
Eduardo Menem Akil (* 30. April 1938 in Anillaco, Provinz La Rioja) ist ein argentinischer Politiker der Justizialistischen Partei (PJ), der unter anderem zwischen 1989 und 1999 Interimspräsident des Senats war.
Eduardo Menem Akil, jüngerer Bruder des von 1989 bis 1999 amtierenden Staatspräsidenten Carlos Menem (1930–2021) und des Diplomaten Munir Menem (* 1932), absolvierte nach dem Schulbesuch ein Studium der Rechtswissenschaften der Nationalen Universität Córdoba UNC (Universidad Nacional de Córdoba) und nahm nach dessen Abschluss eine Tätigkeit als Rechtsanwalt auf. Daneben lehrte er zwischen 1967 und 1971 als Professor für Öffentliches Recht an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Nationalen Universität von La Rioja UPLR (Universidad Nacional de La Rioja) und fungierte vom 11. bis zum 27. Januar 1971 kurzzeitig in Vertretung eines Gouverneurs als kommissarischer Bundesverwalter (de Facto Interventor federal) der Provinz La Rioja sowie von 1973 bis 1974 als Präsident der Anwaltskammer von La Rioja (Asociación de Abogados de La Rioja). Nachdem sein älterer Bruder Carlos Menem, der seit 1973 Gouverneur der Provinz La Rioja war, sich während der seit 1976 bestehenden Militärdiktatur als politischer Gefangener mehrmals in Haft befand, war er dessen Rechtsanwalt und engagierte sich zudem von 1978 bis 1982 als Präsident des Berufsverbands der Rechtsanwälte der Provinz La Rioja.
Nach der Rückkehr zur Demokratie wurde Menem für die Justizialistische Partei PJ (Partido Justicialista), deren Rechtsvertreter er 1982 in seiner Heimatprovinz war, am 10. Dezember 1983 erstmals Mitglied des Senats der Nation (Senado de la Nación Argentina), dem er als Vertreter der Provinz La Rioja 22 Jahre lang bis zum 10. Dezember 2005 angehörte, woraufhin sein Bruder Carlos Menem neuer Senator wurde. Während seiner langjährigen Senatsmitgliedschaft war er Vorsitzender des Ausschusses für Verwaltungs- und Kommunalangelegenheiten und Mitglied der Ausschüsse für Verfassungsangelegenheiten, Internationale Parlamentsbeziehungen, Arbeit und Soziale Sicherheit, Sozialhilfe und öffentliche Gesundheit, Rechte und Garantien sowie Außenpolitik und Religion und engagierte sich in Steuer- und Bundesprojekten, im Ombudsmann-Amt, im Bergarbeitergesetz und in Reformen des Bürgerlichen Gesetzbuches in den Bereichen Familie, Minderjährige und elterliche Sorge. Darüber hinaus fungierte er von 1988 bis 1992 als Sekretär des Justizausschusses des Obersten Rates seiner Partei und als Mitglied des Nationalrats der PJ.
Während der Präsidentschaft von Carlos Menem wurde er am 31. Mai 1989 als Nachfolger von Edison Otero provisorischer Senatspräsident und bekleidete dieses Amt bis zu seiner Ablösung durch José Genoud am 1. Dezember 1999. Zugleich war er vom 30. Mai bis zum 22. August 1994 Mitglied und Präsident des Verfassungskonvents (Convención Constituyente), der die aktuelle Verfassung Argentiniens erarbeitete. Aus seiner Ehe mit Susana Cristina Valente gingen drei Söhne hervor, darunter der Politiker Martín Menem (* 1975), der seit 2023 Präsident der Abgeordnetenkammer (Cámara de Diputados de la Nación Argentina) ist.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Menem, Eduardo |
| ALTERNATIVNAMEN | Menem Akil, Eduardo (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | argentinischer Jurist und Politiker |
| GEBURTSDATUM | 30. April 1938 |
| GEBURTSORT | Anillaco, Provinz La Rioja |