Die Fliege 2

Film
Titel Die Fliege 2
Originaltitel The Fly II
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1989
Länge ca. 100 Minuten
Altersfreigabe
Stab
Regie Chris Walas
Drehbuch Mick Garris, Jim Wheat, Ken Wheat, Frank Darabont
Produktion Stuart Cornfeld, Steven-Charles Jaffe
Musik Christopher Young
Kamera Robin Vidgeon
Schnitt Sean Barton
→ Besetzung und Synchronisation →
Chronologie

Die Fliege 2 ist ein US-amerikanischer Horrorfilm aus dem Jahr 1989 von Regisseur Chris Walas und die Fortsetzung des Films Die Fliege von David Cronenberg, der auf der Kurzgeschichte Die Fliege von George Langelaan basiert. Der Film handelt von dem Sohn eines teleportationsbedingten Mensch-Fliege-Hybriden, welcher aufgrund eines genetischen Defekts rasend schnell altert und schließlich dieselbe Mutation durchlebt wie sein Vater.

Handlung

Im Labor der Firma Bartok Inc. kommt Martin Brundle, der Sohn von Seth Brundle (Vorgeschichte siehe Die Fliege), zur Welt. Seine Mutter Veronica Quaife stirbt bei der Geburt. Martin entwickelt sich extrem schnell und verfügt über eine enorme Intelligenz, doch er leidet unter den gefängnisähnlichen Bedingungen seiner Zwangsisolation.

Die Firma Bartok hat früher Martins Vater Seth bei dessen Experimenten über die Teleportation unterstützt und versucht bislang erfolglos, die dafür entwickelte Technologie zu perfektionieren. Bei seinen nächtlichen Streifzügen durch das Labor freundet sich Martin mit einem Versuchshund an und muss später mit ansehen, wie dieser Hund bei einem Fehlversuch in ein deformiertes Monster verwandelt wird. Mit fünf Jahren ist Martin ein ausgewachsener Mann und arbeitet für Bartok. Er entdeckt seinen Hang zum weiblichen Geschlecht in Form seiner Kollegin Beth Logan. Zusammen vollenden sie das Werk von Martins Vater und machen den Teleporter funktionstüchtig.

Mit der Zeit beginnt Martin sich zu verändern und beim Durchstöbern alter Videoaufzeichnungen erfährt er vom Schicksal seines Vaters, der sich durch Verschmelzung mit einer Fliege in eine neue Lebensform verwandelt hat. Dieses Schicksal wartet ebenso auf Martin. Er entwickelt zwar eine Heilungsmethode, doch muss er dabei mit einem gesunden Organismus verschmelzen, welcher dann seinerseits den Gendefekt von Martin übernimmt.

Als Martin dem wahren Grund seines Aufenthaltes bei Bartok auf die Spur kommt (man will mit seiner mutierten Lebensform Geld verdienen), ergreift er mit seiner Freundin Beth die Flucht. Das Pärchen versteckt sich in einem Motel. Als Martin sich jedoch verpuppt, gibt Beth den Aufenthaltsort der beiden an den Firmenchef Anton Bartok durch. Im Labor erlebt Martin dann seine zweite Geburt, und als monströser Fliege-Mensch-Zwitter rächt er sich an seinen Peinigern, die ihn zeit seines Lebens gequält haben. Im Showdown des Films gelingt ihm die Genverschmelzung mit Anton Bartok persönlich und Martin, der sich zurück in einen normalen Menschen transformiert, ist geheilt. Direktor Bartok dagegen verwandelt sich durch die Teleportation in eine schreckliche Kreatur, die fortan von wissenschaftlichen Forschern wie ein wildes Tier als Forschungsprojekt in einem dunklen Gehege gehalten wird und der man regelmäßig einen Napf mit Nahrung vorsetzt.

Hintergrund

Besetzung und Synchronisation

Die deutsche Synchronisation wurde von der Berliner Synchron GmbH in Berlin unter der Dialogregie von Tobias Meister ausgeführt. Für das Dialogbuch war Andreas Pollak verantwortlich.

