Die Liste von Begriffen des Drogenkonsums enthält umgangssprachliche und subkulturelle Begriffe des Konsums legaler und illegaler Stimulanzien. Entsprechende Artikel finden sich in der Kategorie:Drogenkonsum und Kategorie:Alkoholkonsum.
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Es fehlen viele Begriffe betr. Konsum legaler Drogen wie Alkohol und Nikotin.--Vergänglichkeit (Diskussion) 17:11, 23. Aug. 2020 (CEST)
Bhang = traditionelle Hanfzubereitung, die unter anderem in hinduistischen Religionsritualen Verwendung findet
Bicycle Day = „Fahrradtag“ (19. April 1943): Der Tag gilt heute als Zeitpunkt der Entdeckung der psychoaktiven Eigenschaften des LSD. Der Jahrestag wird von popkulturellen LSD-Anhängern als Bicycle Day gefeiert, da der Entdecker Albert Hofmann am Beginn seines bewusst induzierten Rauscherlebnisses mit dem Fahrrad nach Hause fuhr.
Bidi, Beedi = indische Zigarette, fast vollständig aus Tabak bestehend
Bierbong = Vorrichtung, die dazu dient, eine größere Biermenge in kurzer Zeit zu konsumieren
Binge Drinking = Rauschtrinken, viel Alkohol innerhalb kurzer Zeit trinken.
Blackout, Black Out = Gedächtnisstörungen, insbesondere infolge des Konsums von Ethanol, Benzodiazepinen und GHB
Blotter = engl. für Löschblatt, der wichtigsten Trägerform für LSD und manche andere hochpotente Drogen
Blue Punisher = Blaue Ecstasy-Tabletten mit dem Punisher-Skull-Logo
Blunt = Zigarre, die traditionell aufgetrennt und mit Marihuana neu befüllt wird.
Bodypacking = das Transportieren von Drogen in Körperöffnungen (z.B. im Ausscheidungstrakt oder in der Vagina)
Bodyload = eine Empfindung der Tastsinne und des Körpergefühls als energetisch aufgeladen beschrieben, welches insbesondere bei Psychedelika auftreten kann, vor allem im ersten Stadium des Rausches, kann mit Übelkeit und Unwohlsein verbunden sein
Bodystuffing = das Verschlucken von Drogen (Betäubungsmitteln) zum Verbergen derselben
Bombe = orale Einnahme von Drogen in Kapseln oder eingewickelt in Zigarettenpapier
Bömbchen = orale Einnahme von Drogen in Kapseln oder eingewickelt in Zigarettenpapier
Bong = Rauchgerät ähnlich einer Wasserpfeife, jedoch ohne Schlauch, meist zum Haschisch-rauchen
boofen, boofing = rektaler Konsum von Drogen
Booty bump(ing) = rektaler Konsum von Drogen, oft von Methamphetamin oder Kokain bei Chemsex
Candyflip = zeitnaher Mischkonsum von MDMA und LSD, der eine besondere Wirkung haben soll
Chalice (auch Wisdom Chalice oder Chillum Chalice) = ist eine Pfeife, die meist von Mitgliedern der Rastafari-Bewegung zum Rauchen von Cannabisprodukten verwendet wird
Changa/Xanga = rauchbare Form des DMTs (Dimethyltryptamin), welches auf Kräuter aufgebracht wird, oft in Kombination mit MAO-Hemmern
dippen = einen angefeuchteten Finger in ein kristallines oder pulverförmiges Rauschmittel drücken und die anhaftende Substanz vom Finger ablecken oder ablutschen
Konsumieren von chemischen Drogen wie z.B. Ecstasy
Eimer = Utensil zum THC-Konsum, in der klassischen Form bestehend aus einem Eimer als Behälter, einer bodenlosen Plastikflasche als Rauchkörper und durchsiebter Alufolie als „Kopf“.
Frankfurter Applaus = leichtes Klopfen mit ausgestreckten Fingern auf die Venen im Ellenbogen des anderen Armes – Vorbereitung auf intravenösen Drogenkonsum (speziell Heroin) oder Anspielung hierauf
Fressflash = Heißhunger nach Marihuanakonsum
Freebase = die freie Base von Kokain, welche durch erhitzen von Kokainhydrochlorid mit Ammoniak gewonnen wird und deren Dämpfe meist inhaliert werden.
