Dominique Guillo (* 22. März in Aubenas) ist ein französischer Schauspieler, Theater- und Filmregisseur sowie Filmproduzent.
Mit 16 Jahren zog Guillo, nachdem er am Konservatorium von Nizza den Preis für dramatische Kunst (Prix d’Art dramatique) gewonnen hatte, nach Paris und wurde in die classe supérieure des Cours Jean-Laurent Cochet aufgenommen. Vier Jahre später bestand er die Aufnahmeprüfung für die classe libre des Cours Florent, wo Francis Huster sein Lehrer war.
Es folgten rund dreißig Theaterstücke, darunter L’Avare (Der Geizige), den er tausendmal spielte, La Nuit de Valognes, das erste Stück von Éric-Emmanuel Schmitt, sowie in jüngerer Zeit Les Héritiers von Alain Krief, L’Effet papillon am Théâtre Marigny und Sœurs malgré tout (2016) am Théâtre Tête d’or in Lyon. Als Sänger übernahm Guillo 1999 neben Francis Lalanne die Hauptrolle im Musical Mégalopolis von Herbert Pagani im Bataclan.
1993 gelang ihm der Durchbruch im Fernsehen: An der Seite von Macha Méril spielte er die Hauptrolle im Fernsehfilm Le Don auf France 2. Seine Bekanntheit festigte sich ab 1998 mit der Rolle des Lieutenant Siskowski in 78 Folgen der Serie La Crim’, die acht Jahre lang erfolgreich auf France 2 lief. Seitdem war Guillo in zahlreichen Fernsehfilmen zu sehen, darunter Le Rêve d’Esther, Les Moissons de l’océan, Suspectes mit Ingrid Chauvin, Victor Sauvage an der Seite von Jean-Luc Reichmann, La Loi de Barbara mit Josiane Balasko und zuletzt Demain nous appartient auf TF1.
Im Kino erhielt er beim Festival du Jeune Comédien in Béziers den Großen Darstellerpreis (Grand Prix d’Interprétation) für den Film Bruits d’amour und spielte die Hauptrolle in Les Insaisissables, dem letzten Spielfilm von Christian Gion.
Guillo ist auch als Regisseur tätig: Er inszenierte neun Folgen von La Crim’ für France 2, zwei Kurzfilme – darunter das mehrfach ausgezeichnete Comme un silence – sowie vier Folgen von Duval et Moretti, der französischen Adaption von Starsky & Hutch für M6. Seit 2021 gehört er zu den regelmäßigen Regisseuren der Serie Demain nous appartient auf TF1.
2012 importierte Guillo das Musical Avenue Q vom Broadway und brachte es im Bobino auf die Bühne; die französische Adaption vertraute er Bruno Gaccio an. Die Produktion wurde bei der 8. Verleihung der Globes de Cristal als „Bestes Musical“ nominiert.
Ebenfalls 2012 gründete er gemeinsam mit anderen die Produktionsfirma Monbo Prod und produzierte unter anderem für den Sender La Chaîne THÉÂTRES eine Reihe von 31 Theater-Meisterkursen (Master Class).
2015 inszenierte er Coiffure et Confidences, eine neue Adaption von Potins de femmes. Das Stück wurde auf Tournee und anschließend am Pariser Théâtre Michel gespielt und 2017 für C8 aufgezeichnet. Es folgten mehrere weitere Inszenierungen, darunter Nuit d’ivresse von Josiane Balasko mit Élisabeth Buffet und Denis Maréchal, Sur la route de Madison mit Clémentine Célarié und Aurélien Recoing sowie Récréation am Théâtre du Chêne noir anlässlich des Festival d’Avignon 2018.
2023 adaptierte er, wiederum beim Festival d’Avignon, gemeinsam mit Brice Hillairet das queere Rockmusical Hedwig and the Angry Inch von John Cameron Mitchell und Stephen Trask und inszenierte es. Die Produktion wurde anschließend im Café de la Danse und in La Scala in Paris sowie auf Tournee gezeigt.
Soweit nicht anders angegeben, sind die Angaben durch IMDb belegt.
Guillo ist als Synchronsprecher der französischen Fassungen tätig (Titel jeweils nach den französischen Verleihfassungen).
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Guillo, Dominique |
| KURZBESCHREIBUNG | französischer Schauspieler, Regisseur und Produzent |
| GEBURTSDATUM | 22. August 20. Jahrhundert |
| GEBURTSORT | Aubenas |