| Daten | |
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| Titel: | Der Paria. Trauerspiel in einem Aufzuge. |
| Gattung: | Trauerspiel |
| Originalsprache: | Deutsch |
| Autor: | Michael Beer |
| Uraufführung: | 22. Dezember 1823 |
| Ort der Uraufführung: | Königliches Theater, Berlin |
| Ort und Zeit der Handlung: | Hütte des Paria |
| Personen | |
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Der Paria ist ein Trauerspiel in einem Akt des deutschen Schriftstellers und Dramatikers Michael Beer (1800–1833), des jüngeren Bruders des Komponisten Giacomo Meyerbeer (1791–1864). Mit seinem im Königlichen Theater zu Berlin am 22. Dezember 1823 uraufgeführten Theaterstück Der Paria setzte sich der einer wohlhabenden jüdischen Familie entstammende Berliner Dramatiker für die Emanzipation der Juden ein.
Michael Beer wendet sich darin gegen jede Form von Intoleranz.
Ein bekannter, mit einem Wehklagen Gadhis (des Parias) verbundener Ausspruch aus dem Stück ist: „Dürft’ ich nur Mensch seyn unter Menschen! – ach!“
Der Einakter steht in der Tradition von Lessings (Lustspiel) Die Juden (1749). Darauf bezogen, kann das Drama Michael Beers so gelesen werden, dass Gadhi, der Protagonist des Stücks, den Typus des aufgeklärten Juden darstellt [= Michael Beer], während Maja (Gadhis Frau) den Teil der nicht-jüdischen Bevölkerung repräsentiert, der aufgeschlossen gegenüber Juden ist, wie es etwa in den Berliner Salons der Fall war. Benascar hingegen symbolisiert jene nicht-jüdischen Gruppen, die den Kontakt mit Juden meiden und Vorurteile gegen sie pflegen.
Der Darstellung von Hermann Hettner in der Allgemeinen Deutschen Biographie von 1875 zufolge stellt Der Paria einen „Schmerzensschrei über die Pariastellung des Judenthums“ dar.
Der weitgereiste Beer wurde am Hofe Ludwigs I. von Bayern gefördert und er war mit dem Innenminister Eduard von Schenk befreundet, dem (posthumen) Herausgeber seiner Sämtlichen Werke. Goethe schätzte sein Werk.