Fusel = unreiner, billiger Alkohol, der meist starke Übelkeit verursacht
G
G (englisch ausgesprochen) als Sammelbezeichnung für GHB bzw. GBL
G (meist deutsch ausgesprochen) = Mengenangabe (1 G = 1 Gramm)
Holländischer Joint = Drehart eines Joints, bei dem beim Rauchen weniger Drehpapier geraucht wird, als bei herkömmlichen Joints; auch „inside out“ genannt
Homegrowing = Eigenanbau von Cannabispflanzen (zur Gewinnung von Marihuana)
Horrortrip = subjektiv negativ oder bedrohlich wahrgenommener Rausch von Halluzinogenen oder Cannabis
Hotboxing = rauchen von Cannabis in einem abgeschlossenen kleinen Raum, damit THC-haltige Atemluft/Rauch nicht entweichen kann
Kau-Flash = Kieferkrampfen, eine Nebenwirkung einiger Stimulanzien.
Kawumm = große Rohrpfeife mit zwei Öffnungen, kann auch zu zweit geraucht werden
K-Hole = Bewusstseinzustand der durch intensiven Ketamin-Konsum erzeugt wird, bei dem eine Persön äußerlich nicht-ansprechbar bzw. bewusstlos wirkt und innerlich aber intensive Halluzinationen erlebt.
Knaster = umgangssprachlich für rauchbare Pflanzenteile oder Tabak
Knastpapier = Papier, welches mit Drogen, oft synthetischen Cannabinoiden, getränkt wurde. Knastpapiere werden oft verwendet um Drogen mittels der Post in Gefängnisse zu schmuggeln.
Kräuter/Kräutermischung = gemeint ist die synthetische Droge Spice bzw. synthetische Cannabinoide, deren psychoaktive Wirkstoffe auf Kräuter aufgebracht werden
Krokodil = Desomorphin, da die grünliche Verfärbung der Haut um die Injektionsstelle herum an eine Krokodilhaut erinnert
Kugel = oder Kügelchen, siehe Bubble
Kurzer = Konsumeinheit von rund 2–4 cl eines alkoholischen Getränks
Kush = Herkunftsort einer bekannten dunklen Haschischsorte
Packing (englische Aussprache) = ein als Tütchen gefaltetes Papier (Szenetypisches Päckchen), in welchem Portionen von pulverförmigen Rauschmitteln, wie z.B. Heroin, Kokain oder diverse Amphetamine, zum Transport verpackt werden
Paffen = beim Rauchen den Rauch nicht in die Lunge ziehen, seltener: Cannabis rauchen, welcher jedoch immer auf Lunge geraucht wird
Pappe = LSD auf portionsweise perforiertem Löschpapier oder eben Pappe
Pappmaul = trockener Mund nach Cannabis-Konsum
Paper = (englisch ausgesprochen), gleich Bedeutung wie Pappe (siehe oben), das heißt LSD
Peace = PCP, Phencyclidin – zu beachten ist die gleichklingende Bezeichnung Piece für Haschisch. Oft wird diese auch fälschlicherweise oder aus Unwissenheit Peace geschrieben.
Pink Cocaine = Pinkes Pulver, welches eine stark variierende Mischung verschiedener Drogen enthält, vor allem MDMA und Ketamin
Pipe = Pur- oder Haschischpfeife
Platte = gepresstes Haschisch, meist 100g
Plombe = in Plastikfolie eingewickelte Portion von pulverförmigen Rauschmitteln, wie z.B.: Heroin (o.a. Kokain), die an einem Ende wie ein Bonbon verdreht und dann über der Flamme eines Feuerzeug verschweißt wird, – hat den Grund, dass die Plomben (in der Regel mehrere) vom Verkäufer im Mund transportiert und im Falle einer Polizeikontrolle (Razzia) hinuntergeschluckt werden können
Speed = Rauschmittel in Form eines weißlichen oder gelblichen kristallinen Pulvers oder auch einer Paste. Wirkstoff ist meist Amphetamin, aber auch andere Wirkstoffe können enthalten sein.
Speedball = eine geschnupfte oder intravenös injizierte Kombination von Heroin und Kokain
Speedpickel = Hautunreinheiten, welche infolge von Speed-Konsum auftreten.
stoned = (eher sedierter) Rauschzustand von Drogen aus Hanfsorten, siehe Cannabis
Stoner-Movie = auch Stoner-Film oder Kiffer-Film ist ein Film, deren Handlung sich um den Konsum von Cannabis- oder Haschisch-Drogen dreht oder in dem sie vorkommen
Strecken, Streckmittel = Drogen vermischen mit anderen, billigeren Substanzen; etwa Lactose in Pulver wie Speed
Tusi = „Pink Cocaine“, Pinkes Pulver, welches eine stark varierende Mischung verschiedener Drogen enthält, vor allem MDMA und Ketamin. Der Name sollte vermutlich ursprünglich auf 2C-B anspielen.
Tüte = Joint/Zigarette konischer Form, meist mit Tabak-Hanfmischung gefüllt
Turkey (englisch ausgesprochen) = Entzugserscheinungen von Heroin
Türkisch (rauchen), Türkische Runde = den Rauch so lang in der Lunge behalten, bis der Joint einmal die Runde gemacht hat und man wieder am Zug ist (auch Russisch, Knastrunde oder polnische Runde genannt).
