Detlev Schauwecker

Detlev Schauwecker (* 23. Dezember 1941 in Berlin) ist ein deutscher Japanologe und emeritierter Professor der Kansai-Universität in Osaka, Japan.

Leben

Nach einem Studium der Japanologie, Sinologie und Germanistik an Universitäten in Berlin, Hamburg und Universität Marburg promovierte er 1973 in Marburg mit Studien zu Chikamatsu Monzaemon – Zwei bürgerliche Puppenspiele. Sprachlicher Stil und Struktur. Seine akademischen Lehrer waren Wolf Hänisch, Horst Hammitzsch und Oscar Benl.

1974 siedelte Schauwecker nach Japan über. Hier wirkte er zunächst für zwei Jahre als Assistenzprofessor an der Fremdsprachenhochschule Kyoto (Kyōto Gaikokugo Daigaku). 1977 wechselte er zur Kansai-Universität in der Präfektur Osaka, einer der größten privaten Universitäten Westjapans, wo er bis 1981 als Assistenzprofessor, danach als Professor lehrte. 2007 wurde er emeritiert.

Schauwecker veröffentlichte zahlreiche Publikationen zu theater- und missionsgeschichtlichen Themen unter dem Aspekt west–östlicher Beziehungen. Er war zeitweise Leiter der Zweiggruppe Kobe der Deutschen Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens (OAG).

Trivia

Im Jahr 2002 leitete er die erstmalige japanische Aufführung des Japonesenspiels Titus Ukondonus, mit Musik von Michael Haydn, in Hiyoshi-chō, Kyoto-fu; er spielte dabei Flöte im Orchester. Später betreute er dort Opern: Chr. W. Glucks Der betrogene Kadi und B. Brechts Die Dreigroschenoper.

Schriften (Auswahl)

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Inter Religio Nr. 42 (Herbst 2002), Seite 40.
  2. ↑ "ティトス右近 (Titus Ukondonus). Youtube-Video, abgerufen am 18. Dezember 2019
Personendaten
NAME Schauwecker, Detlev
ALTERNATIVNAMEN デトレフ・シャウヴェッカー (japanisch)
KURZBESCHREIBUNG deutscher Japanologe
GEBURTSDATUM 23. Dezember 1941
GEBURTSORT Berlin