
Die evangelische, denkmalgeschützte Dorfkirche Parstein steht in Parstein, einem Ortsteil der Gemeinde Parsteinsee im Landkreis Barnim von Brandenburg. Die Kirche gehört zum Kirchenkreis Barnim der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz.

Die Feldsteinkirche wurde Mitte des 13. Jahrhunderts gebaut und nach einem Brand 1880–1887 im Stil der Neugotik erneuert. Von 1699 bis 1821 bestanden in Parstein neben der deutschsprachigen lutherischen Gemeinde eine französischsprachige reformierte Hugenottengemeinde sowie eine eigene reformierte Pfarrstelle. Im Zuge einer Neuordnung der französisch-reformierten Gemeinden wurde die Pfarrstelle 1821 aufgehoben. Die Kirche besteht aus einem Langhaus, einem eingezogenen rechteckigen Chor im Osten, die beide mit Satteldächern bedeckt sind, und einem quadratischen Kirchturm aus Backsteinen im Westen, der mit einem schiefergedeckten Faltdach bedeckt ist. Der heutige Turm sollte 1897 zunächst in Feldsteinbauweise errichtet werden. Nachdem die Bauarbeiten am 27. März begonnen hatten, stürzte die Konstruktion am 22. Mai 1897 ein. Der Turm wurde daraufhin in Backstein neu errichtet; das Richtfest fand am 3. September 1897 statt, die Einweihung am 3. Dezember desselben Jahres. Sein oberstes Geschoss beherbergt hinter den als Triforien gestalteten Klangarkaden den Glockenstuhl. In den Giebeln darüber befinden sich die Zifferblätter der Turmuhr. Der Giebel der Ostwand des Chors besteht aus Backstein, ebenso die Gewände der Maßwerkfenster von Langhaus und Chor.

Der Innenraum ist mit einer Holzbalkendecke überspannt. Er ist im Langhaus mit Emporen an drei Seiten ausgestattet. Der Triumphbogen, der ursprünglich das Langhaus mit dem Chor verband, wurde entfernt. Die Kirchenausstattung, zu der auch ein Kanzelaltar gehört, stammt von 1887. Die Orgel auf der Empore im Westen wurde 1887 von Wilhelm Remler gebaut.
Koordinaten: 52° 55′ 58,7″ N, 14° 2′ 9,6″ O