Duologues 7: Distillation

Duologues 7: Distillation
Studioalbum von Ivo Perelman / Matthew Shipp

Veröffent-
lichung

1. Oktober 2026

Aufnahme

30. Dezember 2025 / 16. Januar 2026

Label(s)

Squid Note

Format(e)

2 LP, CD, Download

Genre(s)

Jazz, Neue Improvisationsmusik

Titel (Anzahl)

19

Länge

1:48:27

Besetzung

Studio(s)

Park West Studios, NYC

Chronologie
Ivo Perelman, Matthew Shipp, William Parker, Bobby Kapp: Synestesia
(2026)
Duologues 7: Distillation —

Duologues 7: Distillation ist ein Musikalbum von Ivo Perelman und Matthew Shipp. Die am 30. Dezember 2025 und 16. Januar 2026 in den Park West Studios in New York City entstandenen Aufnahmen erschienen am 1. Oktober 2026 auf dem Label Squid Note.

Hintergrund

Das Doppelalbum Duologues 7: Distillation ist das 18. Duo-Album des in New York lebenden Tenorsaxophonisten Ivo Perelman und des Pianisten Matthew Shipp, das im Dezember 2025 und Januar 2026 in zwei Sessions in Perelmans Stammstudio, den Park West Studios, aufgenommen wurde. Perelman und Shipp begannen ihre musikalische Zusammenarbeit dreißig Jahre zuvor mit Bendito of Santa Cruz (Cadence Jazz Records, 1997). Wie Shipp sagt: „Mit Ivo zu spielen bedeutet, sich auf einen Weg zu begeben. Wir wollen gemeinsam ein Universum erschaffen, und wir wollen ein sich ausdehnendes Universum.“

Das Album ist die siebte Folge von Ivo Perelmans Duologues-Reihe nach Duologue 6: Core of Existence mit Damon Smith.

Titelliste

CD 1 – Volume 1

  1. One 4:57
  2. Two 3:38
  3. Three 7:26
  4. Four 6:43
  5. Five 6:55
  6. Six 5:50
  7. Seven 6:33
  8. Eight 6:01
  9. Nine 4:47

CD 2 – Volume 2

  1. One 5:14
  2. Two 6:21
  3. Three 6:50
  4. Four 3:51
  5. Five 5:16
  6. Six 4:37
  7. Seven 7:18
  8. Eight 4:35
  9. Nine 5:21
  10. Ten 6:14

Die Kompositionen stammen von Ivo Perelman und Matthew Shipp.

Rezeption

Matthew Shipp und Ivo Perelman 2017

Distillation biete 19 unbetitelte, spontane und intuitive, tiefgründige, telepathische und besinnliche Dialoge, sanfte Tänze, exzentrische Beschwörungen und Spaziergänge auf konvergierenden und divergierenden Pfaden, die die sich ergänzenden musikalischen Universen von Perelman und Shipp immer weiter ausdehnen und kontrastieren würden, meint Eyal Hareuveni (Salt Peanuts). Perelmans direktes, ausdrucksstarkes Spiel würde mit Shipp und seinen rätselhaften Abstraktionen einen äußerst organischen Partner finden. Sie inspirierten, provozierten und bereicherten das musikalische Universum des anderen nach wie vor auf die intimste und unvorhersehbarste Weise, ohne dabei Funken beeindruckender Virtuosität entfachen zu müssen. Distillation würde das Gefühl dafür vertiefen, wie sehr Perelmans und Shipps musikalische Universen miteinander verflochten und voneinander abhängig seien, als bräuchten sie solche häufigen Begegnungen, um ihre persönliche Ästhetik aufzufrischen und zu verfeinern. Und tatsächlich sei ihr erste Album Bendito of Santa Cruz von brasilianischen, folkigen Themen geprägt gewesen, die folgenden Alben hingegen von den stürmischen, physischen Angriffen und Eruptionen des Free Jazz der späten Sechzigerjahre.

„Diese Partnerschaft hält an, weil der Ideenvorrat zwischen den beiden niemals versiegt“, meint S. Victor Aaron (Something Else!). Die beiden hätten noch so viel zu bieten, dass dieser spezielle „Duologue“ sich über zwei CDs bzw. Bände erstrecken würde. Perelman und Shipp wollten die Entwicklungen bis zu ihrem logischen Ende ausreizen und nicht darüber hinaus. Wenn Ivo Perelman sich mit Matthew Shipp zusammentue, um spontane Musik zu schaffen, sei das Zauberei, die aus jahrelangem gegenseitigen Eintauchen in die Gedankenwelt des anderen entstehe. Auch nach dreißig Jahren sei diese Magie noch immer da.

„Zusammenlaufende und auseinanderführende Wege, Idiome und Dialoge, sich ausdehnende und zusammenziehende Universen, die sich im Einatmen und in der Wendung eines Satzes begegnen“: Dies führe diesen Teil von Perelmans „Duologues“-Reihe hin zu Gegensätzen in spiralförmiger Gegenüberstellung, hin zu den Wechselfällen der Freiheit, schrieb Marc Medwin (Squid’s Ear). Die Musik, der man diesen belasteten Begriff zuschreibe – eine falsche Vorstellung, die lediglich darin bestehe, dass sie den Preis und den Aufwand außer Acht lasse, die nötig seien, damit jede einzelne Note erklingen könne –, könne nicht anders sein, als sie seien und könne weder in einer anderen Zeit noch an einem anderen Ort existieren als dort, wo sie sei. Ihre Kommunikation sei zu direkt, zu unmittelbar. Seit drei Jahrzehnten würden Perelman und Shipp alle Arten des Spiels, des Zusammenspiels und des Austauschs dokumentieren und so einen umfangreichen, sich ständig weiterentwickelnden Katalog schaffen. Jeder Klang sei eine Dichotomie, durchdrungen von sich überschneidenden Geschichten und der Kraft spontaner Erfindung. Mit erstaunlicher Unabhängigkeit und berührender Symbiose habe das Duo eine Sprache von immer größerer Intimität entwickelt. Shipps einzigartige, registerübergreifende Artikulation – eine Art Start-Stopp-Staccato und Legato, das die gesamte Klaviatur umfasse – sei in der improvisierten Musik einzigartig. Perelmans Spielspektrum auf dem Tenorsaxophon würde einen ähnlich herausragenden Höhepunkt erreichen.

Einzelnachweise

  1. 1 2 Eyal Hareuveni: Ivo Perelman / Matthew Shipp: Duologues 7: Distillation. In: Salt Peanuts. 11. Oktober 2026, abgerufen am 19. Oktober 2026 (englisch).
  2. ↑ S. Victor Aaron: Ivo Perelman + Matthew Shipp – ‘Duologue 7: Distillation’ (2026). In: Something Else! 6. Oktober 2026, abgerufen am 19. Oktober 2026 (englisch).
  3. ↑ Marc Medwin: Ivo Perelman / Matthew Shipp – Duologues 7: Distillation (Squid Note Records). In: Squid‘s Ear. 2. Oktober 2026, abgerufen am 19. Oktober 2026 (englisch).