Digedags

Die Digedags waren von 1955 bis 1975 die Haupthelden der in der DDR erschienenen Comiczeitschrift Mosaik. Die drei Kobolde Dig, Dag und Digedag erlebten in mehreren großen Serien Abenteuer in Raum und Zeit. Dabei vermittelten sie historisches, geografisches sowie naturwissenschaftlich-technisches Wissen. Der Schöpfer dieser Comicreihe war der Zeichner Hannes Hegen (1925–2014). Die Hefte wurden in einem vielköpfigen Künstlerkollektiv gestaltet, in dem seit 1957 der Texter Lothar Dräger eine wesentliche Rolle spielte.

Entwicklung

Gedenktafel für Hannes Hegen in Berlin-Karlshorst

Die ersten Mosaik-Hefte waren Comics mit Sprechblasen. Später ging man dazu über, Textbalken unter die Bilder zu setzen, was dem Comic Prosacharakter gab. Im Grunde beinhaltete das Mosaik seitdem keine Comics mehr, sondern Bildergeschichten. Zurück ging diese Entwicklung insbesondere auf die Zeichner der Hefte und allen voran auf den künstlerischen Leiter Hannes Hegen. Man wollte nicht, dass durch die Sprechblasen die Bilder verdeckt werden. In der letzten, im Orient spielenden Serie kehrte man wieder zu den Sprechblasen zurück, allerdings waren diese nicht mehr abgerundet. Sie standen eckig außerhalb des Bildes, quasi anstelle der wegfallenden Textbalken. Mithin war ungeachtet der Sprechblasen das Bild fast ohne Abdeckung – bis auf eine dünne Verbindung zwischen der Figur und ihrem Text.

Die Hefte erschienen zunächst vierteljährlich, umfassten 32 Seiten und kosteten 95 Pfennige, ab 1957 erschienen die Hefte monatlich mit 24 Seiten zum Preis von 60 Pfennigen. Bis 1960 erschien die Zeitschrift im Verlag Neues Leben, danach wurde sie an den Verlag Junge Welt abgegeben.

Hegen war bis 1969 über befristete Verträge an die Verlage gebunden und nutzte die jeweiligen Verhandlungen über die Verlängerung der Zusammenarbeit, um günstigere Konditionen für sein Team zu erwirken. Immer wieder drohte er dabei auch mit seiner Kündigung und der Einstellung der Heftproduktion. Für das im Dezember 1959 erschienene Heft 37 war bereits eine Abschieds-Version entworfen worden. Im November 1973 kündigte Hegen seinen seit 1969 bestehenden unbefristeten Vertrag mit dem Verlag zum 1. Juli 1975 (Heft 223). Als Grund führte Hegen "nicht mehr zu überbrückende Schwierigkeiten" bei der Produktion der Hefte an. Hintergrund war zum einen die Überlastung der Künstler aufgrund der Verkürzung der gesetzlichen Arbeitszeit (Wegfall des Samstags als Arbeitstag), die nicht durch Anwerbung neuer Fachkräfte ausgeglichen werden konnte. Zum anderen plante der Verlag eine Umstellung des Drucks von einer Bogenoffsetmaschine auf eine Rollenoffsetmaschine. Hegen hatte diesen Wechsel Anfang der 1970er Jahre zunächst gefordert, da dadurch eine deutlich größere Auflage produziert und die nie zu stillende Nachfrage besser bedient werden könnte. Nach ersten Proben hatte sich allerdings gezeigt, dass es durch das neue Druckverfahren zu Farbabweichungen kommen konnte. Außerdem konnten nur noch Hefte mit einem Umfang von 20 statt bisher 24 Seiten gedruckt werden. Die Beeinträchtigung der Qualität und die verkürzte Handlung pro Heft wollte Hegen nicht hinnehmen. Auf sein Angebot, künftig nur noch sechs Hefte pro Jahr mit 32 Seiten zu liefern, ging der Verlag nicht ein, da er zum einen auf die monatlichen Gewinne, die das Mosaik erwirtschaftete, angewiesen war, um andere, verlustreiche Kinder- und Jugendzeitschriften zu finanzieren. Zum anderen nutzte der Verlag Spannungen im Mosaik-Team – einige Mitglieder wie Lothar Dräger fühlten ihre Arbeit nicht hinreichend gewürdigt und sich nicht angemessen am Gewinn beteiligt –, um das Comic auch ohne Hegen fortzuführen.

