| enercity Aktiengesellschaft | |
|---|---|
| Rechtsform | Aktiengesellschaft |
| Gründung | 21. Dezember 1970 |
| Sitz | Hannover |
| Leitung | Aurélie Alemany, Marc Hansmann, Eefje Pompen |
| Mitarbeiterzahl | 3.983 im Gesamtkonzern (ohne Auszubildende) (2025) |
| Umsatz | 6,2 Mrd. Euro (2025) |
| Branche | Energiewirtschaft |
| Website | www.enercity.de |
| Stand: 31. Dezember 2025 | |

Die Enercity Aktiengesellschaft (Eigenschreibweise enercity; ehemals Stadtwerke Hannover Aktiengesellschaft) in Hannover ist ein kommunales Energieversorgungs- und Energiedienstleistungsunternehmen. Der Umsatz lag 2025 bei 6,2 Milliarden Euro. Konzernweit wurden rund 4.000 Mitarbeitende beschäftigt. 2018 wurde der Markenname „enercity“ offizieller Unternehmensname, indem die „Stadtwerke Hannover Aktiengesellschaft“ in „enercity Aktiengesellschaft“ umfirmiert wurde. Eigentümer sind die Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft Hannover (76 %) und die Thüga AG (24 %).



Gegen Mitte des 16. Jahrhunderts existierte in Hannover eine Wasserverteilung über ein Brunnensystem und Wasserleitungen, die über 300 Jahre lang mittels ständiger Ausbauten und Wartungen erhalten werden konnte. 1875 fasste der Magistrat der Stadt den Entschluss, ein Grundwasserwerk in Ricklingen zu erbauen. Die Einwohnerzahl Hannovers von mehr als 100.000 machte diese Entscheidung notwendig, da die einfachen Brunnen dem Wasserbedarf der Stadt nicht mehr gewachsen waren. 1878 nahm das neue Wasserwerk in Ricklingen seinen Betrieb auf, die Errichtung der Werke bei Laatzen-Grasdorf 1899 und am Fuhrberger Feld bei Fuhrberg 1911 folgten.
Bereits 1825 war ein Vertrag mit der Londoner Imperial Continental Gas Association (ICGA) abgeschlossen worden, der das britische Unternehmen mit der Aufgabe betraute, die alten, noch mit Talg betriebenen Straßenlampen durch neue Gaslampen zu ersetzen, diese zu betreiben und zu warten. Hierzu wurde noch im Jahr der Vertragsunterzeichnung mit dem Bau des Gaswerkes Glocksee begonnen als erste Gasanstalt Deutschlands, die 1826 in Betrieb ging. Dadurch war Hannover die erste Stadt mit Gasversorgung in Deutschland. 1882 bekam das Gaswerk zwei große Gasometer an der Glocksee, von denen einer erhalten ist.
1883 folgte dem Wasserwerk Ricklingen und dem Gaswerk Glocksee eine Blockanlage zur Erzeugung elektrischer Energie. 1891 ging schließlich das erste Elektrizitätswerk in der Osterstraße ans Netz.
Die einzelnen Wasser-, Elektrizitäts- und Gaswerke wurden 1922 zu einem Regiebetrieb zusammengefasst: den Städtischen Betriebswerken. In der Zeit des Nationalsozialismus wurden auch die Betriebswerke gleichgeschaltet. In der Zeit des Zweiten Weltkriegs wurden zudem mindestens 123 Zwangsarbeiter eingesetzt.
Die Nachkriegszeit nach dem Zweiten Weltkrieg war zunächst durch Energieversorgungsprobleme geprägt. Durch Wiederaufbaumaßnahmen und das Wirtschaftswunder profitierten auch die Städtischen Betriebswerke. Neue Anlagen wurden eingerichtet und die Erweiterung der Netze in vorher noch nicht erschlossene Gebiete gefördert. 1952 wurden die Städtischen Betriebswerke in Stadtwerke Hannover umbenannt. Das 1962 in Betrieb genommene Heizkraftwerk Linden begründete das Fernwärmenetz des Unternehmens.
