Drewag

DREWAG – Stadtwerke Dresden GmbH
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Rechtsform GmbH
Gründung 1997
Auflösung 2021
Auflösungsgrund Fusion
Sitz Dresden, Sachsen
Branche Energieversorgung
Stand: 2026
Heizkraftwerk Nossener Brücke
Graffito an einer Verteilerstation am Sachsenplatz
Straßenbahn der DVB mit Drewag-Werbung am Postplatz
Heißluftballon-Start vor der Brühlschen Terrasse Dresden mit DREWAG-Aufschrift
Zentrale Service-Stelle DREWAG-Treff im World Trade Center Dresden

Die DREWAG – Stadtwerke Dresden GmbH war ein mehrheitlich kommunales Energieversorgungsunternehmen mit Hauptsitz in Dresden. Die DREWAG betrieb in Dresden 4 Wasserwerke, 7 Heizkraftwerke, ein Wasserkraftwerk, 3 Photovoltaikanlagen und 4 Windkraftanlagen. Zum 1. Januar 2021 fusionierte das Unternehmen mit der ENSO – Energie Sachsen Ost AG zur SachsenEnergie AG.

Die DREWAG wurde im Sommer 2026 nach den Regelungen des Umwandlungsgesetzes auf ihre Muttergesellschaft, die SachsenEnergie AG (eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Dresden unter HRB-Nummer 965) verschmolzen. Die Eintragung der Verschmelzung in das Handelsregister erfolgte am 1. Juli 2026. Zugleich mit der Handelsregistereintragung erlosch die DREWAG als juristische Person. Infolge der Verschmelzung kam es zu einer Gesamtrechtsnachfolge. Sämtliches Vermögen und alle Verbindlichkeiten, alle Verträge, alle öffentlich-rechtlichen Genehmigungen und Gestattungen und alle sonstigen Rechtsverhältnisse der DREWAG gingen auf die SachsenEnergie AG über.

Geschichte

Die Drewag wurde am 1. Januar 1930 als Aktiengesellschaft gegründet und übernahm die Versorgung der Stadt Dresden mit Gas, Wasser und Strom. Bis zum August 1948 bestand die Drewag als Kapitalgesellschaft und ging anschließend in der Kommunalen Wohnungsverwaltung, im VEB Energieversorgung Dresden bzw. VEB Energiekombinat Dresden auf. Im Jahr 1993 wurden die kurz nach der politischen Wende entstandenen Unternehmen Dresdner Wärmeversorgung GmbH (DWV) und Teile der Energieversorgung Sachsen Ost AG (ENSO) zur Dresden Elektrizität und Fernwärme GmbH (DEF) zusammengeschlossen. Diese wurde wiederum 1997 mit Dresden Gas GmbH (DG) und Dresden Wasser und Abwasser GmbH (DWA) zur DREWAG Stadtwerke Dresden GmbH fusioniert, mit der Besonderheit, dass der Abwasserbereich der DWA als Stadtentwässerung Dresden GmbH selbstständig blieb.

Am 12. Oktober 2009 gab die Stadt Dresden bekannt, die Verträge mit den Miteigentümern fristgerecht zum 31. Dezember 2012 gekündigt zu haben und so mit dem Rückkauf der Drewag zu beginnen (Rekommunalisierung). Die Landesdirektion Dresden hatte den Beschluss des Stadtrates der Landeshauptstadt Dresden vom 18. März 2010 genehmigt, wonach die Technische Werke Dresden GmbH (TWD) die GESO Beteiligungs- und Beratungs-AG kaufen und ein neues Unternehmen mit dem Namen EnergieVerbund Dresden GmbH (EVD) errichten wird. In dieses Unternehmen wurde neben der GESO auch der bislang von der TWD gehaltene städtische Geschäftsanteil an der DREWAG – Stadtwerke Dresden GmbH (55 Prozent des Stammkapitals) eingebracht.

Nach Rückkauf der von EnBW gehaltenen 35 Prozent war die DREWAG zu 90 Prozent im Besitz der EVD, woran die Stadt Dresden über ihre Holding TWD (Technische Werke Dresden) zu 100 Prozent beteiligt war. Die restlichen 10 Prozent an DREWAG hielt die Thüga, ein Rückkauf ihrer Anteile war geplant. Aufsichtsratsvorsitzender war Oberbürgermeister Dirk Hilbert.

2021 fusionieren DREWAG und ENSO mit 3.300 Mitarbeitern zur SachsenEnergie AG. Die Marke DREWAG wurde zum 1. Juli 2026 aufgelöst.

Literatur

Commons: DREWAG – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Dresden: DREWAG und ENSO fusionieren zur SachsenEnergie AG. Abgerufen am 12. August 2022.
  2. ↑ Dresden startet den Rückkauf der Stadtwerke DREWAG. Landeshauptstadt Dresden, 12. Oktober 2009, abgerufen am 16. August 2015 (Pressemitteilung).
  3. ↑ Landesdirektion Dresden genehmigt Gründung der EnergieVerbund Dresden GmbH, Pressemitteilung 25/2010 der Landesdirektion Sachsen, 31. März 2010.
  4. ↑ Technische Werke stimmen Rückkauf der Drewag-Anteile zu. In: Dresdner Neueste Nachrichten. 30. Juni 2019, abgerufen am 15. September 2019.

Koordinaten: 51° 2′ 19,7″ N, 13° 43′ 54,8″ O