Eine Kompression ist keine Einschränkung, denn mit den Bezeichnungen obiger Definition muss die Elemente aus nicht nach abbilden, das wird erst durch die nachfolgende Projektion , die als Abbildung aufgefasst wird, erzwungen. „drückt“ die Werte von nach zurück, was die Bezeichnung Kompression motiviert. Mit einer echten Einschränkung hat man es erst zu tun, wenn man zu den quadratischen Formen bzw. übergeht, es gilt offenbar .
In Anwendungen sucht man zu Operatoren Dilatationen mit besseren Eigenschaften, wendet diese im jeweiligen Kontext an und schaut, was das für die Kompression bedeutet.
Existenz von Dilatationen
Viele Beweise der folgenden Aussagen gehen auf Sz.-Nagy zurück, in der hier angegebenen Quelle „Paul Halmos“ sind die Beweise sehr leicht zugänglich.
Ist eine Kontraktion, das heißt für die Operatornorm gilt , so hat eine unitäre Dilatation. Man kann dazu wählen. Schreibt man die Operatoren aus als -Matrizen mit Komponenten aus , so ist
ein unitärer Operator, wobei der adjungierte Operator zu ist und die Wurzelausdrücke mittels des stetigen Funktionalkalküls gebildet wurden. Die Kompression von auf ist gleich der (1,1)-Komponente, also gleich .
Insbesondere hat jeder stetige, lineare Operator eine normale Dilatation.
Ist eine positive Kontraktion, das heißt gilt , so ist Kompression einer Orthogonalprojektion. Dazu kann man wieder obige Matrixidee verwenden. Der Operator
ist eine Orthogonalprojektion auf , deren Kompression auf gleich ist.
Die erste Aussage über Kontraktionen kann verschärft werden: Jede Kontraktion hat eine unitäre Potenzdilatation. Dazu kann man als die mit indizierte abzählbareorthogonale Summe mit Summanden nehmen, als Unterraum auffassen und auf geeignete unendliche Matrizen betrachten.
Sind zwei kommutierende Kontraktionen, so gibt es eine Hilbertraumerweiterung und zwei kommutierende unitäre Operatoren , so dass Potenzdilatation von und Potenzdilatation von ist. Für drei oder mehr paarweise kommutierende Kontraktionen ist eine analoge Aussage falsch.
Einzelnachweise
↑Bela Sz.-Nagy:Unitary Dilations of Hilbert Space Operators and Related Topics. In: American Mathematical Society (Hrsg.): Regional Conference Series in Mathematics. Band19, 1974, ISBN 0-8218-1669-1 (englisch).
↑Bela Sz.-Nagy:Prolongements des transformations de l'espace de Hilbert qui sortent de cet espace. Budapest 1955 (französisch).