform SE & Co. KG
Gründung 1928
Sitz Stemwede, Deutschland
Leitung
  • Karl-Heinrich Depenbrock
  • Thomas Knöbig
Mitarbeiterzahl 1.400 (März 2024)
Umsatz 749 Mio. Euro (Dezember 2022)
Branche Bauhauptgewerbe, Facility Management
Website www.depenbrock.de
Stand: 3. März 2024

Depenbrock Bau ist ein inhabergeführter mittelständischer Bauunternehmenskonzern, der als Generalunternehmer in den Bereichen des Hoch-, Tief- und Schlüsselfertigbaus tätig ist. Konzernobergesellschaft ist die Depenbrock Holding SE & Co. KG mit Stammsitz im ostwestfälischen Stemwede. Die Unternehmensgruppe führt laut einem Bericht der Allgemeine Bauzeitung 24 Standorte in Deutschland, Polen und Dänemark.

Geschichte

Gründungszeit

Karl Depenbrock gründete 1928 ein Fuhrunternehmen „mit Pferd und Wagen“. Im Jahr 1953 stieg der Sohn und gelernte Speditionskaufmann Karl-Heinz Depenbrock in den Betrieb ein. Er erweiterte das Geschäft um einen Baustoffhandel.

Nachkriegszeit

1961 erfolgten die Gründung von Depenbrock Tiefbau. 1977 übernahm Karl-Heinrich Depenbrock das Unternehmen nach dem plötzlichen Tod seines Vaters. 1987 erweiterte Depenbrock das Geschäft um die Bereiche Hochbau- und Schlüsselfertigbau und übernahm ein Wohnungsbauunternehmenunternehmens in Bohmte. 1997 entstand ein Standort in Langenhagen.

2000er-Jahren

In den 2000er Jahren entstanden Niederlassungen in Bielefeld, Hamburg und im polnischen Posen. Das Geschäftsfeld wurde um die Planung und Errichtung von Industriehallen und Verwaltungsgebäuden erweitert. Im Jahr 2002 erwirtschaftete Depenbrock Bau einen Umsatz von rund 100 Millionen Euro und beschäftigte 450 Mitarbeiter.

2010 folgte die Gründung der Depenbrock Gebäudemanagement, die technische Anlagen betreut. 2011 wurde eine Standort am Frankfurter Flughafen eröffnet. Seit 2016 werden öffentlich-private Partnerschaftsprojekte betreut. 2017 entstanden durch Übernahmen weitere Standorte in Hamburg und Minden.

2020 beschäftigte die Unternehmensgruppe insgesamt 1250 Mitarbeiter, erzielte einen Umsatz von 476 Millionen Euro und die Betriebsleistung der Gruppe betrug 512 Millionen EUR. 2021 entstanden durch Gründung oder Übernahme die Standorte im dänischen Aarhus und Randers sowie in Stadland.

Laut eigenen Angaben hat Depenbrock 2022 das erste deutsche LNG-Terminal in Wilhelmshaven errichtet. Anfang 2026 wurde die Übernahme der Hermanns AG mit Sitz in Kassel durch die Depenbrock Gruppe bekanntgegeben. Im selben Jahr wurde die Depenbrock Spezialtiefbau GmbH & Co. KG mit Sitz in Hannover in das Handelsregister eingetragen.

Unternehmensstruktur

Konzernobergesellschaft der Unternehmensgruppe ist die Depenbrock Holding SE & Co. KG. Das Unternehmen führt mittlerweile neben dem Stammsitz in Stemwede weitere Standorte in 27 deutschen, vier polnischen Orten und zwei dänischen Städten.

Neben dem Geschäftsführer-Gesellschafter Karl-Heinrich Depenbrock führen dessen Kinder die Geschäfte in vierter Generation fort.

Produkte und Dienstleistungen

Die Depenbrock Gruppe bietet Dienstleistungen von der Planung über die Errichtung bis zur Bewirtschaftung von Bauobjekten. Laut einem Bericht der Nordwest-Zeitung vom März 2021 umfassen die angebotenen Leistungen Hoch-, Tief- und Straßenbau sowie Ingenieur-, Hafen- und Wasserbau. Die Depenbrock Gruppe betreibt öffentlich-private Partnerschaften und bietet technische Gebäudeausstattung sowie Gebäudemanagement als Dienstleistungen an.

Ausbildung und Engagement

Neben Berufsausbildung bietet die Depenbrock Gruppe duale Studiengänge in den Bereichen Bauingenieurwesen/Baubetriebswirtschaft und Facility Management an. Im Jahr 2003 beteiligte sich das Unternehmen an der Ausbildungsinitiative des Kreises Minden-Lübbecke. 2007 starteten Depenbrock Bau und die Stemweder-Berg-Schule die „Kooperation Schule – Wirtschaft“.

