Dimitri von Rostow

Dimitri von Rostow (russisch Димитрий Туптало, bürgerlicher Name Daniil Sawwitsch Tuptalo, Даниил Саввич Туптало; * 11. Dezemberjul. / 21. Dezember 1651greg. in Makarow, Kosaken-Hetmanat; † 28. Oktoberjul. / 8. November 1709greg. in Rostow, Zarentum Russland) war von 1702 bis 1709 Metropolit in Rostow.

Leben

Dimitri Tuptalo

Dimitri von Rostow stammte aus einer Adelsfamilie. Sein Vater war Sawwa Grigorjewitsch Tuptalo († 5. Januar 1703), seine Mutter Marija Michajlowna († 29. März 1689). 1660 zog die Familie nach Kiew. 1662–1665 studierte er am Kollegium, das Metropolit Petro Mohyla gegründet hatte. Dann trat er in das Kloster des heiligen Kyrill in Kiew ein. Am 9. Juli 1668 empfing er bei der Mönchsweihe den Namen Dimitri. Am 23. Mai 1675 wurde er im Dreieinigkeitskloster Gustyn (Kreis Pryluky) zum Priestermönch geweiht. Dimitri zeichnete sich durch Charakterfestigkeit, Gelehrsamkeit und die Gabe des Wortes aus. 1675 predigte er in Tschernihiw, 1677 in Sluzk und 1679 in Baturyn. Seine Ansprachen waren typisch für die Barockzeit: Metaphern, Allegorien, Embleme, literarische Topoi, rhetorische Figuren, Fragen und Ausrufe waren häufig. 1681 wurde er Hegumen im Verklärungskloster Maksakow (Kreis Borsna), 1682 im Nikolauskloster bei Baturyn. 1684 begann er sein Lebenswerk, das Buch mit den Lebensbeschreibungen der Heiligen, Leseminäen genannt. Seine Quellen waren das Menologium des Symeon Metaphrastes, die Leseminäen von Metropolit Makari (1482–1563) und die Vitensammlungen der Bollandisten. Die Leseminäen Dimitris sind seit Jahrhunderten verbreitet, fanden und finden einen großen Leserkreis. Es hat keinen Versuch gegeben, sie durch ein anderes Werk dieser Art zu ersetzen. 1694 wurde Dimitri Hegumen im Kloster der heiligen Petrus und Paulus bei Hluchiw, 1697 im Kloster des heiligen Kyrill in Kiew und 1699 Archimandrit im Verklärungskloster in Nowhorod-Siwerskyj. Am 23. März 1701 wurde Dimitri in Moskau zum Bischof geweiht. Am 4. Januar 1702 wurde er Metropolit von Rostow und Jaroslawl. Er wirkte vor allem für die Ausbildung des Klerus und beseitigte Missstände.

Kanonisierung

Am 22. April 1757 wurde Dimitrij kanonisiert. Sein Gedenktag ist am 28. Oktober / 10. November.

Siehe auch

Werke

Literatur

Commons: Dimitri von Rostow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Die Daten seiner Biographie entstammen seinem Tagebuch: Dimitri Tuptalo: Diarij greschnago ieromonacha Dimitrija. In: Tworenija, St. Petersburg 1909, S. 25–57.
  2. ↑ M.Berndt: Die Predigt Dimitrij Tuptalos. Bern 1975, S. 153 f.
  3. ↑ Dimitri Tuptalo: Kniga schitij swjatych. 4 Bände. Kiew, S. 1689.1695.1700.1705. Minäen sind Monatsbände mit liturgischen Texten. Leseminäen dienen der Lektüre der Heiligenbiographien und enthalten Erklärungen kirchlicher Feste. Siehe auch Kaiserliches Menologium.
  4. ↑ Vgl. Ioannes Bollandus, Acta Sanctorum, Band 1–21, Antwerpen 1643–1698. Weitere Bände der Bollandisten erschienen nach Abschluss des Werkes Dimitris.
  5. ↑ Dimitri Tuptalo: Tworenija. Band 3. Moskau 2005, S. 569.597.
  6. ↑ E. Golubinskij: Istorija kanonisazija swjatych w Russkoj Zerkwi. 2. Auflage. Moskau 1903, S. 170–172.475-484.559.
Personendaten
NAME Dimitri von Rostow
ALTERNATIVNAMEN Tuptalo, Daniil Sawwitsch; Туптало, Димитрий (russisch); Tuptalo, Dimitri
KURZBESCHREIBUNG Metropolit von Rostow (1702–1709)
GEBURTSDATUM 21. Dezember 1651
GEBURTSORT Makariw, Kosaken-Hetmanat
STERBEDATUM 8. November 1709
STERBEORT Rostow