U
untergärig = Bier bei dessen Herstellungsvorgang die Bierhefe nach der Gärung auf den Boden des Gärgefäßes absinkt
Upper = antriebssteigernde, aufputschende Drogen wie Amphetamin, im Gegensatz zu Downern
up your bum = rektaler Konsum von Drogen
User = Konsument
V
Valium = Diazepam, verallgemeinert abgleitet von einem Medikamentennamen
Vaporizer oder Vaporisator = ist ein Gerät zur Verdampfung von Wirkstoffen.
Kleines Lexikon der Drogen. In: Brigitte Vetter: Psychiatrie. Ein systematisches Lehrbuch. Schattauer, 2007, ISBN 3-7945-2566-3, S. 328 ff. (Anhang 1).
↑Hängenbleiben.In:drugscouts.de.Abgerufen am 13.Januar 2026.
↑Lexikon 5-MeO-DMT.In:drugscouts.de.Abgerufen am 16.Januar 2026:„Viele User*innen berichten zudem von einem Zustand der absoluten Leere, auch „The Void“ genannt.“
↑Lexikon Alkohol.In:drugscouts.de.Abgerufen am 16.Januar 2026:„Ein Alkoholentzug sollte nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgen, da schwerwiegende, zum Teil lebensgefährliche körperliche Entzugserscheinungen wie Krampfanfälle, Schweißausbrüche, Zittern, akustische und optische Halluzinationen (»weiße Mäuse«) sowie Unruhe, Gereiztheit, Ängste und depressive Verstimmungen bis hin zu Selbstmordgedanken auftreten können“
↑Methamphetamin (Crystal Meth) - Drogenlexikon.In:drugcom.de.Abgerufen am 9.Januar 2026:„Auf dem Schwarzmarkt wird Methamphetamin auch als Meth, Crystal, Yaba, Perlik, Piko, Crank, Speed, Crystal-Speed oder Ice bezeichnet.“
↑Stoff - Drogenlexikon.In:drugcom.de.Abgerufen am 10.Januar 2026:„Umgangssprachlich wird der Begriff „Stoff“ auch als Bezeichnung für Droge verwendet.“
Stefanie Bötsch, Fabian Pitter Steinmetz: Drogen und ihre Wirkung - Substanzkunde für soziale, pädagogische und therapeutische Berufe. 1. Auflage. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart, 2025, ISBN 978-3-17-043612-1
12345Abu Shafi, Alex J. Berry, Harry Sumnall, David M. Wood und Derek K. Tracy:New psychoactive substances: a review and updates. In: Therapeutic Advances in Psychopharmacology. 10. Jahrgang, 17.Dezember 2020, doi:10.1177/2045125320967197, PMID 33414905 (englisch).
↑Wolfgang Schmidbauer, Jürgen vom Scheidt: Handbuch der Rauschdrogen, „Der Slang der Drogen-Szene“, S. 411
↑Bernhard van Treeck: Das Drogen- und Suchtlexikon, S. 81
↑Bernhard van Treeck: Das Drogen- und Suchtlexikon, S. 81
↑Earth and Fire Erowid:Spotlight on NBOMes: Potent Psychedelic Issues.In:erowid.org.Juli 2013,abgerufen am 8.Januar 2026:„Most descriptions indicate that the NBOMes trigger less complex introspection than LSD, but produce strong visual and sensory effects, with the phrase "eye candy" occasionally being used.“
↑Ruth Zimmermann, Amrei Krings, Franziska Schneider, Dirk Schäffer, Esther Neumeier:Konsumutensilienvergabe in Deutschland: Ergebnisse einer Befragung von Einrichtungen der Drogenhilfe und Suchttherapie zur Ausgabe von Utensilien zum sicheren Drogenkonsum 2018. In: Suchttherapie. 23. Jahrgang, Nr.3, 2022, S.130–140, doi:10.1055/a-1770-9465.
↑schmauchen. In: Wiktionary. 22.Dezember 2022 (wiktionary.org[abgerufen am 23.September 2024]).
↑Tobias Kniebe:Kino - Wenn das Mutter wüsste.In:sueddeutsche.de.29.Juni 2018,abgerufen am 13.Januar 2026:„Dieses superhübsche Mädchen zum Beispiel, irgendwo tief in den Katakomben, wo die Beats gerade noch hinreichen, schwer und dunkel, wie in Watte. Hängt kotzend über der Kloschüssel, voll am Schmieren, völlig weggetreten, war zu gierig mit der Pipette, beim Nachladen nicht auf die Uhr geschaut, jetzt erbricht sie ihren finalen Kontrollverlust in die Kanalisation.“