| Edwynia robusta | ||||||||||||
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Edwynia robusta in Temuco, Región de La Araucanía, Chile | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name der Gattung | ||||||||||||
| Edwynia | ||||||||||||
| Aldrich, 1930 | ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name der Art | ||||||||||||
| Edwynia robusta | ||||||||||||
| (Aldrich, 1928) |
Edwynia robusta ist ein Zweiflügler aus der Familie der Raupenfliegen (Tachinidae). Die Art wurde 1928 von dem US-amerikanischen Entomologen John Merton Aldrich als Reedia robusta erstbeschrieben und der neu eingeführten Gattung Reedia zugewiesen. Das lateinische Art-Epitheton robusta bedeutet „kräftig“. Der Gattungsname ehrt den britischen Entomologen Edwyn Carlos Reed (1841–1910).
Der Gattungsname Reedia war jedoch schon vorbelegt durch Reedia Ashmead, 1904. Deshalb wählte Aldrich 1930 als Ersatzname (nomen novum) Edwynia. Dieser bezog sich offenbar auf den Vornamen von Edwyn C. Reed.
Die monotypische Gattung Edwynia wird der Tribus Tachinini innerhalb der Unterfamilie Tachininae zugeordnet.
Es handelt sich um große, kräftige, blauschwarz gefärbte beborstete Fliegen mit Körperlängen von 15–16 mm.
Aldrich (1928) beschrieb die Gattung wie folgt. Sie ist verwandt mit Peleteria, jedoch ohne Taster und mit sehr stark ausgeprägten Borsten. Die Borsten auf dem Scutellum (Schildchen) sowie auf der Ober- und Unterseite des Hinterleibs sind gerade und dornartig. Die Beborstung (Chaetotaxie) weist folgende Anordnung auf. Für den Kopf gilt: Es sind 2 große Paare vertikaler Borsten vorhanden. Ocellarborsten sind gut entwickelt und nach vorn gerichtet (proklinat). Bei den Weibchen sind 3 Orbitalborsten vorhanden (die oberste ist kleiner). Etwa 11 Frontalborsten sind vorhanden, von denen die beiden obersten nach hinten gerichtet (reklinat) und divergierend sind, während die übrigen zur Mittellinie hin konvergieren. Die unterste befindet sich in der Nähe des Auges auf Höhe der Mitte des zweiten Fühlerglieds. Für den Thorax gilt: 2–3 Acrostichalborsten (keine unmittelbar vor der Quernaht), 3–4 Dorsozentralborsten, 7 Humeralborsten, 2 Posthumeralborsten, 2 Präsururalborsten, 2 Notopleuralborsten, 3 sehr kräftige Supraalarborsten, 3 Intraalarborsten, 2 große und 2 kleine Postalarborsten, 2+1 Sternopleuralborsten sowie 2 große Pteropleuralborsten. Das Scutellum trägt 2 große seitliche Borsten sowie ein kleineres, divergierendes und flach anliegendes Paar Apikalborsten, ergänzt durch zahlreiche aufrecht stehende Dornen. Für den Hinterleib gilt: Das erste Segment ist ohne mittige Randborsten. Das zweite Segment ist mit etwa 4 Paaren mittiger Randborsten sowie einigen kürzeren Borsten davor auf der Dorsalfläche besetzt. Zudem befinden sich 5 Paare an den Seiten. Das dritte Segment ist mit einer Randborstenreihe versehen, die über die Dorsalfläche verläuft und sich ventral bis zu den Enden der Tergite fortsetzt. Dorsal in der Mitte befinden sich ähnlich wie beim vorangegangenen Segment einige kleine, weiter innen liegende Borsten. Das vierte Segment ist dorsal und ventral vollständig bedornt, mit Ausnahme des vorderen Drittels auf der Dorsalseite. Alle Sternite tragen Gruppen aufrechter Borsten. Der Rüssel (Proboscis) ist leicht verlängert. Das zweite Fühlerglied ist fast so lang wie das dritte, welches vorderseitig konvex gewölbt ist. Das vorletzte Glied der Arista (Fühlerborste) ist verlängert. Das Gesicht ist über der Mundöffnung vorgewölbt, die seitlichen Leisten weisen oberhalb der Vibrissen nur wenige Borsten auf.
Aldrich (1928) lieferte auch eine Artbeschreibung anhand weiblicher Exemplare. Die Stirn ist breit, bei den beiden Exemplaren 0,36 bzw. 0,38 der Kopfbreite einnehmend. Bis hinunter zu den Stirnborsten ist sie schwach glänzend bläulich-schwarz. Die Parafazialien sind mit silbrig-weißer Bestäubung und einigen auffälligen schwarzen Haaren versehen. Im unteren Bereich befinden sich zwei große Borsten (bei einem Exemplar sind es auf der einen Seite zwei, auf der anderen nur eine). Der Haarkranz am Hinterkopf (Occiput) ist tiefgelb. Der Thorax ist nahezu ohne Bestäubung. Die Calyptrae (Schüppchen) sind weiß. Die Flügel sind fast glasklar. Die dritte Längsader ist an der Basis mit 8 oder 10 Härchen besetzt. Der Knick der vierten Längsader ist rechtwinklig. Die erste Hinterrandzelle mündet weit vor der Flügelspitze in den Vorderrand (Costa). Die Beine sind schwarz und stark beborstet. Die Mitteltibien sind mit mehreren kräftigen Borsten an der vorderen Außenseite besetzt.
Edwynia robusta kommt im Süden von Südamerika vor mit Nachweisen aus Argentinien und Chile. Die Exemplare für die Erstbeschreibung stammten aus der Provinz Concepción in Chile und aus der Provinz Mendoza in Argentinien.
Edwynia robusta ist ein Endoparasitoid. Wirte sind offenbar noch unbekannt.