Dust to Dust

Dust to Dust
Studioalbum von Butch Morris

Veröffent-
lichung

1991

Aufnahme

1990

Label(s)

New World Records

Format(e)

CD, Download

Genre(s)

Jazz, Neue Improvisationsmusik

Titel (Anzahl)

8

Länge

1:00:01

Besetzung

Produktion

Arthur Moorhead, Wayne Horvitz

Studio(s)

Skyline Studios, New York City

Chronologie
Homeing
(1989)
Dust to Dust J.A. Deane • Shelley Hirsch Jason Kao Hwang• Hans Koch • Paul Lovens • Butch Morris • Hans Reichel • Martin Schütz: X-Communication
(1992)

Dust to Dust ist ein Musikalbum von Butch Morris. Die 1990 in den Skyline Studios in New York City entstandenen Aufnahmen erschienen 1991 auf New World Records.

Hintergrund

Bei „Dust to Dust“ arbeitete Lawrence Butch Morris mit einer Besetzung von zwölf Musikern, darunter der Schlagzeuger Andrew Cyrille, die Pianistin Myra Melford, die Harfenistin Zeena Parkins, der Klarinettist Marty Ehrlich und der Keyboarder Wayne Horvitz. Dafür schuf Morris ein Programm aus sieben Stücken, in denen er elektronische und akustische Elemente miteinander vermischte, um sich ständig wandelnde Ambient-Klanglandschaften zu erzeugen.

Titelliste

  1. Othello B 7:58
  2. The Bartok Comprovisation 7:05
  3. Via Talciona 12:12
  4. Long Goodbye 10:32
  5. Dust to Dust, Second and Third Parts 7:33
  6. Food Chain Dialogue 7:33
  7. Othello A 7:08

Die Kompositionen stammen von Butch Morris.

Rezeption

Stephen Cook verlieh dem Album in Allmusic viereinhalb Sterne und schrieb, Lawrence „Butch“ Morris’ Dirigiertechnik Jo – eine Form der gelenkten Improvisation, bei der die Musiker einer Vielzahl von Handzeichen des Dirigenten folgen, um sowohl notierte als auch nicht notierte Musik zu gestalten und neu zu gestalten – habe zwar nicht den verehrten Status von Ornette Colemans „harmolodischer“ Methode der freien Improvisation erlangt, jedoch ebenso spannende Musik hervorgebracht. Tatsächlich würde Morris’ Musik – ähnlich wie die gelungene Mischung aus Komposition und Improvisation in den Werken von Anthony Braxton und John Zorn – eine relativ strukturierte Herangehensweise widerspiegeln, die Colemans eher frei gestaltete Werke zuweilen sogar übertreffe. Die Stücke würden von den weitläufigen und pastoral anmutenden „Via Talciona“ und „Othello A“ (wobei die Harfenparts vage an japanische Koto-Musik erinnern) bis hin zur straffer komponierten, atonalen und minimalistischen „Bartok Comprovisation“ reichen, das durch repetitive Figuren am Klavier und einer Vielzahl elektronischer Instrumente beharrlich vorangetrieben werde. Während der gesamten Dauer dieser Stücke schwebten eine Vielzahl von Klangfragmenten ein und aus, während sich die ursprünglichen Themen zunehmend auflösen und durch vielfältige rhythmische Verschiebungen aufgebrochen würden. Einige klangliche Spielereien würden nicht ganz aufgehen, wie etwa ein paar ungeschickte Gitarrenpassagen in „Via Talciona“, doch angesichts des hohen Improvisationsanteils und des größtenteils nahtlosen Ergebnisses wirkten diese Ausrutscher letztlich als reizvolle Abweichungen.

Einzelnachweise

  1. 1 2 Besprechung des Albums von Stephen Cook bei AllMusic (englisch). Abgerufen am 31. Oktober 2026.
  2. ↑ Butch Morris – Dust To Dust. In: Discogs. Abgerufen am 31. Oktober 2026 (englisch).