Elizabeth Joan Jennings CBE (* 18. Juli 1926 in Boston, Lincolnshire; † 26. Oktober 2001 in Bampton, Oxfordshire) war eine britische Dichterin.
Jennings wurde 1926 als jüngere Tochter des Arztes Henry Cecil Jennings (1893–1967), Medical Officer of Health für Oxfordshire, und (Helen) Mary, geborene Turner, geboren. Als sie sechs Jahre alt war, zog ihre Familie nach Oxford, wo sie für den Rest ihres Lebens blieb. Dort besuchte sie später das St Anne’s College. Nach ihrem Abschluss wurde sie Schriftstellerin.
Jennings’ frühe Gedichte wurden in Zeitschriften wie Oxford Poetry, New English Weekly, The Spectator, Outposts oder Poetry Review veröffentlicht, aber ihr erstes Buch veröffentlichte sie erst 1953, mit 27 Jahren. Es erhielt im selben Jahr den Preis des Arts Council of Great Britain für das beste lyrische Erstlingswerk. Als lyrische Dichter, die sie beeinflussten, nannte sie Gerard Manley Hopkins, W. H. Auden, Robert Graves und Edwin Muir. Ihr zweites Buch, A Way of Looking, gewann 1955 den Somerset Maugham Award und markierte einen Wendepunkt, denn das Preisgeld ermöglichte ihr einen fast dreimonatigen Aufenthalt in Rom. Die Reise brachte eine neue Dimension in ihren religiösen Glauben und beflügelte ihre Fantasie. 1987 erhielt sie den WH Smith Literary Award für die Sammlung Collected Poems 1953–1985.
Jennings hatte Schwierigkeiten, die praktischen Aspekte ihrer Karriere und ihres Lebens zu bewältigen. Sie verarmte und kämpfte mit ihrer geistigen Gesundheit, und ihre persönlichen Schwierigkeiten schadeten ihrem kritischen Ruf. Als sie 1992 von der Königin als Commander of the Order of the British Empire geehrt wurde, trug sie „eine Strickmütze, einen Dufflecoat und Segeltuchschuhe“. Die Boulevardpresse verspottete sie als the bag-lady of the sonnets, eine Bezeichnung, die an ihr haften blieb. Die letzten Jahre ihres Lebens verbrachte sie in verschiedenen Wohnheimen. Kurz vor ihrem Tod wurde sie mit dem Doctor of Divinity ehrenhalber der University of Durham geehrt. Sie starb in einem Pflegeheim in Bampton in Oxfordshire. Sie ist auf dem Wolvercote Cemetery in Oxford begraben.
Jennings, die eher als Traditionalistin denn als Innovatorin gilt, ist für ihre Lyrik und die Beherrschung der Form bekannt. Ihr Werk zeichnet sich durch eine Einfachheit von Metrum und Reim aus, die sie mit Philip Larkin, Kingsley Amis und Thom Gunn teilt, die alle zur Gruppe der englischen Dichter gehören, die als The Movement bekannt sind. Sie hat immer deutlich gemacht, dass ihr Leben, auch mit der schweren psychischen Erkrankung, zwar zu den Themen ihres Werks beigetragen hat, sie aber keine explizit autobiografischen Gedichte schrieb. Ihr tief verwurzelter römischer Katholizismus prägte einen Großteil ihres Werks. Ihr Leben und ihre Karriere wurden 2018 von Dana Gioia gewürdigt, der sagte: „Trotz ihres Versagens im Weltlichen, war ihre künstlerische Karriere ein stetiger Erfolgskurs. Jennings gehört zu den besten britischen Dichtern der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts. Sie ist auch Englands beste katholische Dichterin seit Gerard Manley Hopkins.“
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Jennings, Elizabeth |
| ALTERNATIVNAMEN | Jennings, Elizabeth Joan |
| KURZBESCHREIBUNG | englische Dichterin |
| GEBURTSDATUM | 18. Juli 1926 |
| GEBURTSORT | Boston, Lincolnshire |
| STERBEDATUM | 26. Oktober 2001 |
| STERBEORT | Bampton, Oxfordshire |