Detlev Brunner

Detlev Brunner (* 14. September 1959 in Weißenburg in Bayern) ist ein deutscher Historiker.

Leben

Brunner studierte von 1978 bis 1985 Neuere und Mittelalterliche Geschichte und Soziologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Freien Universität Berlin. 1991 wurde er am Institut für Geschichtswissenschaft der Technischen Universität Berlin mit der Dissertation Bürokratie und Politik des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes 1918/19 bis 1933 zum Dr. phil. promoviert.

Danach arbeitete er am Institut zur Erforschung der europäischen Arbeiterbewegung der Ruhr-Universität Bochum und war Lehrbeauftragter an der TU Berlin. 1998 wechselte er an das Historische Institut der Universität Rostock und habilitierte sich 2004 bei Werner Müller an der dortigen Philosophischen Fakultät mit der Arbeit Der Schein der Souveränität. Landesregierung und Besatzungspolitik in Mecklenburg-Vorpommern 1945–1949. Danach lehrte er als Privatdozent in Rostock. Von 2007 bis 2009 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte in Berlin. Von 2010 bis 2017 vertrat er den Lehrstuhl für Neuere und Zeitgeschichte (Professur Günther Heydemann) an der Universität Leipzig. Seit 2019 ist er außerplanmäßiger Professor am Lehrstuhl für Geschichte des 19. bis 21. Jahrhunderts (Dirk van Laak). Seine Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte sozialer Bewegungen und die Geschichte Ostdeutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg.

Brunner ist Vertrauensdozent der DGB-nahen Hans-Böckler-Stiftung, Mitglied des Gesprächskreises Sozial- und Wirtschaftsgeschichte beim Vorsitzenden des Deutschen Gewerkschaftsbundes und Vorsitzender der Johannes-Sassenbach-Gesellschaft.

Schriften (Auswahl)

Monografien
Herausgeberschaften