Der Aufschwung der 1950er- und 1960er-Jahre brachte den Stadtwerken bis zu zweistellige Zuwachsraten, woraufhin der Rat der Stadt Hannover im November 1970 die Umwandlung der Versorgungseinrichtungen in eine Aktiengesellschaft beschloss; alleiniger Aktionär der Stadtwerke Hannover AG wurde am 21. Dezember 1970 die Landeshauptstadt Hannover. Die Umwandlung der Stadtwerke in eine Aktiengesellschaft war notwendig, um Stadtwerke und Üstra in der Holding Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft Hannover mbH (VVG) zusammenfassen zu können. Unter anderem wurde dadurch ermöglicht, Gewinne der Enercity (früher: Stadtwerke) mit den Verlusten der Üstra zu verrechnen.
Das Geschäft mit Erdgas begann Anfang der 1970er Jahre, 1982 wurde der erste Kavernenspeicher in Empelde in Betrieb genommen, und 1989 begann der Betrieb des Gemeinschaftskraftwerks Hannover in Stöcken. Der erste Block des Kohlekraftwerks Stöcken soll ab Ende 2024 schrittweise im Hinblick auf den Kohleausstieg abgeschaltet werden.
Im Zuge der zunehmenden Liberalisierung der Energiemärkte wurde 1996 aus den Stadtwerken Hannover „enercity“. Zunächst war ein Begriff für die Dienstleistung Wärmeservice gesucht worden, woraufhin der Kommunikationswirt Jochen Winkler von der betreuenden Werbeagentur B&B aus Hannover den Namen Enercity vorschlug und die Stadtwerke ihn dann für das Gesamtunternehmen verwendeten.
Seit Anfang der 1990er Jahre engagiert sich das Unternehmen für den Einsatz von Biomasse zur Wärme- und Stromerzeugung. Das größte Projekt in diesem Zusammenhang ist die Übernahme von Anteilen der Danpower GmbH im Jahr 2006.
Mit dem Beschluss der Energiewende begann Enercity in den 2010er-Jahren, seinen Schwerpunkt von fossilen auf erneuerbare Energien zu verlegen. Von 2015 bis 2023 war Susanna Zapreva die Vorsitzende des Unternehmens; sie war an der Implementierung dieses Kurswechsels maßgeblich beteiligt. 2019 kaufte Enercity der Siemens Gamesa die Projektentwicklungsgesellschaft Gamesa Energie Deutschland GmbH mit Sitz in Oldenburg ab, um stärker in Onshore-Windkraftanlagen zu investieren. Anschließend wurden unter anderem 166 Windkraftanlagen der Norderland-Gruppe in Ostfriesland gekauft.
2023 lag der Anteil von Strom aus erneuerbaren Energien bei rund 52 %, bei der Wärmeerzeugung bei rund 22 %. Laut Angaben des Unternehmens sei das Ziel, bis 2030 einen Ökostromanteil von 85 % zu erreichen. Der Kohleausstieg des Unternehmens soll ab 2024 und möglichst bis 2026, spätestens aber bis 2030 durchgeführt werden. Gemeinsam mit der Stadt Hannover wurde ein Plan erarbeitet, wonach bis 2035 Klimaneutralität bei der Erzeugung von Strom und Wärme erreicht werden soll. Bis 2030 plant Enercity, 7,6 Milliarden Euro in die Dekarbonisierung und den Ausbau der erneuerbaren Energien zu investieren. Seit dem 1. Juli 2024 ist Aurélie Alemany Vorstandsvorsitzende der Enercity AG. Im Jahre 2025 übernahm Enercity das Energiehandelsgeschäft, einige Photovoltaikanlagen sowie die Anteile an der Cloud-Lösungsplattform Lynqtech von dem Energieversorger Hanwha Q Cells.

Enercity erzielte für das Geschäftsjahr 2023 einen Jahresumsatz von rund 9,2 Milliarden Euro.
Die Hauptverwaltung befand sich von 1975 bis 2023 im Ihme-Zentrum im hannoverschen Stadtteil Linden-Mitte, seit August 2023 ist sie in einem Neubau auf dem Glocksee-Gelände in der Calenberger Neustadt angesiedelt. Das Kundencenter von Enercity befindet sich in der Ständehausstraße 6 in Hannover am Kröpcke.
