| Film | |
| Titel | Dick und Jane |
|---|---|
| Originaltitel | Fun with Dick and Jane |
| Produktionsland | Vereinigte Staaten |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 2005 |
| Länge | 87 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Produktionsunternehmen |
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| Stab | |
| Regie | Dean Parisot |
| Drehbuch | |
| Produktion | |
| Musik | Theodore Shapiro |
| Kamera | Jerzy Zieliński |
| Schnitt | Don Zimmerman |
| Besetzung | |
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Dick und Jane (Originaltitel Fun with Dick and Jane; dt. Taglines Zu allem bereit, zu nichts zu gebrauchen und Besser gut klauen als schlecht verdienen) ist eine US-amerikanische Filmkomödie des Regisseurs Dean Parisot mit Jim Carrey und Téa Leoni in den Titelrollen. Der Film ist eine Neuverfilmung von Das Geld liegt auf der Straße (1977) mit George Segal sowie Jane Fonda und erschien 2005 zu eher schlechten Kritiken.
Dick Harper ist ein aufstrebender Mitarbeiter im Bereich Öffentlichkeitsarbeit des Unternehmens Globodyne, seine Frau Jane arbeitet in einem Reisebüro. Die beiden haben eine mexikanische Haushälterin, die sich fast ganz alleine um ihren Sohn kümmert, weswegen er hauptsächlich spanisch spricht. Als Dick überraschend zum neuen PR-Chef und Vice President befördert wird, kann seine Frau ihren unerfreulichen Job kündigen und die Zukunft der Familie sieht rosig aus. Doch bereits während des ersten Fernsehinterviews, bei dem der unvorbereitete Dick Rede und Antwort stehen muss, stellt sich heraus, dass Globodyne bankrott ist. Die Aktien der Firma fallen ins Bodenlose und Dick, wie auch seine gesamten Kollegen, werden daraufhin arbeitslos.
Das Paar ist bei der folgenden Arbeitsuche über Monate alles andere als erfolgreich. Nach und nach geht Dick und Jane das Geld aus und sie müssen sogar ihren Hausrat verkaufen. Der Strom wird abgestellt und da sie auch kein Wasser mehr bekommen, stellen sie sich eingeseift vor die Rasensprenkler der Nachbarn. Dann starten sie eine Serie von Raubüberfällen, die anfänglich wenig erfolgreich verläuft – doch bald darauf werden sie immer besser und können sich einen guten Lebensstandard finanzieren. Allerdings bekommen sie kalte Füße, als eine Reihe früherer Kollegen wegen ähnlicher krimineller Aktivitäten verhaftet werden. Überdies will die Staatsanwaltschaft nach erfolgreicher Verurteilung des ehemaligen Globodyne-Finanzdirektors Frank Bascombe nun auch den ehemaligen PR-Chef, also Dick, anklagen.
Wenige Tage vor Antritt seiner Haftstrafe verrät Bascombe Dick den Grund für die Pleite seines Arbeitgebers: Der Vorstandsvorsitzende Jack McCallister hatte riesige Summen aus der Unternehmenskasse für sich abgezweigt. Mit Bascombes Hilfe gelangen Dick und Jane trickreich an die auf einer Bank deponierten rund 400 Millionen US-Dollar. Das Geld leiten sie in einen Pensionsfonds für die ehemaligen Mitarbeiter von Globodyne, während der Ex-Boss leer ausgeht.
| Quelle | Bewertung |
|---|---|
| Rotten Tomatoes (Tomatometer) | 29 % |
| Metacritic (Metascore) | 47/100 |
| AllMovie | |
| CinemaScore | B |
| Lexikon des internationalen Films | |
| Prisma |
Dick und Jane erhielt ein eher schlechtes Presseecho, was sich auch in den Auswertungen US-amerikanischer Aggregatoren widerspiegelt. So erfasst Rotten Tomatoes überwiegend kritische Besprechungen und ordnet den Film damit als „Gammelig“ ein. Laut Metacritic fallen die Bewertungen im Mittel „Durchwachsen oder Durchschnittlich“ aus.
„Überzeugend gespielte Neuverfilmung der Komödie Das Geld liegt auf der Straße (1977), die hübsche satirische Seitenhiebe auf den ‚American way of life‘ austeilt und sich dabei nahtlos in die aktuelle Post-New-Economy-Ära einfügt.“
„In Dean Paritsots Slapstick-Komödie Dick und Jane wird eine kritische Betrachtung der unternehmerischen Raffgier und des Spießertums mit angenehm viel Humor kombiniert.“
„Was noch als halbwegs spaßige Sozialsatire beginnt, kippt mehr und mehr in eine überkandidelte, nervige Klamotte. Wer die One-Man-Shows vom dauergrimassierenden Jim Carrey mag, ist hier gut aufgehoben. Für den Rest gilt: einige witzige Gags machen noch keinen guten Film. So war hier der zweite Teil des deutschen Untertitels schon eine weise Voraussicht.“
Die Titel Dick & Jane und Fun with Dick and Jane beziehen sich auf eine US-Lesefibel-Reihe bzw. einen Band daraus, die von den 1930er bis in die 1970er Jahre eingesetzt wurden. Für die Rolle der Jane war ursprünglich Cameron Diaz vorgesehen, die jedoch aus Zeitgründen aus dem Filmprojekt ausschied.
Der Film startete am 21. Dezember 2005 in den US-Kinos sowie am 5. Januar 2006 in Deutschland, wo er rund 900.000 Zuschauer in die Kinos lockte. Gegenüber einem geschätzten Budget von 100 Mio. US-Dollar spielte er an den weltweiten Kinokassen knapp 205 Mio. US-Dollar ein, davon 110 Mio. US-Dollar in Nordamerika. Inflationsbereinigt entspricht dies inzwischen Gesamteinnahmen von etwa 329 Mio. US-Dollar.
Das fiktive Unternehmen Globodyne und sein im Film beschriebener Untergang bilden eine direkte Parodie auf verschiedene Unternehmen zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Der Film endet damit, dass ein ehemaliger Kollege von Dick Harper nun bei Enron arbeite und dort viel Geld verdiene. Enron ging 2001 nach umfangreichen Bilanzfälschungen in Konkurs und verursachte mit Verlusten von über 60 Milliarden Dollar einen der größten Skandale der US-Wirtschaftsgeschichte. Nach dieser letzten Szene beginnt der Abspann mit einem satirischen Dank an die Geschäftsführer von Enron, WorldCom, Tyco, Adelphia, ImClone Systems, Arthur Andersen, Cendant und HealthSouth.