Dieter Gaier

Dieter Gaier (1988)

Dieter Gaier (* 12. Mai 1928 in Stuttgart; † 15. Dezember 2002 in Göppingen) war ein deutscher Mathematiker, der sich mit Funktionentheorie und Approximationstheorie und deren numerischen Aspekten beschäftigte.

Leben

Gaier studierte an der Universität Stuttgart (bei Friedrich Lösch und Werner Meyer-König) und der University of Rochester (bei Wladimir Seidel) und wurde an beiden Universitäten promoviert (1951 in Rochester und 1952 in Stuttgart bei Meyer-König). Danach war er zwei Jahre an der Harvard University bei Joseph L. Walsh. 1955 habilitierte er sich in Stuttgart (Über die konforme Abbildung veränderlicher Gebiete) und hielt danach dort Vorlesungen als Privatdozent. Ab 1959 war er Professor an der Universität Gießen, wo er bis zu seiner Emeritierung 1995 blieb. Er war mehrfach Gastwissenschaftler am Caltech.

Gaier war einer der Hauptvertreter der konstruktiven komplexen Analysis und organisierte mehrfach Tagungen in Oberwolfach dazu. Insbesondere befasste er sich mit konformer Abbildung, ihren numerischen Methoden, Approximationstheorie im Komplexen und Limitierungstheorie.

Dieter Gaier (links) mit Edward Collingwood und Mary Cartwright

1962 hielt er einen Vortrag auf dem Internationalen Mathematikerkongress in Stockholm (Über die Diskretisierung der Gerschgorinschen Integralgleichung).

Sein Nachlass wird vom Zentralarchiv deutscher Mathematiker-Nachlässe an der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen aufbewahrt.

Schriften

Literatur

Commons: Dieter Gaier (mathematician) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Verweise

  1. ↑ Mathematics Genealogy Project. Titel der Dissertationen waren On some Tauberian Theorems sowie Abelsche Sätze für Potenzreihen, Dirichletreihen und Laplace Integrale
  2. ↑ Mathematische Zeitschrift, Band 64, 1951, S. 385–424, Online
Personendaten
NAME Gaier, Dieter
KURZBESCHREIBUNG deutscher Mathematiker
GEBURTSDATUM 12. Mai 1928
GEBURTSORT Stuttgart
STERBEDATUM 15. Dezember 2002
STERBEORT Göppingen