Da die Urheberrechte an den Figuren der Digedags bei Hannes Hegen lagen, musste die Digedag-Serie mit dem Heft 223 eingestellt werden. Während der Arbeit an den letzten Heften der Amerika-Serie und den ersten Heften des Orient-Zyklus wurde parallel ab 1974 zunächst von Lothar Dräger und Wolfgang Altenburger, ab Anfang 1975 dann unter Hinzuziehung des übrigen Mosaik-Kollektivs, die neue Abrafaxe-Serie vorbereitet, deren Figuren im Januarheft 1976 die Digedags ablösten. Davor erschienen im zweiten Halbjahr 1975, ermöglicht durch eine lizenzrechtliche Vereinbarung zwischen Hegen und dem Verlag, noch einmal als Nachdruck die Hefte 90 bis 95 in fortgesetzter Nummerierung. Dieser Nachdruck diente unter anderem dem Test des neuen drucktechnischen Verfahrens, bei dem von einer Bogenoffsetmaschine auf eine Rollenoffsetmaschine umgestellt wurde. Aufgrund dieser Umstellung hatten die Abrafaxe-Hefte nur noch einen Umfang von 20 statt bisher 24 Seiten. Hegen hielt auch die Urheberrechte am Titel "Mosaik". Ungeachtet dessen wurde der Titel weiter verwendet, wenn auch nun als "mosaik". Klagen gegen die Weiterverwendung des Titels und gegen die Abrafaxe als Plagiate der Digedags blieben in der DDR und im wiedervereinigten Deutschland erfolglos.

In den frühen 1990er Jahren begann der Buchverlag Junge Welt, in Lizenz die Mosaik-Hefte 1 bis 223, von denen die Ausgaben der ersten Jahrgänge unter Sammlern mittlerweile zu hohen Preisen gehandelt werden und kaum noch auf dem Sammlermarkt erhältlich sind, als auflagenlimitierte Reprint-Kassetten nachzudrucken. Hegenbarth, der als Rechteinhaber sowie auch als Künstler mit der Gestaltung der Mappen beteiligt war, stellte hierzu die originalen Filme zum Druck zur Verfügung. Parallel wurde die komplette Digedags-Serie in verschiedenen Formaten, hauptsächlich aber in Form von Hardcover-Sammelbänden, teilweise bearbeitet, aber ebenso mittels der originalen Druckfilme, wiederveröffentlicht. Hierbei knüpfte man an eine Tradition an, die bereits mit der Buchveröffentlichung der Runkel- und Amerika-Serien in den 1960er und 1970er Jahren begonnen hatte.

Einzelne Hefte der Weltraum-Serie wurden Ende der 1990er in einem vergrößerten Format herausgebracht. Seit der vollständigen Integration des Buchverlages Junge Welt in den Tessloff Verlag zu Beginn des Jahres 2006 werden die Sammelbände und Reprintmappen von diesem herausgegeben. Seit 2007 ist nunmehr die gesamte Digedags-Serie in Buchform erhältlich, wobei die Erfinder- und Weltraum-Serie nun vollends getrennt wurden (in den Heften wurde immer abwechselnd über beide Serien erzählt). Zudem gibt es seit 1990 eine hohe Anzahl an Merchandising-Artikeln in Form von Figuren, Brotdosen über Mal- und Bastelbücher, Kalender, Postkarten bis Briefmarken, Kleidung und Geschirr mit den Motiven der Digedags.

Mittlerweile werden ältere Originalhefte, insbesondere die der Ritter-Runkelserie vorhergehenden Exemplare ab Nr. 89 abwärts und die sich in guten bis sehr guten Erhaltungszuständen befinden, zu teils extrem hohen Sammlerpreisen gehandelt. So erzielte eines der schätzungsweise nur noch 10 in diesem guten Zustand befindlichen Hefte der Nr. 1 von 1955 beim Online-Auktionshaus Ebay im Jahre 2012 den Enderlös in Höhe von 6605 EUR.

Eine ständige Ausstellung zu den Digedags zeigte von 2017 bis 2021 das Zeitgeschichtliche Forum Leipzig.

