Edwin E. Witte

Edwin E. Witte (1935)

Edwin Emil Witte (* 4. Januar 1887 in Ebenezer, nahe Watertown/Wisconsin; † 20. Mai 1960 in Madison/Wisconsin) war ein US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler und Hochschullehrer. Er gilt neben anderen als „Vater“ der Sozialversicherung in den USA.

Leben und Wirken

Edwin E. Witte studierte zunächst Geschichte und dann Wirtschaftswissenschaft an der University of Wisconsin und legte dort 1909 die Bachelorprüfung ab. Seine wichtigsten akademischen Lehrer waren Frederick Jackson Turner und John R. Commons. Im Anschluss an sein Studium begann seine Tätigkeit als Statistiker und Sekretär von Parlamentsausschüssen in Wisconsin und bei einem Abgeordneten des US-Kongresses aus diesem Bundesstaat. In diesem Zusammenhang entwickelte sich sein künftiger Arbeitsschwerpunkt, nämlich der Bereich der sozialen Sicherheit und Sozialversicherung. Von 1922 bis 1933 leitete er die Parlamentsbibliothek des Bundesstaats Wisconsin. Während dieser Zeit promovierte er 1927 an der University of Wisconsin. 1933 übernahm er eine Professur für Wirtschaftswissenschaft an dieser Universität. Ab 1934 wirkte er entscheidend in dem von Präsident Franklin D. Roosevelt eingerichteten „Committee on Economic Security“. Ergebnis dieser Arbeit war der „Social Security Act of 1935“, dessen Mitautor Witte war. Bis zu seiner Emeritierung 1957 lehrte er an der University of Wisconsin und wirkte weiterhin als Berater für staatliche Institutionen. 1955 war er Präsident der American Economic Association.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Edwin Witte. In: Wisconsin Historical Society; Pierre Epstein: David B. Johnson: The government man. Edwin E. Witte of the University of Wisconsin. In: Wisconsin Magazine of History, Bd. 82 (1998), H. 1, S. 32–51.