Dieter Leuze

Dieter Leuze (* 20. Februar 1933 in Heilbronn; † 1. Mai 2022) war ein deutscher Jurist und Hochschullehrer. Seine Spezialgebiete waren Verwaltungsrecht und Urheberrecht. Er war Gründungskanzler der seit 1972 bestehenden Gesamthochschule Essen.

Leben

Dieter Leuze, Sohn von Hildegard Leuze, geborener Krauss, und des Schuldekans Matthias Leuze, studierte an der Ludwig-Maximilians-Universität München und an der Eberhard Karls Universität Tübingen. In Tübingen wurde er im Wintersemester 1952/53 Mitglied der Studentenverbindung Tübinger Königsgesellschaft Roigel. 1959 bestand er das 1. juristische Staatsexamen, 1960 wurde er in Tübingen zum Dr. jur. promoviert, und 1962 beendete er seine Ausbildung mit dem 2. juristischen Staatsexamen. Anschließend begann er eine Ministeriallaufbahn in Baden-Württemberg – zuerst im Arbeits- und Sozialministerium und ab 1996 im Kultusministerium.

Er war zudem Vizepräsident der Universität Freiburg. Als 1972 die Gesamthochschule Essen gegründet wurde, war er erster Kanzler der Hochschule. Diese Funktion behielt bis 1991 und war damit eine der prägenden Persönlichkeiten der Universität-Gesamthochschule Essen. Bis zu seiner Emeritierung 1998 lehrte er dort weiter. Seit 1988 lehrte er an der Ruhr-Universität Bochum, wo er zeitweise gemeinsame Vorlesungen mit Knut Ipsen hielt. Dort war er auch nach seiner Emeritierung weiter als Honorarprofessor tätig.

Nach seiner Emeritierung begann er, sich als Rechtsanwalt zu betätigen. Spezialisiert war er auf Hochschulrecht, Beamtenrecht, Disziplinarrecht und Arbeitnehmererfindungsrecht.

Zusammen mit Hartmut Krüger wirkte Leuze maßgeblich an der Gründung des „Vereins zur Förderung des deutschen & internationalen Wissenschaftsrechts“ mit. Er übernahm auf der Gründungsversammlung im Dezember 2004 den ersten Vorsitz.

Er wohnte in Essen und war Mitglied im Stiftungsrat sowie Senatsmitglied der FOM – Hochschule für Oekonomie und Management in Essen.

Dieter Leuze war evangelisch, ab 1965 verheiratet mit Gertrautt Leuze, geborener Bruny, und hatte mit ihr die Kinder Gudrun und Elke.

Schriften (Auswahl)

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Traueranzeige Dieter Leuze
  2. ↑ Leuze, Dieter. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 760.
  3. 1 2 3 4 5 Mitarbeiterprofil (Memento vom 20. August 2016 im Internet Archive) bei der Rechtsanwaltskanzlei Kreimer Mülders Allesch; abgerufen am 3. Januar 2017.
  4. ↑ Tübinger Königsgesellschaft Roigel: Roigelalbum 1963. Tübingen 1963, S. 115.
  5. ↑ Leuze, Dieter. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 760.
  6. 1 2 Autorenvorstellung bei beck-shop.de; abgerufen am 3. Januar 2017.
  7. ↑ Ulf Pallme König: Die Entwicklung des Wissenschaftsrecht es – Ein Blick zurück und nach vorn. (PDF) Juni 2015, abgerufen am 2. Mai 2017.
  8. ↑ Leuze, Dieter. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 760.