Auflage

Da die Hefte aufgrund der hohen Nachfrage rege getauscht und weitergereicht wurden, erreichten sie schätzungsweise 2,5 Mio. Leser in der DDR.

Heftserien

Digedags am Haus Waldowallee 15, in Berlin-Karlshorst
Digedagsplatz in Berlin-Karlshorst
Nummer 1–12

bilden noch keine eigenständige Serie, bauen aber handlungsmäßig aufeinander auf. Nach einem märchenhaften Auftakt im Orient, einer Schiffsreise und Auseinandersetzungen mit Piraten stranden die Digedags auf einer Südseeinsel. Dort bauen sie nach diversen Abenteuern einen Zirkus auf und begeben sich auf Welttournee. Nicht zur fortlaufenden Handlung gehören die Hefte 3 und 5, in denen Tiere die Protagonisten sind.

Nummer 13–24

umfassen die Römer-Serie. Die Handlung setzt an der Stelle ein, wo Heft 12 endete und setzt die Handlung um den neu gegründeten „Circus Digedag“ fort. Durch einen Wirbelsturm werden die Digedags mit ihrem Schiff ins antike Rom versetzt, wo sie als Zirkusbetreiber Karriere machen. Selbst der Kaiser ist von ihnen begeistert. Damit erwecken sie den Neid der alten Favoriten des Caesaren. Diese verschwören sich und schicken Truppen nach Rom. Der Angriff kann dank der Digedags abgewehrt werden. Weil das Volk die Digedags gerechterweise als Sieger feiert, fallen sie nun auch beim missgünstigen Kaiser in Ungnade und werden in die Fremdenlegion gesteckt. Mit ihren Streichen gelingt es ihnen, dort ein solches Wirrwarr anzurichten, dass die Legion zerfällt und die Soldaten in ihre Heimat flüchten. Als die Digedags nun erfahren, dass der Kaiser inzwischen beschlossen hat, ihre Zirkustiere mit Gladiatoren in die Arena zu schicken, trennt sich Digedag von seinen Gefährten, um in Rom alles in Ordnung zu bringen. Unterdessen flüchten Dig und Dag mit ihrem neuen Freund, dem germanischen Koch Teutobold, nach Malta. Dort lernen sie den Wissenschaftler Sinus Tangentus kennen. Gemeinsam gelingt es ihnen, den Bau eines Kriegshafens auf Malta zu verhindern. Nach dem Sieg über eine römische Flotte entdeckt man am Himmel einen Meteoriten, der nach der Einschätzung von Sinus Tangentus in der Sahara niedergehen muss. Er beschließt, diesen zu suchen, und die Digedags schließen sich ihm an.

Nummer 25–44

umfassen den ersten Teil der sogenannten Weltraum- oder Neos-Serie, die direkt an die Römerserie anknüpft. Der vermeintliche Meteorit entpuppt sich als Raumschiff vom Planeten Neos, das Dig, Dag und Sinus Tangentus ins All entführt. Auf dem Neos geraten sie in den Konflikt zwischen den zwei Staaten dieses Planeten, der Republikanischen Union und dem Großneonischen Reich, die den Gegensatz von Sozialismus und Kapitalismus versinnbildlichen. Später begleiten die Digedags den Raumschiffkapitän Bhur Yham auf einer Weltraumexpedition.

Nummer 51, 52, 56, 57, 61, 62, 66, 67, 72 und 73

bilden den zweiten Teil der Weltraum-Serie und erzählen anhand von Zwischenlandungen auf verschiedenen Planeten die Evolutionsgeschichte des Lebens auf der Erde. Parallel zum zweiten Teil der Weltraum-Serie umfassen …

Nummer 45–50, 53–55, 58–60, 63–65 und 68–71

den ersten Teil der Erfinder-Serie, in dem die Entwicklung der Dampfmaschine von der Antike bis zu James Watt erzählt wird.

Nummer 74–89

umfassen den zweiten Teil der Erfinder-Serie. Darin begleiten die Digedags bedeutende Erfinder des 19. Jahrhunderts, wie Werner von Siemens und Wilhelm Bauer.

