Edling

Wappen Deutschlandkarte
Edling
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Edling hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 48° 3′ N, 12° 10′ OKoordinaten: 48° 3′ N, 12° 10′ O
Bundesland:Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Rosenheim
Höhe: 475 m ü. NHN
Fläche: 20,04 km²
Einwohner: 4281 (31. Dez. 2025)
Bevölkerungsdichte: 214 Einwohner je km²
Postleitzahl: 83533
Vorwahl: 08071
Kfz-Kennzeichen: RO, AIB, WS
Gemeindeschlüssel: 09 1 87 124
Gemeindegliederung: 36 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausplatz 2
83533 Edling
Website: www.edling.de
Erster Bürgermeister: Matthias Schnetzer (CSU)
Lage der Gemeinde Edling im Landkreis Rosenheim
KarteChiemsee (Gemeinde)Chiemsee (Gemeinde)ChiemseeÖsterreichLandkreis AltöttingLandkreis EbersbergLandkreis ErdingLandkreis MiesbachLandkreis MünchenLandkreis Mühldorf am InnLandkreis TraunsteinRosenheimRotter Forst-SüdRotter Forst-NordAlbachingAmerangAschau im ChiemgauBabenshamBad AiblingBad EndorfBad FeilnbachBernau am ChiemseeBrannenburgBreitbrunn am ChiemseeBruckmühlEdlingEggstättEiselfingFeldkirchen-WesterhamFlintsbach am InnFrasdorfGriesstättGroßkarolinenfeldGstadt am ChiemseeHalfingHöslwangKiefersfeldenKolbermoorNeubeuernNußdorf am InnOberaudorfPfaffing (Landkreis Rosenheim)Prien am ChiemseePruttingRamerbergRaublingRiederingRimstingRohrdorf (am Inn)Rott am InnSamerbergSchechenSchonstettSöchtenauSoyenStephanskirchenTuntenhausenVogtareuthWasserburg am Inn
Karte
Pfarrkirche St. Cyriacus in Edling

Edling ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Rosenheim, die zwischen Ebersberg und Wasserburg am Inn liegt.

Geographie

Geographische Lage

Die Gemeinde liegt im Alpenvorland auf einer flachen Schotterebene inmitten einer Moränen- und Schotterlandschaft des Inngletschers der letzten Eiszeit, der Ort Edling selbst im Osten des Gemeindegebietes. Von dort aus sind es nach Rosenheim 26 Kilometer und in die Landeshauptstadt München 50 Kilometer. Die Ebrach durchquert die Gemeinde und den gleichnamigen Hauptort.

Gemeindegliederung

Es gibt 36 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):

Natur

Luftbild des Landschaftsschutzgebiets Schutz von Landschaftsteilen um den Staudhamer See in den Gemeinden Steppach, Soyen, Attel und Edling

Folgende Schutzgebiete berühren das Gemeindegebiet:

Geschichte

Edling findet 1041 in den Urkunden des Klosters Attel erstmals Erwähnung und war wohl Sitz Wasserburger Ministerialen (der Ettelinger). Später gehörte der Ort zum Rentamt München und zum Landgericht Wasserburg des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern wurde Edling 1818 Sitz einer selbständigen politischen Gemeinde.

Gebietsreform

Vor der Gemeindegebietsreform gehörte Edling zum Landkreis Wasserburg am Inn. Am 1. April 1971 wurde die Gemeinde Steppach eingegliedert. Das geschah in der freiwilligen Phase der Gebietsreform. 1972 kam ein Großteil des Landkreises Wasserburg am Inn und mit ihm auch Edling zum Landkreis Rosenheim.

Der Freistaat Bayern schlug die Gemeinde Edling mit Wirkung vom 1. Mai 1978 dem Gebiet der Stadt Wasserburg am Inn zu, die damit für den Zentralitätsverlust im Rahmen der Landkreisgebietsreform 1972 entschädigt werden sollte. Mit seinem Urteil vom 29. April 1981 entschied der Bayerische Verfassungsgerichtshof, dass die Eingemeindung nichtig war. Seitdem ist die Gemeinde Edling wieder selbständig.

