| Film | |
| Titel | Die Cousins |
|---|---|
| Produktionsland | BRD in Koproduktion mit der DDR |
| Originalsprache | Deutsch / auch spanische Untertitel verfügbar |
| Erscheinungsjahr | 1988 |
| Länge | 90 Minuten |
| Altersfreigabe |
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| Produktionsunternehmen | Igelfilm GmbH Hamburg |
| Stab | |
| Regie | Rainer Ackermann, Christian Lehmann, Thomas Plenert (Kameramann) |
| Drehbuch | Rainer Ackermann, Mitarbeit Richard Ritterbusch |
| Produktion | Christian Lehmann (Christian Lehmann-Feddersen), Hamburg |
| Musik | Luis Lach |
| Kamera | Thomas Plenert |
| Schnitt | Viktoria Dietrich |
Die Cousins ist ein Dokumentarfilm von Rainer Ackermann, Christian Lehmann und Thomas Plenert von 1988. Er wurde von der Igelfilm GmbH, Hamburg, in Zusammenarbeit mit dem DEFA-Studio für Dokumentarfilme produziert und vom Norddeutschen Rundfunk (NDR) kofinanziert.
Um den Jahreswechsel 1936/37 gehen drei junge Hamburger aus dem dänischen Exil nach Spanien, um dort an der Seite der Republik gegen die Franco-Putschisten zu kämpfen. Viktor und Bruno Prieß sind Brüder. Heinz Prieß ist ihr Cousin. Bruno fällt in der Schlacht am Ebro.
Die Lebenswege von Viktor und Heinz trennen sich 1942 in der französischen Internierung. Heinz kämpft in der Résistance, ist nach dem Krieg Redakteur der »Hamburger Volkszeitung«, siedelt 1951 in die DDR über. Viktor bleibt zunächst in Nordafrika interniert, wird dann in der Sowjetunion als Fallschirmspringer für die letzte Phase des Krieges ausgebildet, gerät in Konflikt mit der KPD und der KPdSU, erhält 25 Jahre Lagerhaft in Sibirien. Seit 1956 lebt er wieder in Hamburg.
Nach 50 Jahren reisen die Cousins noch einmal nach Spanien.
Das Filmteam, das sie bei ihrer Reise und der schweren Arbeit des Erinnerns begleitet, lebt, wie die Cousins, zum Teil in der DDR und in der BRD.
So entstand der erste unabhängig produzierte Dokumentarfilm aus einem gemeinsamen Anliegen und der engen Zusammenarbeit von Filmkollegen aus beiden deutschen Staaten. Ein ungewöhnliches Unternehmen, das gleichermaßen aus der Bundesrepublik und der DDR unterstützt wurde.
Die Cousins wurde vom DEFA-Dokumentarfilmer Rainer Ackermann (Babelsberg / DDR) zusammen mit dem freischaffenden Dokumentarfilmer Christian Lehmann (Hamburg / BRD) und Thomas Plenert (Berlin / DDR) gedreht. Er entstand in Koproduktion der unabhängigen Filmproduktion Igelfilm GmbH, Hamburg, mit dem DEFA Studio für Dokumentarfilme, Babelsberg. Fördergelder gaben das Hamburger Filmbüro, das Filmbüro Nordrhein-Westfalen und das Kuratorium Junger Deutscher Film aus Wiesbaden. Auf der Grundlage des gerade vereinbarten Kulturabkommens der beiden Deutschen Staaten war es im Bereich des Films die erste deutsch-deutsche Koproduktion.
Die Uraufführung fand am 3. September 1988 in Hamburg statt. Die westdeutsche Film- und Medienbewertung vergab das Prädikat Wertvoll. Der Film wurde 2024 in einer Sonderveranstaltung der Internationalen DokWoche Hamburg und ebenfalls 2024 im Berliner Kino Babylon bei einer Retrospektive von Filmen des verstorbenen Kameramanns Thomas Plenert wieder aufgeführt. 2026 lief er, anlässlich des 90. Jahrestages des Spanischen Bürgerkriegs, in der Programmwoche "A las Barricadas!" im Berliner Kino Brotfabrik. Im September 2026 wird er im Kulturforum der Stadtgalerie Kiel und im Hamburger Lichtmess Kino zu sehen sein.