Nummer 90–151

umfassen die Ritter Runkel-Serie. Sie spielen im Jahr 1284. Dig und Dag begleiten den tollpatschigen Ritter Runkel auf der Suche nach einem Schatz, den sein Vater einst in Kleinasien zurücklassen musste. Von Venedig führt die Reise über Konstantinopel und den Vorderen Orient bis in den heutigen Iran, wo sie gegen Ende der Serie, in Heft 141, wieder auf Digedag treffen, der seine Gefährten während der Römer-Serie verlassen hatte. Er ist im Kaiserreich China in eine hohe Beamtenposition aufgestiegen. Gemeinsam reisen sie zurück auf die Stammburg Runkels nach Franken.

Nummer 152–211

ab August 1969 umfassen die Amerika-Serie. Sie spielen in den Jahren 1860/61. Die Digedags sind in New Orleans als Zeitungsreporter tätig. Eine Reihe von Verwicklungen führt sie in die Rocky Mountains, wo sie zusammen mit einigen Widersachern eine Goldmine suchen. Diese entpuppt sich jedoch nur als ein Racheplan eines früher betrogenen Goldsuchers an einem nunmehr reichen Reeder der Südstaaten. Sie können jedoch massive alte Goldfiguren der Tolteken finden und an einen wohlhabenden Geschäftsmann veräußern. Den hohen Erlös spenden sie als Mithilfe zur Befreiung der schwarzen Sklaven.

Nummer 212–223

umfassen die Orient-Serie. Im Jahr 1835 helfen die Digedags der ägyptischen Prinzessin Fatima, die in Istanbul gefangen gehalten wird, zur Flucht in ihre Heimat. Bei den Pyramiden von Gizeh verschwinden die Digedags in einer Luftspiegelung, dem "Land der Märchen und Träume", und verabschieden sich dabei für immer von ihren Wegbegleitern und Lesern.

Nummer 224–229

umfassen erneut die ersten Folgen der Ritter Runkel-Serie.

Schwarze Serie

Als sogenannte Schwarze Serie bezeichnet man mehrere Hefte der Amerika-Serie aus Überhangbeständen für fremdsprachige Ausgaben. Um die bis auf den Text gedruckten fertigen Druckbogen noch nutzen zu können, wurde zeitversetzt eine kleine weitere Auflage gedruckt. Um die Kosten dafür so gering wie möglich zu halten, verzichtete man auf die farbigen Initiale und den magentafarbenen Schriftzug „Mosaik“ und druckte diese ebenfalls in Schwarz. Die Hefte gibt es somit in zwei Ausführungen. Bekannt sind die Hefte der Amerika-Serie 176 bis 183 und 185 bis 187. Darüber hinaus wurde der sonst weiße Mosaik-Schriftzug, auf allen für den Export gedruckten Heften der Nummer 105, auch den deutschsprachigen, ebenfalls in Schwarz gedruckt.

Titelliste

Hefte 1–89 (Südsee-, Römer-, Weltraum- und Erfinder-Serie)

