Dieter Faulseit (* 24. Mai 1930 in Leipzig; † 28. Mai 2016) war ein deutscher Sprachwissenschaftler, Sprachpfleger und Autor mehrerer Sachbücher, zudem war er Mitherausgeber des Handbuchs für schreibende Arbeiter, einer theoretischen Grundlage der Bewegung schreibender Arbeiter.
Faulseit promovierte 1963 in Leipzig mit der Dissertation Die Darstellung der Figuren (speziell Figurentechnik) in den beiden Romantrilogien Feuchtwangers. (Wartesaal-Trilogie und Josephus-Trilogie).
Er verfasste mehrere Stilratgeber, einige davon gemeinsam mit Gudrun Kühn oder Dietrich Lade. Ulla Fix macht an zwei gemeinsam mit Gudrun Kühn verfassten Stilratgebern eine Tendenz zur ideologischen Einflussnahme fest: Während sie das 1961 veröffentlichte Buch Stilistische Mittel und Möglichkeiten der deutschen Sprache als „gelungene Sammlung von Stilbeispielen aus der schönen Literatur mit gut nachvollziehbaren stilistischen Kommentaren“ beschreibt, kritisiert sie am 1974 erschienenen und dem 25. Jahrestag der DDR gewidmeten Buch Die Sprache des Arbeiters im Klassenkampf das „ideologische Bewerten der öffentlichen Sprache“ sowie „Urteile, die man nicht mehr ernst nehmen kann“.
Der Stilratgeber Gutes und schlechtes Deutsch: Einige Kapitel praktischer Sprachpflege erschien in zahlreichen Auflagen im Verlag VEB Bibliographisches Institut und basiert auf der Sendereihe Gutes und schlechtes Deutsch, die Faulseit für den Schulfunk von Radio DDR geschrieben hatte.
Für die Zeitschrift Sprachpflege: Zeitschrift für gutes Deutsch in Schrift und Wort verfasste Faulseit mehrere Beiträge. Die literarische Erzähltechnik: Eine Einführung erschien in der Reihe Beiträge zur Gegenwartsliteratur.
Faulseit starb 2016.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Faulseit, Dieter |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Sprachwissenschaftler, Sprachpfleger und Autor |
| GEBURTSDATUM | 24. Mai 1930 |
| GEBURTSORT | Leipzig |
| STERBEDATUM | 28. Mai 2016 |