| Strukturformel | |||||||||||||
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| Allgemeines | |||||||||||||
| Name | Diatretin II | ||||||||||||
| Andere Namen |
(2E)-7-Cyan-2-hepten-4,6-diinsäure (IUPAC) | ||||||||||||
| Summenformel | C8H3NO2 | ||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | |||||||||||||
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| Eigenschaften | |||||||||||||
| Molare Masse | 145,11 g·mol−1 | ||||||||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||||||||
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| Toxikologische Daten | |||||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | |||||||||||||
Diatretin II ist ein natürlich vorkommendes Antibiotikum. Strukturell handelt es sich um eine stark ungesättigte Carbonsäure, die eine Doppelbindung, zwei Dreifachbindungen und eine Nitrilgruppe aufweist.
Nach seiner Entdeckung wurde die Verbindung zunächst irrtümlicherweise für ein Amid statt ein Nitril gehalten.

Diatretin II wurde aus dem Fleischfalben Trichterling (Gattung Trichterlinge) isoliert. Die Verbindung kommt auch im Violetten Rötelritterling vor.
Diatretin II wirkt antibakteriell gegen Streptococcus pyogenes, Staphylococcus aureus, Bacillus subtilis und andere Bakterienarten. Es wirkt auch fungizid gegen verschiedene Pilzarten, hierzu sind allerdings höhere Konzentrationen nötig als für die antibakterielle Wirkung.
Die Verbindung kann ausgehend von (E)-Pent-2-en-4-in-1-ol und Propiolnitril synthetisiert werden. Dazu werden beide Verbindungen in die jeweiligen Kupfer-Acetylide überführt und mittels Kaliumhexacyanidoferrat(III) oxidativ gekuppelt. Der erhaltene Alkohol kann mit Chromschwefelsäure zu Diatretin II oxidiert werden.