  1. Auf der Jagd nach dem Golde
  2. Bei Windstärke 12
  3. Die Bimmel-Bummelbahn
  4. Im Kampf gegen Piraten
  5. Wer wagt – gewinnt
  6. Der überlistete Krake
  7. Die große Explosion
  8. Die rasende Seemühle
  9. Das Urteil des Singongo
  10. Der Kampf um den Korsarenschatz
  11. Der Aufruhr im Dschungel
  12. Die Zirkuspremiere
  13. Im Wirbel des Tornados
  14. Der Anschlag auf den Zirkus
  15. Die Ballade vom armen Strupp
  16. Das verhängnisvolle Gastmahl
  17. Die Verschwörung
  18. Der Angriff aus der Luft
  19. Die Siegesfeier
  20. In der Fremdenlegion
  21. Der Überfall im Theater
  22. Das Geheimnis des Leuchtturms
  23. Die Reise nach Syrakus
  24. Der Aufstand der Fischer
  25. Die Entführung ins All
  26. Notlandung auf dem Mars
  27. Die neue Sonne
  28. Alarm in der Raumstation
  29. Auf dem Neos verschollen
  30. Der Staudamm am schwarzen Fluss
  31. Unternehmen Garnele
  32. Der Blitz als Entdecker
  33. Digedanium – Metall vom Meeresgrund
  34. Geheimsache Digedanium
  35. Die große Flugschau
  36. Harte Schule
  37. Maschine CB-5 auf Prüfstand
  38. Maschine CB-5 in Gefahr
  39. Ein rätselhafter Fund
  40. Tatort Papageienstraße 12
  41. Das Geheimlabor im Stollen 5
  42. Erdölpiraten
  43. Elefant gesucht
  44. Geheimakte KF 3 verschwunden
  45. Ziolkowski weist den Weg
  46. Erfindungen nicht gefragt
  47. Keine Sklaven für den König
  48. Der Silberschatz in der Bärenhöhle
  49. Silbergrube „Letzte Hoffnung“
  50. Das letzte Fest
  51. Im Zeichen des Wassermanns
  52. Die Entdeckung des Algensees
  53. Die Mission des Obristen von Ladestock
  54. In des Harzes finstren Gründen
  55. Der König sucht Erfinder
  56. Schreibtisch Ahoi!
  57. Schwein muss man haben
  58. Die Angst vor dem Kometen
  59. Der Streit um die Sonntagsperücke
  60. Die letzte Fahrt des „King William“
  61. Der Lurch mit der Brille
  62. Im Lande der Saurier
  63. Die Reise nach England
  64. Glücksritter
  65. Als Kuriere der Zarin
  66. Die Tierstimmenjäger
  67. Auf Affenfang im Gletschereis
  68. Die Vier vom Sklavenschiff
  69. Der Kanonenraub zu Glasgow
  70. Der naschhafte Hund von Soho
  71. Lord Groggy ist dagegen
  72. Die verschlüsselte Botschaft
  73. In grauer Vorzeit
  74. Jeder einmal Vizekönig von Peru
  75. Der Aufstand in den Anden
  76. Pepperkorns Pagodenfest
  77. Schmugglerjagd in Knistermeckelfingen
  78. Der Golem ist wieder los
  79. Krach im Hoftheater
  80. Berliner Geschichten
  81. Die gewonnene Wette
  82. Der Kampf um die Badewanne
  83. Der Fall Meinrath
  84. Die findigen Reporter
  85. Der schwarze Wal von Fehmarnsund
  86. Der Eskimoklub
  87. In Triest verschollen
  88. Die Türken in Venedig
  89. Der Schatz der Armada

Hefte 90–151 (Runkel-Serie)

  1. Das Turnier zu Venedig
  2. Die schwimmende Burg
  3. Karneval am Canale Grande
  4. Der Stierkampf zu Genua
  5. Feuerzauber auf hoher See
  6. Als Gefangene der Pisaner
  7. Kapitän Fiascos Niederlage
  8. Der Sieger von Villamare
  9. Auf dem Rübenstein
  10. Das Geheimnis der Ruinenstadt
  11. Digedag in Rom
  12. Flucht in die Katakomben
  13. Die Hochzeit mit dem Meer
  14. Die Spur führt nach China
  15. Tumult auf der Mirabella
  16. Die Seeräuberburg
  17. Der neunköpfige Drache
  18. Die Befreiung der Prinzessin
  19. Von Räubern verfolgt
  20. Der Grenzstratege
  21. Der Hammel vom Kastel Peripheria
  22. Der Schönheitswettbewerb
  23. Die Prinzen von Makkaronien
  24. Das Wagenrennen
  25. Das vergoldete Krokodil
  26. Die Flucht der Suleika
  27. Die Hofastrologen
  28. Die Ankunft der Kaiserbraut
  29. Hochzeitsvorbereitungen
  30. Hochzeit mit Irene
  31. In Hoffnungsloser Lage
  32. Der Alte vom Berge
  33. Unternehmen Göttertrank
  34. Der Sturm auf die Insel
  35. Das zerhackte Schiff
  36. Der Pokal des Siegers
  37. Flucht durch die Dardanellen
  38. Landung in Kleinasien
  39. Die letzten Tage von Neurübenstein
  40. Das Gold der Rübensteiner
  41. Die Schatzsuche
  42. An den Ufern des Euphrat
  43. Türkischer Honig für Basra
  44. Die Nacht im Serail
  45. Im Persischen Golf
  46. Der Muezzin und die Perlenfischer
  47. Die falschen Perlen
  48. Das Wrack des Nearchos
  49. Der Kampf um den Wüstenbrunnen
  50. Schiffbruch vor Harmozia
  51. Die goldene Rüstung
  52. Der Gesandte aus Kambaluk
  53. Der Unsichtbare
  54. Der Gefangene im Wüstenschloss
  55. Die Schenke im Paradiestal
  56. Ritter Runkels Heimkehr
  57. Hochzeit auf Burg Rübenstein
  58. Drachenkampf und Bärenjagd
  59. Ritter Runkel auf Abwegen
  60. Die Rübensteiner Festspiele
  61. Der Sturm auf die Kuckucksburg
  62. Ritter Runkels große Stunde

