Eiko Hanamura

Eiko Hanamura (japanisch 花村 えい子, Hanamura Eiko, geborene Yamaga; * 9. November 1929 in Kawagoe; † 3. Dezember 2020 in Tokio) war eine japanische Mangaka, die auf Shōjo-Manga, Manga für Mädchen im Teenageralter, spezialisiert war.

Leben und Werk

Hanamura stammte aus einer Kaufmannsfamilie und wuchs in Kawagoe auf. Sie studierte Kunst an der Joshibi Universität für Kunst und Design, brach ihr Studium jedoch ab, um sich dem Theater zu widmen und in einer Amateurtheatergruppe aufzutreten. Sie heiratete den Schauspieler Eiji Hanamura und zog nach Osaka.

1959 begann sie ihre professionelle Karriere als Mangaka mit der Veröffentlichung von Murasaki no Yōsei (dt. etwa „Die violette Fee“). Ein Werk, das anfangs über einen kleinen Buchladen in Osaka vertrieben wurde. Damals wurden Mangas, auch die vorwiegend von Mädchen gelesenen, fast immer von Männern gezeichnet. Somit gehörte Hanamura zu den ersten Frauen, die sich einen Namen als Mangaka machten. 1963 erschien Shiroi Hana ni Tsuzumu Michi (dt. etwa „Die Straße, die zu den weißen Blumen führt“) von Hanamura in der Zeitschrift Nakayoshi. Ihr 1968 veröffentlichter Manga Kiri no Naka no Shōjo (dt. etwa „Das Mädchen im Nebel“) wurde 1975 als Fernsehserie verfilmt.

Hanamura veröffentlichte anfangs ihre Werke in Mädchenzeitschriften wie Shōjo Comic (Verlag Shōgakukan), Shōjo Friend (Verlag Kōdansha) und Margaret (Verlag Shūeisha). Später wurden ihre Mangas auch durch ein älteres Publikum wahrgenommen, da sie in den 1970er Jahren auch Comic-Adaptionen literarischer Originalwerke von Yasuo Uchida, Misa Yamamura und Mikihiko Renjo kreierte. Sie adaptierte außerdem japanische Literaturklassiker wie Ochikubo Monogatari aus der Heian-Zeit und Genji Monogatari, den ersten psychologischen Roman Japans von Murasaki Shikibu.

Hanamura gehörte sowohl ab 2007 der Société nationale des beaux-arts in Frankreich als auch der Japan Cartoonists Association in ihrem Heimatland an. Sie wird als eine der Pionierinnen der Shōjo-Manga angesehen.

Auszeichnungen

1989 wurde Hanamura mit dem Preis der Vereinigung japanischer Comiczeichner (日本漫画家協会賞, Nihon Mangaka Kyōkai Shō) für ihr Gesamtwerk ausgezeichnet. Für ihr Manga Genji Monogatari erhielt sie 1997 den Großen Preis des ersten Japan Media Arts Festivals. 2013 wurde der Gipsabdruck ihrer Hand in die Sammlung des internationalen Manga Museums in Kyōto aufgenommen, in der bekannte Mangaka geehrt werden. 2018 erhielt sie von der Société nationale des beaux-arts den Goldpreis.

Werke

Einzelnachweise

  1. ↑ AniList. Abgerufen am 30. Januar 2024 (englisch).
  2. 1 2 Profile - 花村えい子[公式サイト]EIKO-HANAMURA. 10. Oktober 2023, abgerufen am 30. Januar 2024 (japanisch).
  3. 1 2 Eico Hanamura fête ses 50 ans de carrière à Paris. Abgerufen am 30. Januar 2024 (französisch).
  4. 1 2 A Profile of the Sparkling Life of Shojo Manga Pioneer Eiko Hanamura. 31. Januar 2024, abgerufen am 1. Februar 2024 (englisch).
  5. ↑ Mangaka Eiko Hanamura Passes Away After 7 Decades As Professional Artist. Abgerufen am 30. Januar 2024 (amerikanisches Englisch).
  6. ↑ 花村えい子と漫画 - 嘉麻市ホームページ. Abgerufen am 3. Februar 2024.
  7. 1 2 花村えい子と漫画 - 嘉麻市ホームページ. Abgerufen am 30. Januar 2024.
  8. ↑ Commemorative plaster casts “Manga Artists' Hands”. Abgerufen am 1. Februar 2024 (amerikanisches Englisch).