Dinu Cocea

Dinu Cocea, um 1971

Constantin Eugeniu „Dinu“ Cocea (* 22. September 1929 in Periș, Kreis Ilfov, Königreich Rumänien; † 26. Dezember 2013 in Noisy-le-Sec) war ein rumänischer Regisseur, Drehbuchautor und Schauspieler. Er gilt als eine prägende Figur des rumänischen populären Kinos der 1960er- und 1970er-Jahre und wurde insbesondere durch seine historischen Abenteuerfilme bekannt.

Leben

Dinu Cocea entstammte einer angesehenen rumänischen Intellektuellen- und Theaterfamilie. Er war der Sohn des Richters Ilie Cocea und der Lehrerin Eugenia Cocea (geb. Troteanu). Zu seinen nahen Verwandten gehörten der Schriftsteller N. D. Cocea sowie die Schauspielerinnen Dina Cocea und Tanți Cocea. Nach dem Besuch des Gheorghe-Lazăr-Gymnasiums in Bukarest studierte Cocea am Institut für Theater- und Filmkunst in Bukarest, das er 1953 abschloss. Anschließend arbeitete er als Regieassistent, bevor er ab Mitte der 1960er-Jahre eigene Filme drehte.

In den 1970er-Jahren geriet Cocea zunehmend in Konflikt mit der kommunistischen Kulturpolitik. 1985/1986 emigrierte er nach Frankreich und ließ sich im Raum Paris nieder, wo er vor allem im rumänischen Exilmilieu kulturell tätig blieb.

Dinu Cocea starb im Alter von 84 Jahren an den Folgen einer Herzinsuffizienz in einem Krankenhaus nahe Paris.

Karriere

Nach frühen Tätigkeiten als Regieassistent bei Filmen wie Ciulinii Bărăganului (1958), D-ale carnavalului (1959) und Tudor (1963) profilierte sich Cocea ab Mitte der 1960er-Jahre als Regisseur historischer Abenteuer- und Actionfilme. Besondere Bekanntheit erlangte er mit der sogenannten Haiduken-Reihe, zu der unter anderem Haiducii (1966), Răpirea fecioarelor (1968), Răzbunarea haiducilor (1968), Haiducii lui Șaptecai (1971), Zestrea domniței Ralu (1971) und Săptămîna nebunilor (1971) zählen. Weitere Arbeiten umfassen den Kriegsfilm Stejar – extremă urgență (1974), den Actionfilm Parașutiștii (1972) sowie historische Biografien wie Ecaterina Teodoroiu (1978) und die Zweiteiler Iancu Jianu, zapciul (1980) und Iancu Jianu, haiducul (1981/1982).

Als Drehbuchautor arbeitete Cocea wiederholt mit dem Schriftsteller Eugen Barbu und dem Drehbuchautor Mihai Opriș zusammen und wirkte in Filmproduktionen als Schauspieler mit.

Rezeption

Coceas Filme thematisieren häufig soziale Ungerechtigkeit, Widerstand gegen Machtmissbrauch sowie nationale Geschichtsbilder. Seine Haiduken-Filme zählten zum rumänischen Genrekino und prägten den rumänischen historischen Abenteuerfilm nachhaltig.

Filmografie (Auswahl)

Als Regisseur

Als Drehbuchautor (Auswahl)

Als Schauspieler (Auswahl)

Commons: Dinu Cocea – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 Radio România Actualități: „Regizorul Dinu Cocea a încetat din viață“, Nachruf, 2013.
  2. 1 2 Bunicuța Virtuală: Biografischer Artikel zu Dinu Cocea.
  3. 1 2 3 Cinemagia: „Dinu Cocea – Biografie“, rumänische Filmdatenbank.
  4. 1 2 3 4 IMDb: Dinu Cocea – Biografische Angaben.
  5. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 MUBI: Dinu Cocea – Regisseurprofil und Werkliste.
  6. 1 2 3 4 5 6 7 Rotten Tomatoes: Dinu Cocea – Filmübersicht und Credits.
  7. 1 2 3 4 Letterboxd: Dinu Cocea – Filmografie, Credits und Rollen.
Personendaten
NAME Cocea, Dinu
ALTERNATIVNAMEN Cocea, Constantin Eugeniu
KURZBESCHREIBUNG rumänischer Regisseur, Drehbuchautor und Schauspieler
GEBURTSDATUM 22. September 1929
GEBURTSORT Periș, Kreis Ilfov, Königreich Rumänien
STERBEDATUM 26. Dezember 2013
STERBEORT Noisy-le-Sec, Frankreich