Hefte 152–211 (Amerika-Serie)

  1. In Amerika – Karneval in New Orleans
  2. Die große Herausforderung
  3. Der Start zum Rennen
  4. Die erste Etappe
  5. Die Nacht auf der Sandbank
  6. Ankunft in Baton Rouge
  7. Die Pirateninsel
  8. Der Junge mit dem Banjo
  9. Bei den Mississippi-Piraten
  10. Das Erbe des Goldsuchers
  11. Das verschwundene Testament
  12. Der Weg in die Freiheit
  13. In Kansas City
  14. Im Indianerlager
  15. Das Fort am Bärenfluss
  16. Flucht zu den Indianern
  17. Am Fuß der Rocky Mountains
  18. Der alte Goldsucher
  19. Die Rache der Piraten
  20. Die Jagd nach dem Truthahn
  21. Die Sage von der gefiederten Schlange
  22. Landung in Mexiko
  23. Flucht in den Urwald
  24. Der Zorn der Götter
  25. Der Überfall auf den Prärie-Express
  26. Goldrausch in New-Orleans
  27. Gefährliche Geheimnisse
  28. Unternehmen „Louisiana“
  29. Aufruhr in Turtleville
  30. Das Flatboot aus St. Louis
  31. Zwischenfall im Palast-Hotel
  32. Auf dem Missouri
  33. Die Herrscherin der Lüfte
  34. Das Rodeo von Buffalo Springs
  35. Überraschungen am Biberfluss
  36. Das große Glasperlengeschäft
  37. Schwarzer Plan mit gelben Tupfen
  38. Der Sieg mit den Dampforgel
  39. Der Angriff auf die Insel
  40. In der Mine gefangen
  41. Das Opfer der Tolteken
  42. Im Tal der Enttäuschung
  43. Ankunft in Frisco
  44. Der Pfandleiher von China-Town
  45. Die Fahrt nach Panama
  46. Schiffbruch am Capo Diabolo
  47. Der stärkste Mann der Welt
  48. Die Dschungelbahn
  49. Schussfahrt zum Atlantik
  50. Die seltsamen Flibustier
  51. Die Affenplage von San Felipe
  52. Die Kanonen der Bella Espagna
  53. Auf Kaperfahrt
  54. Das Bananenwunder
  55. Das Schiff aus England
  56. Das Waffenlager
  57. Verlobung auf San Felipe
  58. In den Sümpfen von Florida
  59. Rückzug durch Feindesland
  60. Wiedersehen mit Jenny

Hefte 212–223 (Orient-Serie)

  1. Das Kaffeehaus zur süßen Ruhe
  2. Der ungetreue Schatzmeister
  3. Der Sultan räumt auf
  4. Große Pläne
  5. Das vertauschte Kamel
  6. Fliegende Teppiche über Istanbul
  7. Im goldenen Käfig
  8. In den Türmen des Schweigens
  9. Die Spur der schönen Fatima
  10. Alarm im Hafen
  11. Der große Fang
  12. Fatimas Heimkehr

Hefte 224–229 (Wiederholungshefte)

Nachdrucke der Hefte 90–95 der Runkel-Serie.

Heft 500 (Abrafaxe-Heft 271)

  1. Die goldene Stadt

Spätere Veröffentlichung aus dem Nachlass (Fortsetzung der Erfinder-Serie)

  1. Duell an der Newa
  2. Das Konzert unter Wasser

Personen und Tiere

Dig, Dag und Digedag

Dig, Dag und Digedag sind durch ihr Äußeres sehr klar voneinander zu unterscheiden, charakterlich wirken sie aber im Vergleich zu den späteren Abrafaxe manchmal fast austauschbar. Dennoch entfalten sich einige Charakteristika:

Gemeinsam ist den Digedags das Eintreten für Gerechtigkeit und ein Verbundensein mit den „kleinen Leuten“. Dass sich der Strich bei den Figuren im Laufe der Jahre verfeinerte, ist gerade bei den drei Hauptfiguren zu erkennen. Ab der Ritter-Runkel-Serie, vor allem aber ab der Amerika-Serie wirken sie geschwungener und jugendlicher.