Das Grundkapital von Enercity gehört zu 76 % der Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft Hannover (VVG). Weitere 24 % befinden sich im Besitz der Thüga AG mit Sitz in München, an der wiederum die Enercity AG beteiligt ist. Ein größerer Teil der Unternehmensgewinne fließt durch Konzessionsabgaben wieder an die VVG und die Stadt Hannover zurück. Enercity hält mehrere Beteiligungen an Energieunternehmen in der Region Hannover und führt das operative Geschäft für die beiden großen Kraftwerke in den Stadtteilen Stöcken und Linden sowie für den Gasspeicher in Empelde.
In der Region Hannover beliefert das Unternehmen rund 1 Million Menschen mit Strom, Erdgas, Fernwärme, Trinkwasser und Energiedienstleistungen.
Seit dem 1. Januar 2018 versorgt Enercity seine Privatkunden bundesweit mit 100 % Ökostrom aus Sonne, Wind, Biomasse und Wasser. Damit zählte Enercity im Jahr 2018 zu den fünf größten Ökostromanbietern in Deutschland. Enercity betreibt zur Produktion von Strom und Fernwärme in Hannover mehrere Kraftwerke: das Heizkraftwerk Linden in Linden-Nord, das Kraftwerk Herrenhausen in Leinhausen sowie zusammen mit VW das mit Steinkohle betriebene Gemeinschaftskraftwerk Hannover in Stöcken, das schrittweise ab Ende 2024 und bis spätestens 2030 abgeschaltet werden soll. Geplant ist, den Kohlestrom in Zukunft unter anderem durch Abwärme, Altholz- und Abfallverwertung und Klärschlammverbrennung zu ersetzen.
2025 lieferte Enercity rund 628.000 Megawattstunden Windenergie. 2022 wurden rund 60 Windparks mit 166 Windkraftanlagen von der ostfriesischen Norderland-Gruppe erworben, im Januar 2023 wurde das Geschäft vollzogen. Stand 2023 besaß Enercity damit 83 Windparks mit 348 Windkraftanlagen.
Mit der Firmentochter „enercity Solution GmbH“ bietet Enercity deutschlandweit Photovoltaikanlagen zum Kauf oder zur Miete an. Neben den Komponenten und der Installation erhalten die Kunden Serviceleistungen wie Fernüberwachung, Wartung und einen Versicherungsschutz. Im Expo Park Hannover installierte Enercity 2022 die bislang größte Dach-Photovoltaikanlage in Hannover. Mit der Stadt Hannover und dem Land Niedersachsen hat Enercity Kooperationen geschlossen, wonach sie Photovoltaikanlagen auf den Dächern von öffentlichen Gebäuden installieren können.
Enercity bietet als Wärmeangebote Erdgas, Fernwärme und Wärmepumpen. Nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung wird die Abwärme aus der Stromerzeugung den Kunden als Raum- oder Prozesswärme geliefert. Im Zuge der Wärmewende in Hannover setzt Enercity auf neue, klimaneutrale Fernwärmeerzeugungsanlagen und Wärmepumpen. Mit der Verbreitung dieser Heizarten wird die Rolle von Erdgas in Hannover entsprechend abnehmen, Die bisherigen Heizkraftwerke, aus denen die Fernwärme stammt, werden durch klimaneutrale Wärmeerzeuger ersetzt. Erste Anlagen sind bereits in Betrieb, so dass ein Kohleblock stillgelegt werden konnte (s. o.). Im Zuge der Wärmewende plant Enercity einen weiteren Ausbau des Fernwärmenetzes, zudem setzt das Unternehmen auf weitere Großwärmepumpen und Power-to-Heat-Anlagen als Wärmeerzeuger, um die Wärmeerzeugung des Kohlekraftwerks vollständig zu ersetzen.
Über Hannover hinaus arbeiteten die Tochtergesellschaften Enercity Contracting und Danpower Stand 2025 mit mehr als 350 Kommunen u. a. im Bereich Wärmeversorgung zusammen. So ist Enercity beispielsweise auch in Hamburg und Bremen mit dem Ausbau eigener Wärmenetze aktiv.
Zur Geschichte siehe auch: Gaswerke-Verwaltung (Hannover).
