Düdelingen

Düdelingen
Wappen Karte
Wappen von Düdelingen Lage von Düdelingen im Großherzogtum Luxemburg
Basisdaten
Rathaus von Düdelingen
Rathaus von Düdelingen
Staat: Luxemburg Luxemburg
Koordinaten: 49° 29′ N, 6° 5′ OKoordinaten: 49° 28′ 52″ N, 6° 5′ 1″ O
Kanton: Esch an der Alzette
Einwohner: 22.203 (1. Januar 2025)
Fläche: 21,4 km²
Bevölkerungsdichte: 1039 Einw./km²
Postleitzahl: 3401 – 3598
Gemeindenummer: 0203
Website: www.dudelange.lu
Politik
Bürgermeister: Dan Biancalana (LSAP)
Schöffen: Loris Spina (LSAP)
Josiane Di Bartolomeo-Ries (LSAP)
René Manderscheid (LSAP)
Claudia Dall’Agnol (LSAP)
Wahlsystem: Verhältniswahl
Sitzverteilung im Gemeinderat:
1
10
2
1
4
1
1 10 2 1 4 1 
Insgesamt 19 Sitze
Regierende Fraktion: LSAP
Opposition: CSV, déi gréng, DP, déi Lénk, ADR
Straße im Zentrum von Düdelingen

Düdelingen (luxemburgisch Diddelengⓘ/?, französisch Dudelange) ist eine Stadt und eine Gemeinde im Großherzogtum Luxemburg. Sie gehört zum Kanton Esch an der Alzette und ist mit 22.203 Einwohnern (Stand 1. Januar 2025) neben der Stadt Esch an der Alzette der wichtigste Industriestandort des Landes.

Geografische Lage

Düdelingen liegt unmittelbar an der Grenze zu Frankreich etwa auf halbem Weg zwischen der Stadt Luxemburg und dem lothringischen Thionville. Die französischen Nachbarorte sind Zoufftgen und Volmerange-les-Mines.

Die Stadtviertel

Geschichte

Bevölkerungsentwicklung

Düdelingen: Einwohnerzahlen von 1821 bis 2025
Jahr  Einwohner
1821
  
1.398
1851
  
1.652
1871
  
1.593
1880
  
1.593
1890
  
5.091
1900
  
8.741
1910
  
10.803
1922
  
10.307
1935
  
13.572
1947
  
12.878
1960
  
14.617
1970
  
14.615
1981
  
14.072
1990
  
14.254
2000
  
17.060
2010
  
18.507
2020
  
21.291
2025
  
22.203
Quelle(n): Institut national de la statistique et des études économiques (STATEC)

Politik

Gemeinderat

Die Gemeinde Düdelingen wird von der sozialistischen LSAP regiert, welche im Gemeinderat durch eine absolute Mehrheit vertreten ist.

Zur Kommunalwahl im Juni 2023 stellten sich sechs Parteilisten zur Wahl, von denen alle sechs den Einzug in den Gemeinderat schafften.

Gemeinderatswahl Düdelingen 2023
 %
60
50
40
30
20
10
0
50,1 %
19,6 %
9,7 %
8,7 %
7,0 %
4,8 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2017
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  −2
  −4
−0,2 %p
−3,3 %p
−3,7 %p
+8,7 %p
+1,1 %p
−2,7 %p

Partnerstädte

Düdelingen ist seit 1958 mit der Stadt Lauenburg/Elbe in Deutschland und der französischen Gemeinde Manom verpartnert sowie seit 2003 mit der polnischen Stadt Lębork.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Centre national de l’audiovisuel (CNA)
Pfarrkirche St. Martin

Museen und Galerien

  • Stadtmuseum (Musée municipal)
  • Museum der Zwangsrekrutierten (Musée des Enrôlés de Force)
  • die permanente Fotoausstellung The Bitter Years – 1935–1941 von Edward Steichen im ehemaligen Wasserturm
  • Kunstgalerien (Centre d’art Dominique Lang, Centre d’art Nei licht, Galerie d’Art Armand Gaasch, Adam’s Art Gallery)

Kultur- und Dokumentationszentren

  • Regionales Kulturzentrum (CCRD) Opderschmelz
  • Nationales audiovisuelles Zentrum (CNA, Centre national de l’audiovisuel) im selben Gebäude
  • Dokumentationszentrum für Migrationsgeschichte (Centre de Documentation sur les Migrations Humaines)

Musik

Düdelingen ist über die Landesgrenzen hinaus bekannt wegen des internationalen Orgelwettbewerbs Concours international d’orgue de Dudelange, der alle zwei Jahre im Rahmen des Musikfestivals Festival International de Musique d’Orgue Dudelange (FIMOD) in der Pfarrkirche St. Martin ausgetragen wird.