Südsee-Serie

Römer-Serie

Weltraum-Serie

Erfinder-Serie

Runkel-Serie

Amerika-Serie

Orient-Serie

Filme, Serien und Videos

Auf der Grundlage der Hefte wurden Filme und Videos hergestellt:

Lexikon

Reinhard Pfeiffer verfasste das Digedag-Universum, ein großformatiges, reich bebildertes Lexikon aus dem Buchverlag Junge Welt, rund um das Mosaik von Hannes Hegen und die Digedags. Das Lexikon ist in mehrere Themenbereiche aufgebaut, unter denen die Stichworte alphabetisch geordnet sind: Erfindungen, Fahrzeuge, Fluggeräte, Handlungsorte, Maschinen, Mineralien, Personen, Schiffe, Speisen, Strafregister und Tiere. In einigen Fällen bietet das Lexikon Informationen, die über das hinausgehen, was man auch schon in den Heften selbst finden kann.

Mosaik im Ausland

Neben den Ausgaben für die DDR und den auf besserem Papier für den westdeutschen und österreichischen Markt gedruckten Heften wurde das Mosaik auch zeitweise in anderen Ländern vertrieben. In den meisten Fällen wurde der Vertrieb wegen mangelnder Nachfrage bald wieder eingestellt. Lediglich auf dem ungarischen Markt konnte längerfristig eine Auflage von 25.000 Exemplaren vertrieben werden.

Die Digedags auf der Theater-Bühne

Der Regisseur für Musiktheater Martin Verges aus Berlin hat als einziger Bühnenautor von Hannes Hegen, dem „Vater“ des Mosaik, die Erlaubnis erhalten, die Digedags auf Theaterbühnen zu bringen. Das erste Stück „Ritter Runkel und die Digedags“ (ein Spektakel mit Musik nach dem Mosaik von Hannes Hegen, Musik: Walter Thomas Heyn) hatte 2000 in Berlin Premiere. Es wurde auch in Rheinsberg (2001), in Borna (2002), im Harzer Bergtheater Thale (2003) und auf der Freilichtbühne Weissensee (2005) aufgeführt.

Martin Verges’ zweite Mosaik-Inszenierung „Ritter Runkels große Stunde“ (ein Musical nach dem Mosaik von Hannes Hegen, Musik: Karsten Wolf) kam ab 2003 in Bautzen sehr erfolgreich auf die Bühne mit fast 37.000 Zuschauern. Diese Aufführung hat der Tessloff Verlag 2006 auf einer DVD für die Nachwelt dokumentiert (ohne ISBN o. ä. – die DVD trägt am Ringloch auf der Silberseite den Eintrag „DOCdata Germany TESS 080806 L5“).

Das Stück wurde auch in Senftenberg, Schwedt, Annaberg-Buchholz und Plauen/Zwickau gezeigt.

Für die Aufführungen in Schwedt/Oder 2004 und 2005 gab es eine musikalisch andere Bühnenfassung (Musik: Arnold Fritzsch).

Mosaik-Nachlass zu den Digedags

Der Mosaik-Schöpfer Johannes Hegenbarth (alias Hannes Hegen) entschloss sich nach dem Tod seiner Ehefrau Edith Hegenbarth geb. Szafranski (* 19. Januar 1924; † 7. Mai 2008), dass das künstlerische Werk seiner Frau und sein eigenes in der Obhut eines Museums dauerhaft vereint bleiben sollen. Nach erfolgloser Suche in Berlin wurde er auf das Zeitgeschichtliche Forum in Leipzig aufmerksam. Dessen damaligen Mitarbeitern Bernd Lindner und Rainer Eckert – beide aufgewachsen mit dem Mosaik – gelang es, nachhaltig das Vertrauen des zurückhaltenden Künstlers zu gewinnen. So unterzeichnete Hegenbarth am 14. Juli 2009 in seinem Haus die Schenkungsurkunde des Œuvre des Ehepaares Edith und Johannes Hegenbarth an die Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland (zu der auch das Museum in Leipzig gehört).

