Dominik Maschek, MA (Oxon.), MAE, FSA, FHEA (* 1981 in Wien) ist ein österreichischer Klassischer Archäologe und Autor. Derzeit ist Dominik Maschek als Universitätsprofessor für Römische Archäologie an der Universität Trier sowie als Kompetenzbereichsleiter für Römische Archäologie und Stellvertreter der Generaldirektorin am Leibniz-Zentrum für Archäologie in Mainz tätig. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf römischer Kunst und Architektur, insbesondere auf spätrepublikanischer Bauornamentik, Bauökonomie und Reliefkunst, sowie auf römischer Landschafts- und Schlachtfeldarchäologie.

Dominik Maschek wurde 1981 in Wien geboren, wo er 1999 die Matura mit Auszeichnung am Gymnasium Wien XIII Wenzgasse ablegte. In der Folge nahm Dominik Maschek das Studium der Klassischen Archäologie, Alten Geschichte, Antiken Numismatik sowie Vor- und Frühgeschichte an der Universität Wien auf, welches er 2006 mit Auszeichnung abschloss. Bereits die von Andreas Schmidt-Colinet betreute Magisterarbeit widmete sich unter dem Titel “Neoattizismus. Ein Beitrag zur Begriffsgeschichte hellenistisch-römischer Rankenornamentik” der spätrepublikanischen Reliefkunst und Bauornamentik. Diesem Themenfeld blieb Dominik Maschek auch während der anschließenden Promotion an der Universität Wien treu, welche sich unter Betreuung von Friedrich Krinzinger und Klaus Stefan Freyberger dem Aufkommen und der Verbreitung dorischer Friese im spätrepublikanischen Mittelitalien widmete. Nach einem einjährigen Romaufenthalt als Stipendiat der Österreichischen Akademie der Wissenschaften am Istituto Storico Austriaco wurde Dominik Maschek im Dezember 2010 mit summa cum laude promoviert. Während seines Studiums partizipierte Dominik Maschek an Grabungen und Surveys in Carnuntum, Palmyra und Plataiai, wobei er die Carnuntiner Grabungen am Peristylhaus/Insula VI und der römischen Stadtmauer von 2005 bis 2014 leitete.
Im Anschluss an die Promotion lehrte Dominik Maschek zunächst als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet Klassische Archäologie der TU Darmstadt. 2015 wechselte er als Lecturer in Classical Archaeology an die University of Birmingham, von wo aus er sich 2017 mit einer Arbeit zu den römischen Bürgerkriegen der späten Republik an der TU Darmstadt habilitierte. Hierauf folgte 2018 der Ruf an die University of Oxford, wo er bis 2022 als Associate Professor of Roman Archaeology and Art und Governing Body Fellow des Wolfson College forschte und lehrte. Im Sommer 2022 schließlich verließ Dominik Maschek Großbritannien, um fortan als Kompetenzbereichsleiter für Römische Archäologie am Leibniz-Zentrum für Archäologie in Mainz (LEIZA, ehemals Römisch-Germanisches Zentralmuseum) sowie als Universitätsprofessor für Römische Archäologie an der Universität Trier tätig zu sein.
Dominik Maschek war ferner 2019 als Fellow an der Berlin Graduate School of Ancient Studies (BerGSAS) der FU Berlin zu Gast und ist seit 2021 Fellow der Society of Antiquaries of London sowie seit Dezember 2024 Korrespondierendes Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts. Zusammen mit Johannes Lipps gibt er seit 2020 die Reihe Material Appropriation Processes in Antiquity (MAPA) heraus und organisiert die Mainzer Vorträge zur Römischen Archäologie am LEIZA. Von Mai 2024 bis Mai 2026 bekleidete Dominik Maschek zudem das Amt des ersten Vorsitzenden der Mommsen-Gesellschaft und richtete u. a. die 38. Große Mommsen-Tagung aus. Im März 2026 wurde Dominik Maschek als ordentliches Mitglied in die Academia Europaea aufgenommen. Im Juni 2026 erhielt er für das Projekt „ConstruEnS: Construction, Environment, and Society on the Rhine and Danube Frontiers of the Roman Empire“ einen ERC Advanced Grant (Projektbeginn 2027).
Seit seinem grundständigen Studium gräbt Dominik Maschek in Carnuntum, der Hauptstadt der römischen Provinz Pannonia superior, wo er seit 2005 Grabungen unter Beteiligung von Studierenden der Universitäten Wien, Birmingham und Oxford leitet, welche mit Unterbrechungen bis heute andauern. Seit 2019 erforscht Dominik Maschek zudem mit finanzieller Unterstützung durch die British Academy, die University of Oxford und die Gerda Henkel-Stiftung das spätrepublikanische Schlachtfeld im Umfeld der latinischen Koloniestadt Fregellae, welche 125 v. Chr. nach einer Revolte gegen Rom von einem römischen Heer belagert und vernichtet wurde. Auf Surveyarbeiten und geophysikalische Prospektionen folgen seit 2021 mehrere Grabungskampagnen.
Dominik Maschek ist mit der deutschen Klassischen Archäologin Ute Günkel-Maschek verheiratet und lebt mit seinen zwei Kindern bei Mainz. Er ist ein bekennender Fan des Fußballvereins SK Rapid Wien.
| Personendaten | |
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| NAME | Maschek, Dominik |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Klassischer Archäologe |
| GEBURTSDATUM | 1981 |
| GEBURTSORT | Wien |