Auszeichnungen

Einzelnachweise

  1. ↑ Impressum. In: DEPENBROCK. Abgerufen am 31. Mai 2026 (deutsch).
  2. ↑ Strukturierte Nachfolgeregelung: Hermanns AG wechselt zur Depenbrock Gruppe. In: Allgemeine Bauzeitung. 5. Februar 2026, abgerufen am 28. Mai 2026.
  3. 1 2 3 "Wollen weiter wachsen". In: Neue Westfälische. 9. Oktober 2003, abgerufen am 14. Mai 2022.
  4. 1 2 Westfalen-Blatt (Hrsg.): Seit vier Generationen in Familienhand. 3. Januar 2013.
  5. ↑ Karriere bei Depenbrock. In: Karriere im Familienunternehmen. Abgerufen am 16. Mai 2022.
  6. ↑ Depenbrock-Bau jetzt auch in Polen aktiv. In: Neue Westfälische. 12. September 2005, abgerufen am 14. Mai 2022.
  7. ↑ Polen verschafft deutschen Firmen Arbeit. In: Handelsblatt. 26. November 2007, abgerufen am 14. Mai 2022.
  8. ↑ Depenbrock-Bau mit neuer Tochterfirma. In: Neue Westfälische. 17. Februar 2006, abgerufen am 14. Mai 2022.
  9. ↑ Depenbrock Niederlassung in Hamburg. In: Hamburger Abendblatt. 17. Mai 2003, abgerufen am 15. Mai 2022.
  10. ↑ Die Welt (Hrsg.): Wirtschaft Kompakt Bauindustrie - Depenbrock in Hamburg. Nr. 119, 23. Mai 2003, S. 41.
  11. ↑ Gebäudemanagement neu gegründet. In: Neue Westfälische. 17. September 2010, abgerufen am 16. Mai 2022.
  12. ↑ Depenbrock Bau mit neuer Niederlassung. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 23. August 2011, abgerufen am 15. Mai 2022.
  13. ↑ Depenbrock-Bau mit neuer Tochterfirma. In: Neue Westfälische. 17. Februar 2006, abgerufen am 14. Mai 2022.
  14. ↑ Partnerschaft im Bausektor. In: Neue Westfälische. 4. März 2016, abgerufen am 16. Mai 2022.
  15. ↑ Depenbrock übernimmt Wilhelm Becker GmbH. In: Mindener Tageblatt. 15. Mai 2017, abgerufen am 15. Mai 2022.
  16. ↑ PM: Depenbrock Bau übernimmt Becker in | NOZ. In: Neue Osnabrücker Zeitung. 11. April 2017, abgerufen am 15. Mai 2022.
  17. ↑ Nina Kallmeier: Depenbrock baut an Erweiterung des Nord-Ostsee-Kanals mit. In: Neue Osnabrücker Zeitung. 7. Februar 2020, abgerufen am 15. Mai 2022.
  18. ↑ Bundesanzeiger (Hrsg.): Konzernabschluss der Depenbrock GmbH & Co. Verwaltung KG Stemwede zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020. 14. Januar 2022.
  19. ↑ Depenbrock Ingenieurwasserbau ins Leben gerufen. In: Neue Westfälische. 10. Februar 2021, abgerufen am 15. Mai 2022.
  20. 1 2 Spezialisten verschmelzen in der Depenbrock-Gruppe. In: Nordwest-Zeitung. 5. März 2021, abgerufen am 15. Mai 2022.
  21. ↑ Depenbrock übernimmt Teil der Thieling Gruppe. In: nord24. (nord24.de [abgerufen am 21. März 2024]).
  22. ↑ Depenbrock stellt LNG-Terminal in Wilhelmshaven in Rekordzeit fertig. 21. November 2022, abgerufen am 21. März 2024.
  23. ↑ Depenbrock übernimmt Hermanns AG – Nachfolgelösung im Bau-Mittelstand. Abgerufen am 28. Mai 2026.
  24. ↑ Handelsregisterauszug von Depenbrock Spezialtiefbau GmbH & Co. KG aus Hannover (HRA 206925). Abgerufen am 28. Mai 2026.
  25. ↑ Depenbrock zieht's an die Ostsee. In: Neue Westfälische. 20. April 2021, abgerufen am 16. Mai 2022.
  26. ↑ Ausbildung • Depenbrock. In: depenbrock.de. Abgerufen am 24. Juni 2022.
  27. ↑ Duales Studium • Depenbrock. In: depenbrock.de. Abgerufen am 24. Juni 2022.
  28. ↑ Sonja Rohlfing: "Unsere Tür steht offen". In: Neue Westfälische. 14. September 2007, abgerufen am 14. Mai 2022.
  29. ↑ Deutschlands wertvollste Arbeitgeber für das Gemeinwohl. In: Wirtschaftswoche. 17. Oktober 2019, abgerufen am 15. Mai 2022.
  30. ↑ Nachhaltigkeitspreis an drei Projekte aus OWL. In: Neue Westfälische. 12. September 2020, abgerufen am 15. Mai 2022.
  31. ↑ Stemwede hat jetzt eine „Depenbrock-Allee“. In: Westfalen-Blatt. 11. Juli 2024, abgerufen am 5. September 2024.

Koordinaten: 52° 25′ 19,4″ N, 8° 24′ 5,5″ O