E. J. Swift ist eine britische Schriftstellerin. Sie schreibt sowohl Romane als auch Kurzgeschichten. Ihr Roman When There Are Wolves Again gewann 2026 den Arthur C. Clarke Award für Science-Fiction.
Swift studierte Englische und Amerikanische Literatur an der University of Manchester. Anschließend besuchte sie die Royal Holloway, University of London, um ihren Master in Kreativem Schreiben abzuschließen.
Swifts Kurzgeschichten wurden in mehreren Anthologien veröffentlicht, u. a. erschien The Endling Market 2017 sowohl in The Best of British Science Fiction als auch in 2084: A Science Fiction Anthology. The Spiders of Stockholm erschien sowohl 2014 in Irregularity, als auch 2016 in The Extinction Event, der letzten Anthologie des Kleinverlags Jurassic London.
2012 veröffentlichte Swift ihren Debütroman Osiris, den ersten Teil der The Osiris Project-Trilogie. Das Manuskript dazu hatte sie bereits kurz nach ihrem Master-Abschluss fertig geschrieben, jedoch noch keinen Agenten oder Verlag dafür gefunden. Osiris spielt 400 Jahre in der Zukunft und arbeitet mit Themen der Ungleichheit in einer von der Klimakatastrophe betroffenen Welt. Niall Harrison vom Los Angeles Review of Books zog Parallelen zu Julie Bertagnas Exodus. Osiris wurde 2014 mit Cataveiro und 2015 mit Tamaruq fortgesetzt.
Der Roman Paris Adrift aus dem Jahr 2018 handelt von Zeitreisen und dem Versuch das Ende der Welt im Jahr 2070 zu verhindern. Der Schauplatz des Romans wurde von Swifts eigener Erfahrung in Montmartre beeinflusst, wo sie einige Zeit lebte.
Ihr Roman The Coral Bones wurde 2022 veröffentlicht und wurde 2025 von When There Are Wolves Again gefolgt. Swift beschreibt die beiden Romane als „Schwesternromane“, da beide sich mit Problemen des Klimakollapses beschäftigen.
Die Klimakrise und ein Klimakollaps sind wiederkehrende Themen in Swifts Werken. Besonders aufmerksam auf das Thema wurde Swift während ihrer Zeit an der Universität. Chelsea Haith von der University of Oxford bezeichnete in ihrem Podcast Narrative Futures Swifts Werk als „climate fiction“ (dt. Klimafiktion). Ihr erster Roman Osiris spielt in einer postapokalyptischen Welt fünfzig Jahre nachdem der Klimakollaps dafür gesorgt hat, dass die gesamte Erde überflutet wurde. In einer Rezension für Library Journal lobte Jackie Cassada den Roman für seine brillante Vision einer ökologisch und sozial verwüsteten Welt in der nahen Zukunft.
Sowohl The Coral Bones als auch When There Are Wolves Again adressieren die Folgen eines Klimakollaps aus zwei unterschiedlichen Blickwinkeln. Während der erste Roman das Versagen, sich an die Klimakrise anzupassen betrachtet, untersucht der zweite eine erfolgreichere Version einer Anpassung an die globale Erwärmung. In einem Interview mit dem Magazin The Environment, charakterisierte die Interviewerin Jo Caird letzteren Roman als einen Wechsel in einen hoffnungsvolleren Modus. In einem Interview mit Paul March-Russell im Rahmen der gemeinsamen Jahreshauptversammlung der British Science Fiction Association und der Science Fiction Foundation im Jahr 2025, sagte Swift, dass sie hoffe der Roman würde zu mehr hoffnungsvollen Narrativen rund um den Klimawandel und einer grünen, nachhaltigen Zukunft beitragen.
When There Are Wolves Again diskutiert Auswilderungsversuche. Swifts Recherchen für When There Are Wolves Again beinhaltete Besuche im Cairngorms-Nationalpark und dem Knepp Rewilding Estate. Swift bezeichnete eine Fotografie eines „Wildlife Photographer of the Year“-Finalisten als Inspiration für ihre Kurzgeschichte The White Fox and the Red.
When There Are Wolves Again gewann 2026 den Arthur C. Clarke Award für Science-Fiction. Tom Hunter, Direktor des Preises, nannte den Roman in der Ankündigung der Preisvergabe eine ambitionierte Studie der Macht langanhaltender Hoffnung im Angesicht des Klimakollapses. Der Roman gewann außerdem 2025 den British Science Fiction Association Award for Best Novel, und wurde vom Guardian als eines der besten Science-Fiction-Bücher 2025 aufgelistet.
Ihr Roman The Coral Bones war 2023 für den Arthur C. Clarke Award, und 2022 für den British Science Fiction Association's Best Novel Award nominiert.
Die Kurzgeschichte Saga's Children, 2013 in der Anthologie The Lowest Heaven veröffentlicht, wurde im gleichen Jahr als Best Short Fiction für den British Science Fiction Association Award nominiert. Die 2014 in der Anthologie Irregularity veröffentlichte Kurzgeschichte The Spiders of Stockholm, wurde 2015 auf die Longlist des Sunday Times Short Story Award gesetzt.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Swift, E. J. |
| ALTERNATIVNAMEN | Swift, Emma J. (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | britische Schriftstellerin |
| GEBURTSDATUM | 20. Jahrhundert |