Mitarbeiter

Zu den wichtigsten Mitarbeitern des "Mosaik"-Kollektivs gehörten neben Hannes Hegen Lothar Dräger und Hans Oesterreicher (Hegens Schwager), die gemeinsam die Themen, Handlungsstränge und Personen des Comics in zweiwöchentlichen Treffen entwickelten. Die ersten Hefte erstellte Hegen weitestgehend allein, allerdings zog er hierbei schon die Koloristen Joachim Arfert und Heinz Handschick hinzu, die bis 1975 in seinem Team blieben.

Zeichner

Koloristen

Modellbauer

Ehrung

Für die Schöpfung der Digedags erhielt Hannes Hegen 2008 den Spezialpreis der Jury des Max-und-Moritz-Preises, des wichtigsten deutschen Comic-Preises.

Im September 2021 wurde eine bislang namenlose Fläche in der Nähe des alten Wohn- und Atelierhauses von Hannes Hegen an der Gabelung von Waldowallee und Köpenicker Allee im Berliner Ortsteil Karlshorst in Digedagsplatz benannt.

Literatur

(chronologisch, neueste zuerst)

Siehe auch

Nachweise

  1. ↑ Bernd Lindner: Die drei Leben des Zeichners Johannes Hegenbarth. Tessloff Verlag, Nürnberg 2017, ISBN 978-3-7302-2021-4, S. 235 u. 242.
  2. ↑ Stadtbibliothek Marzahn-Hellersdorf: 05.05.2025 - 26.06.2025 Comics in der DDR: Zum 100. Geburtstag von Hannes Hegen. In: berlin.de. Abgerufen am 1. Mai 2025.
  3. Matthias Friske: Die Geschichte des Mosaik von Hannes Hegen. Eine Comic-Legende in der DDR. 2. Auflage. Lukas Verlag, Berlin 2009, ISBN 978-3-86732-067-2.
    1. ↑ S. 47.
    2. ↑ S. 93.
    3. 1 2 S. 94.
    4. ↑ S. 25, 29, 92.
    5. ↑ S. 105.
    6. ↑ S. 91.
  4. ↑ Liste aller Digedags-Sammelbände
  5. ↑ Lars von Törne: Neue Dauerausstellung zu „Digedags“ in Leipzig. In: Der Tagesspiegel. 9. Dezember 2017, abgerufen am 30. Januar 2022.
  6. ↑ Ralf Julke: Weil der Platz fehlt: „Mosaik-“Ausstellung im Zeitgeschichtlichen Forum ist vorerst Geschichte. In: l-iz.de. LZ Medien GmbH, 3. November 2021, abgerufen am 30. Januar 2022.
  7. ↑ erschienen am 16. Mai 2025, siehe Karolin Dörner: Nach 62 Jahren: Verloren geglaubtes Digedags-Heft wird veröffentlicht. In: dpa, MDR KULTUR. 22. April 2025.
  8. ↑ erschienen am 23. Dezember 2025
  9. ↑ Runkel und die Digedags | Die Ruebensteins. Abgerufen am 9. Februar 2025.
  10. ↑ Digedags Entertainment GmbH. Abgerufen am 9. Februar 2025 (deutsch).
  11. ↑ Runkel und die Digedags. Abgerufen am 9. Februar 2025 (deutsch).
  12. ↑ Hegenbarths Vertrauen zur Bernd Lindner war so nachhaltig, dass er Lindner autorisierte, Autor seiner Biographie zu werden: Die drei Leben des Zeichners JoHANNES HEGENbarth. Mitarbeit Irene Kahlau und Rainer Kruppa, Nürnberg 2015, ISBN 978-3-7302-2015-3 sowie durchgesehene und erweiterte Taschenbuch-Ausgabe 2017, ISBN 978-3-7302-2021-4
  13. ↑ Bernd Lindner: Eine Schenkung und vier Ausstellungen 2009–2014/15 (S. 283 ff); Irene Kahlau: Ein sehr persönliches Nachwort (S. 293 ff) in: Die drei Leben des Zeichners JoHANNES HEGENbarth. Nürnberg 2017, durchgesehene und erweiterte Taschenbuch-Ausgabe, ISBN 978-3-7302-2021-4
  14. ↑ Digedagsplatz in Berlin-Karlshorst eingeweiht
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