Typ 3, mit über 90% der weitaus häufigste, „Missense“-Mutationen im TP63-Gen an 3q27, welches für den TP63-Transkriptionsfaktor kodiert, der für die Entwicklung des Ektoderms und der Gliedmaßen benötigt wird.
(Typ 2 ist entfallen)
Klinische Erscheinungen
Das Syndrom ist sehr variabel in seinem Erscheinungsbild.
Klinische Kriterien sind:
Spalthand und/oder Spaltfuss oft asymmetrisch, Syndaktylien
LKG meist beidseits, eventuell nur Lippenspalte ohne Gaumenspalte
Mithilfe des Feinultraschalls können einige Veränderungen bereits im Mutterleib erkannt werden, eine genetische Untersuchung kann die Diagnose bestätigen.
Die Prognose ist günstig, die Lebenserwartung ist nicht eingeschränkt. Eine Behandlung der Hypohidrose ist wesentlich, weil sie die häufigsten Komplikationen verursachen kann.
Geschichte
Die Erstbeschreibung erfolgte vermutlich im Jahre 1804 durch die deutschen ÄrzteJohann Gottlob Eckholdt und Franz Heinrich Martens.
Literatur
M. Koul, R. Dwivedi, V. Upadhyay: Ectrodactyly-ectodermal dysplasia clefting syndrome (EEC syndrome). In: Journal of oral biology and craniofacial research. Band 4, Nr. 2, Mai–Aug 2014, S.135–139, doi:10.1016/j.jobcr.2014.08.002. PMID 25737931, PMC4252378(freier Volltext).
H. R. Wiedemann, H. Dibbern: „EEC“-Syndrom. In: Die Medizinische Welt. Band 31, Nr. 51–52, Dezember 1980, S.1862–1863. PMID 7464536.
Einzelnachweise
123456Eintrag zu EEC-Syndrom. In: Orphanet (Datenbank für seltene Krankheiten),abgerufen am 2.August 2024.
12Bernfried Leiber (Begründer):Die klinischen Syndrome. Syndrome, Sequenzen und Symptomenkomplexe. Hrsg.: G. Burg, J. Kunze, D. Pongratz, P. G. Scheurlen, A. Schinzel, J. Spranger. 7., völlig neu bearb. Auflage. Band2: Symptome. Urban & Schwarzenberg, München u. a. 1990, ISBN 3-541-01727-9.
↑R. A. Rüdiger, W. Haase, E. Passarge: Association of ectrodactyly, ectodermal dysplasia, and cleft lip-palate. In: American journal of diseases of children (1960). Band 120, Nr. 2, August 1970, S.160–163. PMID 5454938.
↑J. G. Eckholdt, F. H. Martens: Ueber eine sehr complicirte Hasenscharte, oder einen sogenannten Wolfsrachen, mit einer an demselben Subjekte befindlichen merkwürdigen Misstaltung der Hände und Füsse. Steinacher Verlag, Leipzig 1804.
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