Edward Robeson Taylor

Edward Robeson Taylor

Edward Robeson Taylor (* 22. September 1838 in Springfield, Illinois; † 5. Juli 1923 in San Francisco, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Politiker. Unter anderem war er von 1907 bis 1910 Bürgermeister von San Francisco.

Leben

Edward Taylor war ein Sohn von Henry West Taylor (1811–1849) und dessen Frau Mary Thaw. Er besuchte die öffentlichen Schulen einschließlich der Kemper School in Boonville in Missouri, wohin die Familie gezogen war. Im Jahr 1862 zog er nach San Francisco, um dem Bürgerkrieg zu entgehen. In der Folge studierte er bis zum Jahr 1865 am dortigen Toland Medical College Medizin. Für einige Jahre praktizierte er dann als Arzt.

Es folgte ein Umzug nach Sacramento, der Hauptstadt des Bundesstaates Kalifornien. Dort wurde er Privatsekretär seines Freundes Henry Huntly Haight (1825–1878), der zwischen 1867 und 1871 Gouverneur von Kalifornien war. Während seiner Zeit in Sacramento studierte Edward Taylor Jura. Im Jahr 1872 wurde er als Rechtsanwalt zugelassen. Danach praktizierte er zusammen mit Haight (nach dem Ende von dessen Gouverneurszeit), wobei er sich auf Fälle mit medizinischem Bezug konzentrierte.

Im Jahr 1889 wurde er Professor und Dekan an der Hastings Law School in San Francisco. Über die Dauer seiner Amtszeit als Dekan ist in den Quellen nichts überliefert. Allerdings hielt er bis zum Jahr 1919 Vorlesungen an der Hastings Law School. Taylor wurde auch als Literat bekannt. Er war Mitgründer des Book Club of California und veröffentlichte Sonette, die sich auf Gemälde von William Keith bezogen.

Politisch war Taylor Mitglied der Demokratischen Partei. Im Jahr 1907 gehörte er in einer unruhigen Zeit in San Francisco dem Stadtrat an. Die Stadt litt unter den Folgen des Erdbebens von 1906. Hinzu kamen politische Wirren um das Amt des Bürgermeisters. Zunächst musste Eugene Schmitz dieses Amt wegen Korruption abgeben. Sein vom Stadtrat bestimmter Nachfolger Charles Boxton konnte sich nur wenige Tage im Amt halten, ehe er ebenfalls unter Korruptionsverdacht geriet und das zurücktreten musste. Schließlich wurde Edward Taylor nach der Absage anderer Kandidaten vom Stadtrat im Juli 1907 zum neuen Bürgermeister bestimmt. Nach einer regulären Wahl Ende 1907 konnte er dieses Amt zwischen dem 16. Juli 1907 und dem 7. Januar 1910 ausüben. Bis heute ist er die älteste Person in diesem Amt. Seine Amtszeit war überschattet von den bereits erwähnten Folgen des Erdbebens von 1906 und einem Streik der Straßenbahnbediensteten. Außerdem war er mit weiteren Korruptionsfällen im Stadtrat und bei der Polizeiverwaltung konfrontiert. Hinzu kam noch ein Ausbruch der Beulenpest.

Im Jahr 1909 verzichtete er auf eine weitere Kandidatur. Er war der letzte Bürgermeister der Demokraten bis zur Wahl von John Shelley im Jahr 1963. Taylors direkter Amtsnachfolger wurde P. H. McCarthy von der Union Labor Party. Nach dem Ende seiner Zeit als Bürgermeister war er Kurator der öffentlichen Bücherei von San Francisco, Leiter der dortigen Vereinigung der Rechtsanwälte (San Francisco Bar Association) und Kurator der Stanford University. Zudem übersetzte er einige Werke von José-Maria de Heredia ins Englische, wofür er später den Orden der französischen Ehrenlegion erhielt.

Edward Taylor war zunächst seit 1870 mit Agnes Stanford (1846–1906) und dann ab 1908 mit Eunice Clarisa Jeffers (1881–1953) verheiratet. Seine erste Frau war eine Tochter von Josiah Stanford (1817–1890), einem Bruder von Leland Stanford (1824–1893). Er starb am 5. Juli 1923 und wurde im San Francisco Columbarium beigesetzt.

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Personendaten
NAME Taylor, Edward Robeson
KURZBESCHREIBUNG US-amerikanischer Politiker, Bürgermeister von San Francisco
GEBURTSDATUM 22. September 1838
GEBURTSORT Springfield, Illinois
STERBEDATUM 5. Juli 1923
STERBEORT San Francisco, Kalifornien