


Etelka Gerster, auch Elka Gerster, verheiratete Etelka Gerster-Gardini (* 25. Juni 1855 in Kaschau, Komitat Abaúj; † 20. August 1920 in Pontecchio bei Bologna, Italien) war eine ungarische Opernsängerin (Sopran).
Etelka Gerster war eines von neun Kindern des Offiziers Miklós (Nikolaus) Gerster (1816–1874) und dessen Frau Karolina Schmidt (1822–1893). Zu ihren Geschwistern zählen unter anderem der Ingenieur Béla Gerster (1850–1923) und der Arzt Árpád Gerster (1848–1923).
Gerster wurde vom Komponisten Michael Hebenstreit entdeckt und gefördert. Ab 1874 war sie am Konservatorium der Musikfreunde Wien Schülerin von Mathilde Marchesi und debütierte 1876 in Venedig als Gilda in Rigoletto. Nächste Stationen ihrer Karriere waren London (1877) und New York (1878). Sie galt als Rivalin der Opernsängerin Adelina Patti. Belegt sind Auftritte in Philadelphia in den Jahren 1879 und 1881 bis 1884. Auf der USA-Tournee 1878/1879 sang sie an der Seite von Italo Campanini in Il Talismano und La traviata. Zum Abschluss der Tournee gab es in New York ein Benefizkonzert zu Gunsten der Flutopfer von Szegedin/Ungarn, Gersters Heimat.
Möglicherweise hat sie um das Jahr 1889 infolge der Geburt ihrer Tochter Berthe ihre Gesangsstimme verloren. Von 1896 bis 1917 unterrichtete sie Gesang in Berlin („Gerster-Methode“).
Elka Gerster, die 1877 den Impresario Carlo Gardini heiratete, war Mutter von zwei Töchtern, Elca sowie Berta. Berta Gerster-Gardini war in erster Ehe bis 1915 mit dem Tenor Walter Kirchhoff und in zweiter Ehe von 1921 bis 1930 mit dem Dirigenten Fritz Reiner verheiratet.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Gerster, Etelka |
| ALTERNATIVNAMEN | Gerster, Elka; Gerster-Gardini, Etelka |
| KURZBESCHREIBUNG | ungarische Sopranistin |
| GEBURTSDATUM | 25. Juni 1855 |
| GEBURTSORT | Kaschau, Komitat Abaúj-Torna |
| STERBEDATUM | 20. August 1920 |
| STERBEORT | Pontecchio bei Bologna, Italien |