Als Echternacher Meister wird ein im frühen 10. Jahrhundert tätiger frühromanischer Elfenbeinschnitzer bezeichnet. Er schuf wohl in einer Klosterwerkstätte die aus Elfenbein geschnitzte Tafel des Einbandes des Evangeliars von Echternach.
Sein Werk ist ein Beispiel dafür, wie sich unter der Herrschaft der Ottonen die Kunst von den in der karolingischen Zeit bevorzugten spätantiken römischen Vorbildern löst und unter dem Einfluss byzantinischer Formensprache eine eigenständige, strengere, einfachere Richtung entwickelt. Bei diesem Stilwandel orientieren sich die bildschnitzenden Künstler wie der Echternacher Meister an der Buchmalerei ihrer Zeit, so z. B. den Miniaturen der Reichenauer Schule oder dann auch denen der Echternacher Malerschule selbst.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Echternacher Meister |
| KURZBESCHREIBUNG | Elfenbeinschnitzer |
| GEBURTSDATUM | 9. Jahrhundert oder 10. Jahrhundert |
| STERBEDATUM | 10. Jahrhundert oder 11. Jahrhundert |