Als weiteren Energieträger bietet Enercity Erdgas an, das direkt über die Leitungen ins Haus kommt und z. B. zum Beheizen der Wohnung und zum Kochen genutzt werden kann. Das Gas wird zum größten Teil aus Erdgasspeichern, wie der Gasspeicher Hannover GmbH, gewonnen, oder es entsteht in Biogasanlagen. Enercity stellte Erdgas auch über Erdgastankstellen für Fahrzeuge zur Verfügung, bis diese Anlagen 2018 an das Unternehmen Orange-Gas verkauft wurden.
Über Hannover hinaus arbeiteten die Tochtergesellschaften Enercity Contracting und Danpower Stand 2022 mit mehr als 300 Kommunen im Bereich Wärmeversorgung zusammen.
Seit 2010 baut Enercity in Hannover Stromtankstellen für Elektrofahrzeuge aus und stellt dazu stellt in Hannover und Region öffentliche und halböffentliche Ladepunkte für E-Autos, E-Bikes und E-Roller zur Verfügung. Im Dezember 2020 wurde der 1000. Ladepunkt von Enercity eröffnet. Für die Realisierung von DC-Schnellladestationen (Direct Current, kurz DC) arbeiten Enercity und Üstra zusammen. Für das Finden von E-Auto-Ladepunkten brachte Enercity im Herbst 2023 die App „easygo“ auf den Markt. Enercity liefert außerdem Lademöglichkeiten für Privatkunden am Wohnort sowie für Firmen. Zudem vermietete Enercity in Kooperation mit der Autoagentur nextmove Elektroautos unterschiedlicher Hersteller.
Neben einer Beratung für Privatkunden, die auf Elektrofahrzeuge umsteigen wollen, liefert Enercity Stromtankstellen zum Laden ihrer Elektroautos. 2023 installierte Enercity 72 Ladepunkte für E-Autos am Flughafen Hannover.
Mit der seit 2023 verfügbaren App enercity easyGo erhalten Nutzer/-innen Zugriff auf mehr als 180.000 öffentliche Ladepunkte in Deutschland. Die App bietet Funktionen wie Echtzeitinformationen zur Verfügbarkeit von Ladepunkten, digitale Bezahlmöglichkeiten sowie intelligente Ladelösungen. Neben dem Ausbau kommunaler Ladeinfrastruktur engagiert sich Enercity auch im bundesweiten Schnellladenetz: Als Partnerin der autostrom plus GmbH errichtet und betreibt das Unternehmen im Rahmen des Deutschlandnetzes öffentliche Schnellladepunkte an deutschen Autobahnen.
Im Jahr 2025 waren rund 41.000 Privathaushalte an das Glasfasernetz von enercity angebunden. Bis 2030 plant das Unternehmen, 150.000 Haushalte an die Glasfasertechnologie anzuschließen.
Drei Wasserwerke, in Elze-Berkhof, Fuhrberg und Grasdorf, versorgen die über 700.000 Menschen in Hannover und Region mit Trinkwasser. Insgesamt speist Enercity jedes Jahr rund 43 Millionen Kubikmeter Wasser in das Netz ein.
Die Danpower Unternehmensgruppe ist ein mittelständisches Wärmeversorgungs- und Contractingunternehmen mit Sitz in Potsdam. Neben der Energieversorgung aus Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen liegt der Fokus auf dem Einsatz erneuerbarer Energien. Seit 2006 ist Enercity an Danpower beteiligt; 2018 wurde Enercity die alleinige Gesellschafterin der Danpower GmbH.
Im Januar 2009 hat Enercity die 100-prozentige Tochter enercity contracting gegründet. Sie bündelt die Vertriebsaktivitäten von Enercity im Geschäftsfeld Contracting – das Erstellen und Betreiben dezentraler Energieanlagen im Kundenauftrag.
Im Jahr 2012 wurde die enercity Erneuerbare AG als 100-prozentige Tochter der Enercity AG gegründet. enercity erneuerbare ist ein Unternehmen mit Sitz in Leer. Geschäftsfeld ist Planung, Errichtung, Betrieb, Erwerb von Anlagen zur Erzeugung von Energie aus erneuerbaren Quellen, insbesondere Windenergie, sowie die Vermarktung von erneuerbarer Energie.
Die „enercity Netz GmbH“ ist eine 100-prozentige Tochter der Enercity AG. Enercity netz betreibt Energieversorgungsnetze für die leitungsgebundene Elektrizitäts- und Gasversorgung sowie die Fernwärme. Sie ist außerdem Verteilnetzbetreiberin und Messstellendienstleisterin.
