| Druja / Druja | |||
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| Друя / Друя | |||
| (belarus.) / (russisch) | |||
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| Staat: | |||
| Woblasz: | |||
| Koordinaten: | 55° 47′ N, 27° 27′ O | ||
| Einwohner: | 1.500 (2006) | ||
| Zeitzone: | Moskauer Zeit (UTC+3) | ||
| Telefonvorwahl: | (+375) 2153 | ||
| Postleitzahl: | BY - 211960 | ||
| Kfz-Kennzeichen: | 2 | ||
Druja (belarussisch Друя, russisch Друя, polnisch Druja, jiddisch דרויע) ist eine Agrarstadt im Norden von Belarus in der Wizebskaja Woblasz und ist Teil des Rajon Braslaus. Der Ort liegt an der Düna unmittelbar an der Grenze zu Lettland.
Mitte des 16. Jahrhunderts wurde durch die Familie Massalski in Druja eine Holzburg errichtet. Im Jahre 1611 kam der Ort in den Besitz der Familie Sapieha die dort 1618 eine neue Holzburg erbauen ließ. 1620 wurde der Siedlung durch den polnische König Sigismund III. Wasa das Magdeburger Recht sowie ein Stadtwappen verliehen. Durch Kanzler Kazimierz Lew Sapieha wurde 1643 eine Bernhardinerkirche samt Kloster in der Stadt errichtet. Am 24. Dezember 1654 wurden die Burg und die Stadt von russischen Truppen eingenommen. Obwohl der Ort 1660 von Polen zurückerobert wurde, fiel er bereits 1664 erneut unter russische Herrschaft und wurde darauf niedergebrannt. Die Burg wurde daraufhin wiederaufgebaut, verlor jedoch im Laufe der Zeit ihre strategische Bedeutung. Während des Großen Nordischen Krieges wurde die Stadt im Jahr 1701 erneut von den Russen besetzt. In Druja trafen sich im Verlauf des Krieges König August II. und Zar Peter I., die gemeinsam gegen Schweden verbündet waren. Im 18. Jahrhundert kam es zur Errichtung eines neuen Rathauses und die Straßen in Druja wurden gepflastert.

1793, im Zuge der Zweiten Teilung Polens, wurde Druja von Russland annektiert. Zu jener Zeit zählte die damalige Stadt 3400 Einwohner und umfasste dabei 500 Wohnhäuser. Seit dem 17. Jahrhundert bestand in Druja ein orthodoxes Männerkloster, bis es durch ein Dekret von Zar Alexander I. im Jahr 1809 aufgelöst wurde. Nach dem Polnisch-Sowjetischen Krieg kam Druja 1921 wieder zu Polen. Laut der allgemeinen Volkszählung von 1921 hatte die Stadt damals 2453 Einwohner: 911 waren römisch-katholisch, 318 orthodox, 6 evangelisch, 1011 jüdisch und 207 Altgläubige. Gleichzeitig identifizierten sich 1221 der Einwohner als Polen, 281 als Belarussen, eine Person als deutsch, 830 als Juden, 84 als Russen und 36 als Litauer. Bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges im Jahr 1939 lag Druja in der Woiwodschaft Wilna und befand sich im äußersten Nordosten von Polen, direkt an der Grenze zu Lettland. Mit der Sowjetischen Besetzung Ostpolens kam Druja zur Weißrussischen SSR, innerhalb der Sowjetunion. Nach dem deutschen Angriff auf die Sowjetunion stand der Ort ab 1941 unter deutscher Besatzung und wurde im Zuge der Operation Bagration im Sommer 1944 von der Roten Armee wieder befreit. Druja wurde darauf wieder in die Weißrussische SSR eingegliedert und verblieb in dieser bis zum Zerfall der Sowjetunion.
Seit 1991 ist Druja eine Agrarstadt im Norden der unabhängigen Republik Belarus.