| RSM Ebner Stolz Wirtschaftsprüfer Steuerberater Rechtsanwälte Partnerschaft mbB | |
|---|---|
| Rechtsform | Partnerschaft mbB |
| Gründung | 2009 |
| Sitz | Stuttgart |
| Mitarbeiterzahl | 2.900 (2026) |
| Umsatz | 535,2 Mio. Euro (2025) |
| Branche | Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Rechtsberatung, Managementberatung |
| Website | www.ebnerstolz.de |
| Stand: 8. Juni 2026 | |
RSM Ebner Stolz ist eine deutsche Prüfungs- und Beratungsgesellschaft.
Das Unternehmen ging 2009 aus dem Zusammenschluss von Ebner, Stolz & Partner (Stuttgart), Mönning & Partner (Hamburg) und BFJM Bachem Fervers Janßen Mehrhoff (Köln) hervor und firmierte zunächst unter dem Namen Ebner Stolz Mönning Bachem, ab 2013 unter Ebner Stolz. Seit dem 1. Oktober 2023 ist die Gesellschaft Mitglied des Netzwerks RSM International und firmiert seitdem unter der Marke RSM Ebner Stolz. Davor war sie Teil von Nexia International.
RSM Ebner Stolz beschäftigt in Deutschland über 2.900 Mitarbeitende an 15 Standorten und erzielte 2025 einen Umsatz in Höhe von rund 535,2 Mio. Euro. Das Unternehmen nimmt laut der Lünendonk-Liste 2025 den fünften Platz unter den Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaften in Deutschland ein.
Das Unternehmen verfügt über Standorte in Berlin, Bonn, Bremen, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Karlsruhe, Köln, Leipzig, München, Ravensburg, Reutlingen, Siegen und Stuttgart. 2019 ging das Unternehmen ein Joint Venture in China ein und hat seitdem unter dem Namen Ebner Stolz Neumann Wu Standorte in Shanghai und Peking.
Das Leistungsangebot von RSM Ebner Stolz umfasst folgende Bereiche:
Darüber hinaus ist die Gesellschaft vor allem auf die Transaktionsberatung sowie die Restrukturierung und Digitalisierung von Unternehmen spezialisiert.
Größere Mandate waren die Neuorganisation des ADAC (2017), der Verkauf von Tochterfirmen des Automobilzulieferers Hella an den schwedischen Autoteilelieferanten Mekonomen (2018), der Verkauf der Powertech-Gruppe durch den Knorr-Bremse-Konzern (2019) und die strategische Neuausrichtung und den damit einhergehenden Verkauf diverser Regionalmedien der DuMont Mediengruppe (2020). Ebner Stolz war externer Gutachter für Beraterverträge des DFB aus dem Jahr 2019.
Im Vorfeld des Insolvenzverfahrens der Greensill Bank wurde im März 2021 zuerst von der Wirtschaftswoche berichtet, dass die deutsche Finanzaufsicht Bafin ein Verfahren gegen Ebner Stolz bei der Abschlussprüferaufsichtsstelle (APAS) angeregt hatte, was die APAS auf Nachfrage des Finance-Magazins bestätigte. Wie aus einer Veröffentlichung des Bundesanzeigers am 16. August 2021 hervorgeht, hat Ebner Stolz das Testat für den letztmals geprüften Jahresabschluss 2019 widerrufen und einen Versagungsvermerk erteilt. Aus den dortigen Erläuterungen ergibt sich, dass die Greensill Bank den Abschlussprüfern von Ebner Stolz wichtige Verträge und vertragliche Abreden vorenthalten hatte. Es ist möglich, dass geschädigte Investoren oder der Insolvenzverwalter Ansprüche gegen Ebner Stolz geltend machen.
Im August 2022 wurde bekannt, dass die APAS konkrete Anhaltspunkte dafür gefunden hat, dass Ebner Stolz bei der Abschlussprüfung 2019 für das Immobilienunternehmen Adler Real Estate AG seine Pflichten verletzt haben könnte. Die APAS leitete ein oder mehrere Berufsaufsichtsverfahren ein.
Der Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Eckart Ebner (* 13. September 1938 in Appenweier) machte sich 1974 selbständig und begann 1976 mit dem Rechtsanwalt Hansjörg Stolz eine Sozietät. Ebner ging 1996 in den Ruhestand. Er starb am 3. September 2026 im Alter von 87 Jahren in Stuttgart.