2024 hatte Edith Raim die wissenschaftliche Leitung im Projekt Nazi Crimes Atlas – Digitaler Atlas NS-Verbrechen, das Wolfgang Hauck initiierte und mit dem Verein dieKunstBauStelle (Eigenschreibweise) durchgeführt wird. Ziel des Projektes ist die umfassende digitale Kartierung von Tatorten nationalsozialistischer Verbrechen.
Raim starb am 1. Juli 2025 nach schwerer Krankheit.
Veröffentlichungen (Auswahl)
Die Dachauer KZ-Außenkommandos Kaufering und Mühldorf: Rüstungsbauten und Zwangsarbeit im letzten Kriegsjahr 1944/45 (zugleich Dissertation an der Universität München 1991), Landsberger Verlagsanstalt Martin Neumeyer, Landsberg am Lech 1992, ISBN 3-920216-56-3
Ein Ort wie jeder andere. Bilder aus einer deutschen Kleinstadt. Landsberg 1923–1958, Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1995. (Herausgegeben mit Martin Paulus und Gerhard Zelger), ISBN 978-3499199134
Überlebende von Kaufering. Biografische Skizzen jüdischer ehemaliger Häftlinge, Metropol, Berlin 2008, ISBN 978-3938690970
Zwischen Krieg und Liebe. Der Dichter Jehuda Amichai, Metropol, Berlin 2010. (gemeinsam mit Renate Eichmeier), ISBN 978-3-940938-98-5
Justiz zwischen Diktatur und Demokratie: Wiederaufbau und Ahndung von NS-Verbrechen in Westdeutschland 1945–1949 (zugleich Habilitationsschrift an der Universität Augsburg, 2012), Oldenbourg, München 2013, ISBN 978-3486704112
Das leere Haus. Spuren jüdischen Lebens in Schwaben. Fotografien und Essays, München 2013. (gemeinsam mit Martin und Stefan Paulus)
Nazi Crimes against Jews and German Post-War Justice: The West German Judicial System During Allied Occupation (1945–1949), De Gruyter/Oldenbourg, Berlin 2015, ISBN 978-3110300574
Don't Take Your Guns To Town. Johnny Cash und die Amerikaner in Landsberg 1951–1954, München 2015, 2. Auflage 2019. (gemeinsam mit Sonia Fischer), ISBN 978-3-86222-197-4
Verloren in Manhattan: Synagogen im Herzen New Yorks: Fotografien & Texte, Metropol Verlag, Berlin 2019 (gemeinsam mit Stefan und Martin Paulus), ISBN 978-3863314781
The Rise of National Socialism in the Bavarian Highlands. A Microhistory of Murnau, 1919–1933, Routledge/Taylor & Francis, London/New York 2022, Paperback 2023, ISBN 978-1032003719
Revolution und Reaktion. Die Anfänge der NS-Bewegung im bayerischen Oberland 1919 bis 1923, Allitera Verlag, München 2023 (gemeinsam mit Ulrike Haerendel, Marion Hruschka und Susanne Meinl herausgegeben), 2. Auflage 2023, ISBN 978-3962333348
Der jüdische Mäzen und die Nazis. James Loeb und Murnau 1919–1933, Berlin 2024, ISBN 978-3111235202
Cash in Barbaria. (Gemeinsam mit Martin und Stefan Paulus), Landsberg 2024, ISBN 978-3911491013
↑Jörg Osterloh, Clemens Vollnhals (Hrsg.): NS-Prozesse und deutsche Öffentlichkeit. Besatzungszeit, frühe Bundesrepublik und DDR (= Schriften des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung. Bd. 45). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2011, ISBN 978-3-525-36921-0, S. 454 (Kurzbiografie im Anhang).