Bauwerke

Grünflächen

  • Naturschutzgebiet Haard
  • Stadtpark Lé’h mit dem Kletterpark Park Lé’h Adventures und einem Parcours für Kinder
  • Parc Émile Mayrisch

Sport

In Düdelingen ist der Fußballverein F91 Düdelingen beheimatet, der seit dem Jahr 2000 14-mal (Stand 2018) luxemburgischer Meister wurde. Er trägt seine Heimspiele im Jos-Nosbaum-Stadion aus. Größter sportlicher Erfolg ist das Erreichen der Gruppenphase der UEFA Europa League 2018/19. Dies konnte in der folgenden Saison wiederholt werden.

Der Sendeturm von Düdelingen

Sendeturm Düdelingen

In der Nähe der Stadt befindet sich der 285 m hohe Sendeturm Düdelingen für UKW und TV, der als freistehender Stahlfachwerkturm ausgeführt ist. Am 31. Juli 1981 wurde dieser Sendeturm von RTL von einem belgischen Militärflugzeug ungefähr in der Mitte getroffen und brach daraufhin zusammen. Die herabstürzenden Trümmerteile zerschlugen ein in der Nähe stehendes Haus und töteten das in diesem Haus lebende Ehepaar. Der Pilot der Unfallmaschine starb ebenfalls. Der Sendeturm wurde danach wieder aufgebaut, allerdings nicht mehr ganz so hoch wie vor dem Unfall.

Verkehr

Düdelingen verfügt auf der CFL-Linie 60a, die von Bettembourg nach Volmerange führt, über zwei Bahnhöfe und zwei Haltestellen: Dudelange-Usines, Dudelange-Centre, Dudelange-Ville und Dudelange-Burange.

Die regionale Buslinie 5 verbindet Düdelingen mit Esch an der Alzette, und zwar über Rümelingen – Tétange – Kayl – Budersberg (Stadtteil von Düdelingen) und verkehrt im Viertelstundentakt. Endstation ist der Haltepunkt Gemeng. Seit 1999 ist für die innerstädtische Personenbeförderung zusätzlich ein „Citybus“ eingesetzt, der alle 250 Meter halten kann.

Die Stadt liegt südwestlich des Autobahnkreuzes der Collectrice du Sud oder Saarautobahn mit der E 25. Sie ist sowohl an die Autobahn A13 (Petingen–Saarbrücken) als auch an die Autobahn A3 von Thionville nach Luxemburg (Stadt) über eine eigene Auf- und Abfahrt angeschlossen.

Söhne und Töchter der Stadt

ebenso:

Literatur

Commons: Dudelange – Sammlung von Bildern

Einzelbelege

  1. ↑ Population by canton and municipality, citizenship and sex. Abgerufen am 5. Oktober 2025.
  2. ↑ Antoine Lorang: Arbeitersiedlungen – Eine Wohnform schafft Stadt. In: Der Luxemburg Atlas – Atlas du Luxembourg. Herausgeber: Universität Luxemburg, Emons, Köln 2009, ISBN 978-3-89705-692-3. (Karten, Fotos, deutsch/französische Texte). S. 78
  3. ↑ Population by canton and municipality – Düdelingen. In: STATEC. Abgerufen am 20. August 2026.
  4. ↑ Dudelange. Abgerufen am 15. Juni 2023 (französisch).
  5. ↑ „La Ville de Dudelange est jumelée avec la commune française de Manom et la ville allemande de Lauenburg/Elbe depuis 1958, ainsi qu’avec la commune polonaise de Lebork depuis 2003.“ (Memento vom 23. März 2019 im Internet Archive) Abgerufen am 23. März 2019, 15:51
  6. ↑ Centre culturel régional opderschmelz (Memento vom 8. Dezember 2015 im Internet Archive) auf der Website der Stadt, abgerufen am 2. Dezember 2015.
  7. ↑ Concours international d’orgue de Dudelange. Deutsches Musikinformationszentrum (Miz), 8. Dezember 2021, abgerufen am 9. Februar 2022.
  8. ↑ Michel Pauly: Marktorte im alten Herzogtum. In: Der Luxemburg Atlas – Atlas du Luxembourg. Herausgeber: Universität Luxemburg, Emons, Köln 2009, ISBN 978-3-89705-692-3. (Karten, Fotos, deutsch/französische Texte). S. 22.
  9. ↑ spiegel.de: Düdelingen schafft die Sensation – Erster Luxemburger Klub in der Europa League
  10. ↑ tageblatt.lu: Die Sensation ist perfekt: Düdelingen steht in der Gruppenphase der Europa League, 30. August 2019
  11. ↑ Fahrplan 2015 der Linie 60a (Memento vom 23. September 2015 im Internet Archive) auf der Website der CFL, (PDF; 1,5 MB), abgerufen am 2. Dezember 2015
  12. ↑ Bus (Memento vom 14. Oktober 2011 im Internet Archive)