Enercity Solution ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft von Enercity für den Solarbereich. Das Dienstleistungsangebot umfasst die Planung, Umsetzung und Wartung von Photovoltaik-Projekten – u. a. auf Gebäuden des Landes Niedersachsens.
Der 1998 gegründete Klimaschutzfonds „proKlima“ wird finanziert von den Städten Hannover, Hemmingen, Laatzen, Langenhagen, Ronnenberg und Seelze (zusammen das „proKlima-Fördergebiet“) sowie der enercity Netz GmbH. Die Vergabe des Geldes erfolgt nach festgelegten Kriterien: Die CO2-Effizienz, die absolute CO2-Reduzierung, die Multiplikatorenwirkung und der Innovationsgrad der Maßnahmen sind dabei ausschlaggebend. Dem Fonds stehen 2025 Einzahlungen in Höhe von rund 3,9 Millionen Euro zur Verfügung, wovon rund 2,8 Millionen Euro maßgeblich durch enercity netz getragen werden. Im Förderjahr 2025 bewilligte proKlima Zuschüsse in Höhe von insgesamt 3,13 Millionen Euro. Insgesamt bearbeitete die Geschäftsstelle 1.375 Förderanträge.
An der Energie-Projektgesellschaft Langenhagen mbH sind die Stadt Langenhagen und Enercity zu je 50 Prozent beteiligt. Das Unternehmen wurde 1994 gegründet. Zu den Geschäftsfeldern des Unternehmens zählen die Planung, der Bau und der Betrieb effizienter Strom- und Wärmeproduktionsanlagen auf kommunaler Ebene. Ein Schwerpunkt ist die Nahwärmeversorgung von Wohnhäusern und anderen Gebäuden durch den Einsatz von Blockheizkraftwerken.
Die Gasspeicher Hannover GmbH betreibt seit 1982 den Erdgas-Kavernenspeicher in Ronnenberg-Empelde. Das Unternehmen wurde 1977 gegründet, um den Speicher südwestlich von Hannover zu realisieren. Gesellschafter des Gemeinschaftsunternehmens waren bis Ende 2025 die enercity AG und die Erdgas Münster GmbH, seit 1. Januar 2026 ist Enercity Alleingesellschafter.
Die Energieerzeugungsanlage Gemeinschaftskraftwerk Hannover entstand in Zusammenarbeit mit dem Volkswagenwerk Hannover sowie der Continental AG in Hannover-Stöcken. Abgedeckt wird der gesamte Prozess- und Raumwärmebedarf von VW-Nutzfahrzeugen sowie die Grundlast an Fernwärme und Elektrizität für das Versorgungsgebiet von Enercity. Mit Kaufvertrag vom 23. Juni 2010 hat Enercity von der Continental Reifen Deutschland GmbH, Hannover, deren 10,2-prozentigen Anteil an der Gemeinschaftskraftwerk Hannover GmbH erworben. Enercity hält damit einen Anteil von 84,7 %. Die Anlage kann bis zu 50 % des Strombedarfs von Hannover decken. Ihre Abschaltung ist für spätestens 2030 geplant.
Am Heizkraftwerk Linden in Hannover-Linden hält Enercity einen Anteil von 90 %. 2013 wurden als bis dahin größte Einzelinvestition des Unternehmens 155 Millionen Euro eingesetzt, um das Heizkraftwerk zu modernisieren und umweltfreundlicher zu machen. Geplant ist, das Heizkraftwerk Linden bis 2035 von Erdgas auf Wasserstoff umzurüsten.
Ab 1996 vermarkteten die damaligen Stadtwerke Hannover AG das eigene Telekommunikationsnetz zur Steuerung ihrer Anlagen über eine eigens gegründete Gesellschaft. Die HTP GmbH ist ein in der Region Hannover agierendes Telekommunikationsunternehmen. Enercity hält 50 % der Anteile an HTP, die anderen 50 % werden von der EWE AG mit Sitz in Oldenburg gehalten.
2023 übernahm Enercity eine Mehrheitsbeteiligung an dem Essener Unternehmen Ökoloco, das im Bereich Heizungskauf, Heizungstausch und Heizungswartung arbeitet. Dabei liegt der Fokus von Ökoloco auf Wärmepumpen und Wärmetechnik.
