| Ebert+Jacobi GmbH & Co. KG | |
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| Rechtsform | GmbH & Co. KG |
| Gründung | 1. Januar 1884 |
| Sitz | Würzburg, |
| Leitung |
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| Mitarbeiterzahl | 780 (2013) |
| Umsatz | 750 Mio. Euro (2013) |
| Branche | Pharmagroßhandel, Logistik |
| Website | www.ebert-jacobi.de |
| Stand: 31. Dezember 2013 | |
Die Ebert+Jacobi GmbH & Co. KG ist ein Pharmagroßhändler mit Hauptsitz in Würzburg. Seit 2017 gehört Ebert+Jacobi zur Noweda Apothekergenossenschaft eG in Essen.
Das bis 2016 in der vierten Generation inhabergeführte Familienunternehmen wurde 1884 gegründet und war der größte private Pharmagroßhändler. Von fünf Standorten aus beliefert die Unternehmensgruppe mehrmals täglich über 2800 Apotheken in Süd- und Mitteldeutschland. 2016 beschäftigten die Unternehmen der Unternehmensgruppe rund 800 Mitarbeiter, davon ca. 80 Auszubildende.
Am Neujahrestag 1884 gründeten Emil Ebert (1856–1906) und Philipp Jacobi das Unternehmen Ebert+Jacobi, eine „Chemikalien-, Drougen-, Material- und Faarbwaarenhandlung en gros“. Bereits nach wenigen Jahren verließ Emil Ebert das Unternehmen und verstarb im Jahr 1906, sein Name blieb bis heute Bestandteil des Firmennamens.
Friedrich Jacobi, der Sohn von Philipp Jacobi, war als Nachfolger vorgesehen, starb jedoch zuvor und seine Schwiegersöhne, Fritz Müller und dessen Schwager Ludwig Schüller, die 1923 in die Firma eingetreten waren, übernahmen bis 1945 die Leitung.
Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges, beim Bombenangriff auf Würzburg am 16. März 1945, wurde das Firmengebäude vollständig zerstört. Bereits im Juli 1945 konnte zunächst provisorisch der Geschäftsbetrieb wieder aufgenommen werden. Arzneimittel waren zur Mangelware geworden und die regionale Versorgung gewann an Bedeutung. Der Wiederaufbau in den ehemaligen Räumlichkeiten in der Würzburger Innenstadt konnte 1959 abgeschlossen werden.
Bald begann das Unternehmen zu expandieren. Mit der Eröffnung der Niederlassung in Heidenheim an der Brenz im Jahr 1965 wurde das Liefergebiet erweitert.
Die Unternehmensgruppe Ebert+Jacobi entstand seit 1987 durch gezielte Übernahmen von privaten pharmazeutischen Großhandlungen:

Ebert+Jacobi schloss sich dem Zusammenschluss mittelständischer Großhändler, Pharma privat, an. Ab 2009 traten die bei Pharma privat gebündelten Großhändler in einem einheitlichen Dachmarkensystem auf. Ebert+Jacobi und dessen Töchter erhielten neue Firmenlogos.
Zum 1. Januar 2017 hat die Noweda Apothekergenossenschaft eG mit Hauptsitz in Essen Ebert+Jacobi und deren Töchter übernommen. Mit der Übernahme von Ebert+Jacobi, die mit mehr als 600 Mitarbeitern zuletzt einen Jahresumsatz von etwa 750 Millionen Euro erwirtschaftete, verlor die Großhandelskooperation Pharma Privat ein Drittel ihres Umsatzes und ihre Flächendeckung. Im Bundesland Bayern gibt es seitdem für die Apotheken keine inhabergeführten Versorger mehr.