Detlev Blanke (* 30. Mai 1941 in Neumünster; † 20. August 2016 in Berlin) war Dozent für Interlinguistik an der Humboldt-Universität zu Berlin.
Nach Studium und Tätigkeit als Lehrer für Deutsch und Erdkunde promovierte er 1976 bei Viktor Falkenhahn (Humboldt-Universität zu Berlin) und vollendete 1985 die Promotion B. Er war Mitbegründer und von 1970 bis 1990 Sekretär der Fachgruppe Interlinguistik/Esperantologie Im Deutschen Kulturbund (ab 1974 Kulturbund der DDR). Vorsitzende der Fachgruppe waren 1970–1981 Viktor Falkenhahn (1903–1987), 1981–1986 Georg Friedrich Meier (1919–1992) und 1987–1990 Ronald Lötzsch (1931–2018). Er gründete die Gesellschaft für Interlinguistik und war von 1991 bis 2011 ihr Vorsitzender und danach ihr Ehrenvorsitzender. Sein besonderes Interesse galt der linguistischen Untersuchung des Entwicklungsprozesses vom Sprachprojekt zur Sprache, insbesondere am Beispiel der Plansprache Esperanto, terminologischen und soziolinguistischen Fragen. Unter anderem hat er sich mit dem Wirken von Eugen Wüster für die internationale Terminologienormung und mit der Rolle des Esperanto in der Arbeiterbewegung des 20. Jahrhunderts auseinandergesetzt.
Von 1970 bis 1990 war er Redakteur von der esperantist, der in der DDR herausgegebenen Esperanto-Zeitschrift. Außerdem war er von 1968 bis 1990 Sekretär des Esperanto-Verbandes im Kulturbund der DDR; von 1990 bis zur Vereinigung mit dem Deutschen Esperanto-Bund 1991 war er stellvertretender Vorsitzender des Esperanto-Verbandes.
Aus Detlev Blankes erster Ehe stammt seine Tochter Katrin Blanke. In zweiter Ehe war Blanke mit Wera Blanke verheiratet.
| Personendaten | |
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| NAME | Blanke, Detlev |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Interlinguist und Hochschullehrer |
| GEBURTSDATUM | 30. Mai 1941 |
| GEBURTSORT | Neumünster |
| STERBEDATUM | 20. August 2016 |
| STERBEORT | Berlin |