2020 ist Enercity bei dem Kölner IoT-Anbieter Rockethome eingestiegen. Im August 2026 wurde er mit der enercity AG verschmolzen. Rockethome arbeitet im Bereich Energiedienstleistungen und Energiemanagement – entlang des gesamten Gebäudelebenszyklus im Neubau und Bestand.
Die Stadtwerke Wunstorf GmbH & Co. KG versorgen rund 10.000 Haushalte und Gewerbetreibende mit Strom, Erdgas und Wärme in der Region Wunstorf. Die Mehrheit der Anteile wird von der Stadt Wunstorf – über die Bäderbetriebe – gehalten. Neben der E.ON Avacon AG ist Enercity mit einem Anteil von 34 % beteiligt.
Im Dezember 2009 erwarb eine Gruppe kommunaler Unternehmen unter Beteiligung von Enercity sämtliche Anteile an der Thüga AG über die Thüga Holding GmbH & Co. KGaA von der E.ON Ruhrgas AG. Enercity hält einen Anteil von 20,53 %, weitere Anteile in derselben Höhe halten Mainova aus Frankfurt und N-ERGIE aus Nürnberg. Die Thüga ist eine Beteiligungsholding. Das Kerngeschäft besteht in Minderheitsbeteiligungen an Stadtwerken und Regionalversorgern mit kommunalen Gesellschaftern.
Am mit Steinkohle betriebenen Kraftwerk Mehrum hatte Enercity einen Anteil von 83,3 %; dieser wurde im Jahr 2017 vom tschechischen Energieversorger EPH übernommen.
Am 8. April 2011 wurde mit Unterstützung der Landeshauptstadt Hannover der enercity Härtefonds e. V. gegründet. Der Verein soll soziale Härten bei Strom-, Gas- und Wassersperrungen vermeiden helfen und ist mit jährlich 150.000 Euro ausgestattet. Er ist das Ergebnis eines langjährigen Konsultationsprozesses mit gesellschaftlichen und behördlichen Akteuren aus dem Sozialsektor.
Ab 2012 unterstützte Enercity den Verein Hannover 96 in der Fußball-Bundesliga als Co-Sponsor. Außerdem ist Enercity seit 2010 für den TSV Hannover-Burgdorf in der Handball-Bundesliga der Trikot-Sponsor. Ebenfalls ist Enercity seit 2024 Trikot-Sponsor bei dem Fußballverein TSV Havelse.
Enercity ist Hauptsponsor der „enercity Leinewelle“, einer 2023 eröffneten künstlichen Welle in der Leine. Diese liegt in der Altstadt von Hannover und kann zum Surfen benutzt werden. Enercity trug einen großen Teil der Baukosten in Höhe von rund zwei Millionen Euro zusammen, wofür die Leinewelle bis 2033 den Unternehmensnamen trägt.
Das vom Jazz Club Hannover am Himmelfahrtstag veranstaltete Open-Air-Musikfestival „Swinging Hannover“ hat Enercity seit 2005 als Hauptsponsor und heißt seitdem offiziell „enercity swinging hannover“. Ebenfalls gefördert wird der am Vortag stattfindende Jazzbandball. Während der COVID-19-Pandemie veranstaltete Enercity gemeinsam mit dem Jazz Club Hannover die #sofakonzerte als Konzertreihe mit verschiedenen Künstlern. Sie werden auch auf dem YouTube-Kanal von Enercity gezeigt.
Enercity unterstützt die Johann-Jobst-Wagenersche Stiftung. Zudem ist Enercity Gründungspartner und war in der Vergangenheit über viele Jahre Hauptsponsor des Jungen Schauspiels Hannover.

Die Maschseefontäne befindet sich am Nordufer des Maschsees in Hannover und war ein Geschenk anlässlich des 50. Geburtstags der Enercity AG an die Stadt Hannover. Im Jahr 1987 wurde sie in Betrieb genommen und seitdem übernimmt Enercity die Instandhaltung sowie die Stromkosten. 2020 wurden LED-Leuchten für eine energieeffiziente Beleuchtung am Abend und zu besonderen Anlässen installiert.
Koordinaten: 52° 22′ 23,4″ N, 9° 43′ 7,9″ O