Dianthus fruticosus

Dianthus fruticosus
Systematik
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Nelkengewächse (Caryophyllaceae)
Unterfamilie: Caryophylloideae
Tribus: Caryophylleae
Gattung: Nelken (Dianthus)
Art: Dianthus fruticosus
Wissenschaftlicher Name
Dianthus fruticosus
L.

Dianthus fruticosus ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Nelken (Dianthus) innerhalb der Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae).

Beschreibung

Dianthus fruticosus subsp. fruticosus, Illustration aus Sibthorp & Smith: Flora Graeca. Band 5, Tafel 407
Dianthus fruticosus subsp. creticus (als Dianthus arboreus), Illustration aus Sibthorp & Smith: Flora Graeca. Band 5, Tafel 406

Vegetative Merkmale

Dianthus fruticosus ist ein Zwergstrauch, dessen Blütentriebe Längen von 2 bis 50 Zentimeter erreichen. Die oberirdischen Pflanzenteile sind kahl. Sie weist viele dicht beblätterte und nicht blühende sowie entfernt beblätterte und blühende Triebe auf. Die sehr variablen Laubblätter sind 1 bis 8 Millimeter breit und flach-lederig bis stielrund-fleischig.

Generative Merkmale

Die Blütezeit reicht von Juni bis September. Der Blütenstand enthält 5 bis 20 Blüten. Der Kelch ist 12 bis, meist 18 bis 25 Millimeter groß und röhrig bis schmal-spindelförmig. Es sind 2 oder 6 bis 30 Außenkelchblätter vorhanden. Die obersten Außenkelchblätter sind breit-verkehrt-eiförmig, elliptisch bis fast rund und meist zugespitzt. Die unteren Außenkelchblätter sind manchmal kleiner. Die Krone ist (gelblich-)rosafarben bis purpurrot und an ihrem Grund ist ein dunkel gezeichneter, bärtiger Fleck vorhanden, ihr oberes Ende ist locker grob gezähnt.

Vorkommen

Dianthus fruticosus kommt in der Ägäis auf griechischen Inseln vor. Dianthus fruticosus wächst auf Kalkfelswänden in Höhenlagen von 0 bis 400 Meter.

Taxonomie und Systematik

Diabnthus fruticosus wurde 1753 von Carl von Linné in Species Plantarum, Band 1, Seite 418 erstbeschrieben.

Je nach Autor gibt es von der Art Dianthus fruticosus etwa acht Unterarten unterschieden. Mit ihrer Systematik hatte sich besonders der schwedische Botaniker Hans Runemark (1927–2014) befasst.

Quellen

Literatur

  • Ralf Jahn, Peter Schönfelder: Exkursionsflora für Kreta. Mit Beiträgen von Alfred Mayer und Martin Scheuerer. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 1995, ISBN 3-8001-3478-0, S. 91–92.

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 5 6 7 8 Hans Runemark: Studies in the Aegean flora XXIII. The Dianthus fruticosus complex (Caryophyllaceae). In: Botaniska Notiser. Band 133, Nr. 4, 1980, S. 475–490.
  2. 1 2 Arne Strid: Dianthus. In: Arne Strid, Kit Tan (Hrsg.): Flora Hellenica. Volume One (Gymnospermae to Caryophyllaceae). Koeltz Scientific Books, Königstein 1997, ISBN 3-87429-391-2, S. 363–365.
  3. 1 2 Jaakko Jalas, Juha Suominen (Hrsg.): Atlas Florae Europaeae. Distribution of Vascular Plants in Europe. 7. Caryophyllaceae (Silenoideae). Akateeminen Kirjakauppa, The Committee for Mapping the Flora of Europe & Societas Biologica Fennica Vanamo, Helsinki 1986, ISBN 951-9108-06-8, S. 201.
  4. ↑ Adam Boratyński, Anna Tomlik, Jerzy Zieliński: Hypericum aegyptiacum L. and Dianthus fruticosus L. on the island of Zakinthos (Greece). In: Arboretum Kórnickie. Band 34, 1991, S. 55–63.