Emil von Borries

Emil Julius Ludwig Wilhelm von Borries (* 9. Juni 1859 in Niederweis in der Eifel; † 16. Juli 1922 in Meersburg am Bodensee) war ein deutscher Lokalhistoriker und Lehrer.

Grabstelle auf dem Friedhof Meersburg

Leben

Emil von Borries besuchte das Joachimsthalsche Gymnasium in Berlin und studierte von 1877 bis 1881 Geschichte, Geographie und Klassische Philologie an den Universitäten zu Berlin und Straßburg. Er wurde als Student Mitglied des Philologisch-Historischen Vereins Straßburg im Naumburger Kartellverband. Nach der Reifeprüfung (1882) war er im elsässischen Schuldienst tätig. Das Probejahr absolvierte er am Gymnasium in Metz und an der Realschule in Rappoltsweiler. Ostern 1883 wechselte von Borries an die Gewerbeschule in Mülhausen und im Herbst 1884 an die Neue Realschule in Straßburg, wo er seitdem unterrichtete.

In Straßburg beschäftigte sich von Borries ausführlich mit der Lokalgeschichte seit dem Altertum. Als deutscher Patriot legte er neben lokalhistorischen Studien auch Programmschriften zum Deutschtum in Elsass vor. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs wurde er, wie alle deutschen Staatsbürger, aus Straßburg ausgewiesen. Seinen Lebensabend verbrachte von Borries in Meersburg am Bodensee. Er wurde auf dem Friedhof Meersburg beerdigt.

Schriften (Auswahl)

Literatur

Wikisource: Emil von Borries – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise

  1. ↑ M. Göbel, A. Kiock, Richard Eckert (Hrsg.): Verzeichnis der Alten Herren und Ehrenmitglieder des Naumburger Kartell-Verbandes Klassisch-Philologischer Vereine an deutschen Hochschulen, A. Favorke, Breslau 1913, S. 12.
Personendaten
NAME Borries, Emil von
ALTERNATIVNAMEN Borries, Emil Julius Ludwig Wilhelm von (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG deutscher Lokalhistoriker und Lehrer
GEBURTSDATUM 9. Juni 1859
GEBURTSORT Niederweis
STERBEDATUM 16. Juli 1922
STERBEORT Meersburg