Eckweisbach liegt im Biosphärenreservat der hessischen Rhön, im Scheppenbachtal westlich von Hilders. Im Ort kreuzen sich die Landesstraßen 3176 und 3379.
Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung sind:
Aumühle
Gründcheshof
Kemenate Eckweisbach
Mauerschell
Ziegelhof
Vinzentinerinnen (Barmherzige Schwestern vom heilige Vinzenz von Paul) Kloster Eckweisbach
Geschichte
Ortsgeschichte
Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Eckweisbach erfolgte im Jahr 1337.
Weitere Erwähnungen sind:
Im Jahr 1347 war der Lehen der von Eberstein von Fulda.
Im Jahr 1574, eine Kapelle
Hessische Gebietsreform (1970–1977)
Zum 31. Dezember 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Eckweisbach im Zuge der Gebietsreform auf freiwilliger Basis in die Gemeinde Hilders eingemeindet. Wie für alle nach Hilders eingegliederten Gemeinden wurde auch für Eckweisbach ein Ortsbezirk gebildet.
Verwaltungsgeschichte im Überblick
Die folgende Liste zeigt die Staaten und deren Verwaltungseinheiten, denen Eckweisbach angehört(e):
vor 1806: Heiliges Römisches Reich, Herrschaft der Freiherren von Rosenbach und in deren Nachfolge die Familie von Guttenberg
Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Eckweisbach 507 Einwohner. Darunter waren keine Ausländer.
Nach dem Lebensalter waren 96 Einwohner unter 18 Jahren, 219 waren zwischen 18 und 49, 105 zwischen 50 und 64 und 206 Einwohner waren älter.
Die Einwohner lebten in 213 Haushalten. Davon waren 60 Singlehaushalte, 51 Paare ohne Kinder und 78 Paare mit Kindern, sowie 24 Alleinerziehende und 3 Wohngemeinschaften. In 45 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 141 Haushaltungen leben keine Senioren.
Einwohnerentwicklung
1812: 30 Feuerstellen, 229 Seelen
Eckweisbach: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2023
Jahr
Einwohner
1834
470
1840
487
1846
468
1852
447
1858
409
1864
421
1871
367
1875
384
1885
373
1895
420
1905
448
1910
429
1925
410
1939
468
1946
603
1950
597
1956
551
1961
541
1967
551
1970
525
1980
?
1990
?
2000
?
2011
507
2023
498
Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: Die Bevölkerung der Gemeinden 1834 bis 1967. Wiesbaden: Hessisches Statistisches Landesamt,1968. Weitere Quellen: LAGIS; Gemeinde Hilders; Zensus 2011
57 evangelische (= 10,54%), 481 katholische (= 89,91%) Einwohner
Politik
Für Eckweisbach besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Eckweisbach) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung. Der Ortsbeirat besteht aus fünf Mitgliedern. Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat 67,72%. Alle Kandidaten gehörten der Bürgerliste Eckweisbach an. Der Ortsbeirat wählte Andreas Blaha zum Ortsvorsteher.
Infrastruktur
Im Ort gibt es eine katholische Kirche, ein Dorfgemeinschaftshaus (das Scheppenbachhaus), eine Grundschule, einen Kindergarten, einen Kinderspielplatz, einen Sportplatz, einen Zeltplatz, einen Friseur, ein Jugendheim und ein Wassertretbecken. Eckweisbach liegt am Milseburgradweg.
Literatur
Michael Mott: Glocken aus der Rhön läuteten einst im ganzen fuldischen Land / In Eckweisbach erinnert ein altes Fachwerkhaus an die Glockengießerfamilie Krick, in: Fuldaer Zeitung, 31. März 1989, S. 11.
↑Gemeindegebietsreform in Hessen; Zusammenschlüssen und Eingliederungen von Gemeinden vom 21.Dezember 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1972 Nr.3, S.84, Punkt 93 Abs. 49 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags[PDF; 6,0MB]).