Rolle Darsteller Synchron­sprecher
Martin Brundle Eric Stoltz Frank Schaff
Beth Logan Daphne Zuniga Rebecca Völz
Anton Bartok Lee Richardson Wolfgang Völz
Stathis Borans John Getz Rüdiger Joswig
Dr. Shepard Frank C. Turner Uwe Paulsen
Dr. Jainway Ann Marie Lee
Scorby Garry Chalk Raimund Krone

Veröffentlichung

Der Film startete am 25. Mai 1989 in den deutschen Kinos.

Der Film erhielt in Deutschland von der FSK ursprünglich eine Altersfreigabe ab 18 Jahren und wurde indiziert. Daher wurde eine um rund zwei Minuten gekürzte Fassung angefertigt, die eine Freigabe ab 16 Jahren erhielt und auch im Free-TV gezeigt werden durfte. 2003 wurde der Film vom Index gestrichen; 2011 erhielt die ungekürzte Fassung nach einer Neuprüfung eine Freigabe ab 16 Jahren. Seit der Novelle des Jugendschutzgesetzes im Jahr 2003 schützt eine Altersfreigabe den Film vor einer erneuten Indizierung.

Kritiken

Quelle Bewertung
Rotten Tomatoes (Tomatometer) 33 %
Metacritic (Metascore) 36/100
Filmstarts SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol
IGN SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol

Leonard Maltin’s Movie & Video Guide 1999 verriss den Film: "Ein Fall von ‚Wie der Vater, so der Sohn‘; dumm nur, dass Regisseur Walas nicht wie David Cronenberg ist. (…) Abwechselnd stumpfsinnig und schlampig."

Lexikon des internationalen Films kritisierte: "Fortsetzung eines Horror-Hits, die dramaturgisch auf schlichte Gut-Böse-Konflikte setzt und mit überbetonten Ekel-Szenen vergeblich Spannung erzeugen will. Selbst für Genre-Freunde eine Enttäuschung."

Filmstarts urteilt, Darsteller Eric Stoltz gelinge es, dem unter merkwürdigen Umständen aufgewachsenen Martin passendes Leben einzuhauchen, doch die Story münde in einer absehbaren Aneinanderreihung des Nächstliegenden, was im Gegensatz zum Vorgänger nicht so faszinierend aufbereitet sei. Ab der sich abzeichnenden Metamorphose werde der Film zum reinen Effekthascher, was aber immer noch gut anzusehen sei. Dank einem im Gesamten funktionierenden Drehbuchkonzept werde aus dem zweiten Teil zumindest kein Desaster.

Einzelnachweise

  1. ↑ Freigabebescheinigung für Die Fliege 2. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK-Nummer: 61746/V; abgerufen am 17. April 2026).
  2. 1 2 3 Trivia
  3. ↑ Die Fliege 2 - Die Geburt einer neuen Generation. In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 7. Juli 2026.
  4. ↑ Fliege II, Die bei schnittberichte.com; abgerufen am 5. August 2011.
  5. ↑ Die Fliege 2 erhält nach Neuprüfung FSK 16-Freigabe; schnittberichte.com vom 5. August 2011; abgerufen am 5. August 2011.
  6. ↑ Die Fliege 2. In: Rotten Tomatoes. Fandango, abgerufen am 20. September 2024 (englisch, aggregiert aus 18 Kritiken).
  7. ↑ Die Fliege 2. In: Metacritic. Abgerufen am 23. Januar 2024 (englisch, aggregiert aus 15 Kritiken).
  8. ↑ Stefan Ludwig: Die Fliege II. In: Filmstarts. Abgerufen am 7. Juli 2026.
  9. ↑ Peter Schorn: The Fly II: Collector's Edition. In: IGN. 13. Dezember 2018, abgerufen am 7. Juli 2026 (englisch).
  10. ↑ Leonard Maltin (Hrsg.): Leonard Maltin’s Movie & Video Guide 1999. Signet (Penguin), New York 1998, ISBN 0-451-19582-5, S. 460: „A case of ’like father, like son‘ too bad director Walas isn’t like David Cronenberg (…) Alternately dull and messy but mostly dull (…).“
  11. ↑ Die Fliege 2. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 2. März 2017.
  12. ↑ Die Fliege II. In: Filmstarts. Abgerufen am 7. Juli 2026.
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