Petra Gell, Mela Kaltenegger, Susanna Schwarz und Maria Wetter lernten sich als Studentinnen der Malerei an der Akademie der bildenden Künste Wien kennen, wo sie bereits 4 Grazien genannt wurden. Sie absolvierten ihr Studium bei Gunter Damisch mit Magister-Abschluss. Im Jahr 2002 schlossen sie sich als Künstlerinnenkollektiv zusammen und bezogen ein gemeinsames Atelier in Wien-Neubau.
Der Name der Gruppe erinnere sie an die „Fotografie-Performance-Gang“ Die Damen, die in den 1980er Jahren mit Selbstinszenierungen bestehende Sexismen aufgezeigt haben, so Nina Schedlmayer 2009 im Art Magazin. Im Unterschied dazu schienen sich die 4 Grazien mit ihrer Ausstellung Salon Gier „weitgehend in die nicht gerade neue Innerlichkeit – Stimmung: heiter bis wolkig – zurückzuziehen“. 2014 nahm das Künstlerinnenkollektiv an der großen Ausstellung Idol. Prähistorische und zeitgenössische Frauenbilder im Künstlerhaus Wien, die 2015 auch in München gezeigt wurde, mit einer Videoarbeit teil, in der Die 4 Grazien „auf einem Hausdach als Girlgroup(ies) einen stierköpfigen Zeus“ umtanzen. In der Wiener Zeitung beschrieb Peter Zawrel Die 4 Grazien 2016 als Girl Group, deren Videos „unterhaltsame Demontagen männlicher Verklärungen“ seien.
Ausstellungen (Auswahl)
2004: Club Lungo – Der Genuss der schönen Welt, Galerie Artothek "Alte Schmiede", Wien
2013: Out of the Dark, Galerie Peithner-Lichtenfels, Wien
2013: Great Balls of Austria, Gruppenausstellung zeitgenössischer österreichischer Künstler mit Unterstützung der Österreichischen Botschaft, Contemporary Art Meeting Point (Camp), Athen
2014: Das Eine, mo.ë Wien
2014: Idol – Prähistorische und zeitgenössische Frauenbilder, Künstlerhaus Wien
2015 Idol, Rathausgalerie, Kunsthalle am Marienplatz München
2018: Kunst auf Rezept – art on prescription – art sur ordonnance, Musée du quai Branly, Paris
2018: Paradise Girls – 4 weibliche zeitgenössische Kunstpositionen im Miteinander: Die 4 Grazien, Edelgard Gerngross, Sophie Tiller und Valentina Wecerka. Vienna Art Week