| Dreux | ||
|---|---|---|
| Staat | ||
| Region | Centre-Val de Loire | |
| Département (Nr.) | Eure-et-Loir (28) | |
| Arrondissement | Dreux | |
| Kanton | Dreux-1, Dreux-2 | |
| Gemeindeverband | Agglo du Pays de Dreux | |
| Koordinaten | 48° 44′ N, 1° 22′ O | |
| Höhe | 75–139 m | |
| Fläche | 24,27 km² | |
| Einwohner | 31.543 (1. Januar 2023) | |
| Bevölkerungsdichte | 1.300 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 28100 | |
| INSEE-Code | 28134 | |
| Website | www.drouais.com | |
Blick über die Innenstadt von Dreux | ||



Dreux ist eine französische Stadt mit 31.543 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Eure-et-Loir.
Dreux liegt etwa 90 Kilometer westlich von Paris, im Tal des Flusses Blaise, kurz vor dessen Mündung in die Eure.
Die Stadt war Hauptstadt eines kleinen gallischen Stammes, der sogenannten „Durocasses“. In der Römerzeit kreuzten hier wichtige Verkehrsstraßen. Im Mittelalter war die Stadt Sitz einer Grafschaft.
Schlacht von Dreux: Während des Ersten Hugenottenkriegs wurden am 19. Dezember 1562 die protestantischen Truppen unter Ludwig I. Prinz von Condé und Admiral Gaspard von Coligny in der Schlacht von Dreux von der katholischen Armee unter François de Lorraine besiegt.
Dreux ist der Geburtsort von François-André Danican Philidor (1726–1795), eines Komponisten, der heute vor allem als der stärkste Schachspieler des 18. Jahrhunderts bekannt ist. Das Schloss von Dreux ist bis heute Wohnsitz des jeweiligen Chefs des Hauses Orléans, gegenwärtig von Jean d’Orléans, Graf von Paris. Verschiedene Mitglieder der französischen Königsfamilie sind in der Chapelle Royale Saint Louis bestattet, die 1816 im Auftrag der Witwe des Herzogs von Orléans, Philippe Égalité, errichtet wurde, darunter auch dessen Sohn König Louis-Philippe I. und Königin Maria Amalia.
Im Deutsch-Französischen Krieg wurde Dreux am 19. November 1870 von preußischen Truppen eingenommen.
Internationale Beachtung erfuhr der Ort 1983, als der damals noch unbedeutende Front National hier seinen ersten großen Wahlerfolge erzielen konnte und die Mehrheit im Stadtrat erhielt; als Ursachen wurden die hohe Arbeitslosigkeit in der Industriestadt und die Überfremdungsängste wegen des Zuzugs von algerisch-muslimischen Einwanderern (vor allem Harkis aus dem Algerienkrieg) genannt. Während der 1990er Jahre konnte, im Gegensatz zum Trend im Rest des Landes, der Einfluss der Rechtsextremen jedoch zurückgedrängt werden, so dass die Partei heute mit nur 2 von 39 Ratsmitgliedern im Stadtrat vertreten ist; außerdem unternahm die Stadt umfangreiche Bemühungen, ihren schlechten Ruf zu verändern. Zur Europawahl 2014 wurde die FN mit 24,71 % stärkste Partei in Dreux; ebenso gewann sie die erste Runde der Regionalwahl 2015 in der Stadt mit 26,86 %, musste sich in der zweiten Runde aber dem Kandidaten eines Bündnisses verschiedener linker Parteien geschlagen geben.
Der Bahnhof wurde 1864 in Betrieb genommen. Die Züge verbanden zunächst Dreux mit Paris, seit 1870 verbinden sie Dreux auch mit Granville. Kurz hinter Dreux endet die Elektrifizierung. Elektro-Lokomotiven der Baureihe 27300 ziehen die RER-Wendezüge zwischen Paris-Montparnasse und Dreux, während die weiterführenden TER-Züge nach Granville und Argentan von Zweikraft-Triebzügen der Baureihe 84500 gefahren werden. Diese fahren bis Dreux elektrisch mit Stromabnehmern und ab Dreux mit ihren Dieselmotoren. An Werktagen gibt es von Paris bis Granville 7 Verbindungen, ein Taktfahrplan besteht bis heute (6.2026) nicht.
| Jahr | 1962 | 1968 | 1975 | 1982 | 1990 | 1999 | 2006 | 2018 |
| Einwohner | 21.588 | 29.408 | 33.101 | 33.379 | 35.230 | 31.849 | 32.723 | 30.664 |
| Quellen: Cassini und INSEE | ||||||||
Dreux ist durch Städtepartnerschaften verbunden mit