Einwohnerentwicklung

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 3152 auf 4584 Einwohner bzw. um 45,4 %.

Politik

Erster Bürgermeister ist seit Mai 2008 der Werkzeugmacher Matthias Schnetzer.

Sitzverteilung im Gemeinderat Edling seit 2002
2026 2020201420082002
Sitze insgesamt 16 16161616
CSU 6 8875
UBG  1 4 4454
ÜWG  2 6 4446
FDP – –––1
1 
Unabhängige Bürgergemeinschaft für die Gemeinde Edling e. V.
2 
Überparteiliche Wählergemeinschaft

Wappen

Wappen von Edling
Wappen von Edling
Blasonierung: „In Silber neben einer senkrecht stehenden blauen Raute ein an einer erhöhten blauen Schrägleiste hängendes grünes Seeblatt.“
Wappenbegründung: Die Motive wurden entnommen den Wappen des Wasserburger Ministerialengeschlechtes der Edlinger (Seeblatt) und des Klosters Attel (Raute); sie stehen für die frühere Geschichte des Ortes. Der noch im 15. Jahrhundert blühende Ortsadel hatte einen bedeutenden Herrschaftsbereich um Edling aufgebaut und war im Hochmittelalter mit dem Erbtruchsessenamt der Abtei Rott am Inn bekleidet. Das Kloster Attel war im 17. und 18. Jahrhundert in Edling Grundherr über die Mehrzahl der Anwesen und im Gemeindeteil Atzenthal Herr über die dortige Hofmark.

Dieses Wappen wird seit 1981 geführt.

Sehenswürdigkeiten

Freilufttheater am Stoa

Bildung

Edling ist Sitz der Franziska-Lechner-Schule. Die Grundschule dort besuchen Kinder aus der Gemeinde Edling und zu kleinen Teilen aus den Gemeinden Pfaffing und Soyen, während sich der Mittelschulsprengel zusätzlich noch über die Gemeinden Pfaffing und Albaching sowie zwei Ortsteile von Frauenneuharting und einen Ortsteil von Emmering erstreckt. Zusammen besuchen knapp 400 Kinder in Edling die Schule. Die Mittelschule ist Mitglied im Schulverbund „Wasserburger Land“.

Verkehr

Weiter östlich kreuzt sie die B 15.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Mit der Gemeinde verbundene Persönlichkeiten

Commons: Edling – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Einwohnerzahlen – Stand: 31. Dezember 2025. (PDF; 4,1 MB) Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke in Bayern. In: statistik.bayern.de. Bayerisches Landesamt für Statistik, Mai 2026, abgerufen am 21. Mai 2026 (Hilfe dazu).
  2. ↑ Gemeinde Edling, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 8. Oktober 2021.
  3. ↑ Gemeinde Wieseth in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 26. Mai 2021.
  4. ↑ Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 589.
  5. ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 588 und 589 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF; 41,1 MB]).
  6. ↑ Ergebnisse Gemeinderatswahl 2026 in Gemeinde Edling. Abgerufen am 6. April 2026.
  7. ↑ Bekanntmachung des Ergebnisses der Gemeinderatswahl 2020. Abgerufen am 17. Juli 2020.
  8. 1 2 3 Kommunalwahlen in Bayern
  9. ↑ Wappen von Edling in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  10. ↑ Gemeinde Edling – Chronik. Abgerufen am 9. August 2020.
  11. ↑ Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Bayern IV: München und Oberbayern, Sonderausgabe 1990, S. 209.
  12. ↑ Freiluftkino am Stoa. Abgerufen am 19. September 2025.
  13. ↑ BayernAtlas Grundschulsprengel Edling. Abgerufen am 18. November 2020.
  14. ↑ BayernAtlas Mittelschulsprengel Edling. Abgerufen am 18. November 2020.
  15. ↑ Edling: Amtliche Statistik des LfStat. S. 17, abgerufen am 18. November 2020.
  16. ↑ Mittelschulverbund – Franziska-Lechner-Schule Edling. Abgerufen am 18. November 2020.